Alle Nachrichten vor vier Tagen

Die Vertretung der Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien in Deutschland hat einen Bericht über das bewusste Abfackeln von Getreidefeldern in der Region durch den faschistischen IS, die türkische Armee und wahrscheinlich auch Truppen des Assad-Regimes veröffentlicht. Wir bringen Auszüge:



Unter schwierigen Bedingungen im Rahmen des Krieges in Syrien schufen die verschiedenen ethnischen Gruppen der Region neue Lebensumstände, mit dem Ziel, ihre Region zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund hat die Landwirtschaft nicht nur für die selbstverwalteten Gebiete in Nord- und Ostsyrien enorme Bedeutung, sondern für ganz Syrien. Denn die Landwirtschaft stellt die Grundlage für die Wirtschaftsgemeinschaft und die Selbstversorgung mit Lebensmitteln dar ...

 

Im Mai und Juni dieses Jahres gab es mehrere Brände in Nord- und Ostsyrien, die auf unterschiedliche Brandstifter zurückzuführen sind. Besonders betroffen sind die Gegenden um Raqqa, Deir ez-Zor, Tabqa, Kobanê, Manbij, Hasakah und Qamishlo. Weizen- und Gerstenfelder erlitten erhebliche Schäden ... Wir verdächtigen drei lokale Akteure, die Brände absichtlich gelegt zu haben:

 

1) Islamischer Staat: Dieser verfügt in einigen Orten Syriens noch über verdeckte Terrorzellen. Seine Anhänger haben nach ihrer Niederlage in Baghouz ein Rachemotiv. Ihre Rechtfertigung für Brandstiftungen ist ihr Kampf gegen die “Ungläubigen”. Über Angriffe seitens des IS wurde in der Zeitung Al-Naba berichtet.

2) Türkischer Staat: Aussagekräftige Belege lassen uns glauben, dass auch das türkische Militär Verantwortung für die Brandstiftungen an der syrisch-türkischen Grenze trägt.

3) Syrischer Staat: Im Fall einzelner Brände deuten verschiedene Hinweise auch auf eine Täterschaft des syrischen Staates hin. Als Motiv vermuten wir den Umstand, dass die Bevölkerung der Region einen Handel wirtschaftlicher Produkte mit dem syrischen Staat ablehnt. Die syrische Regierung reagiert offensichtlich mit dem Niederbrennen von Ackerland, wenn ihrerseits Agrarprodukte nicht verkauft werden, die auf landwirtschaftlichen Flächen erzeugt werde, welche unter syrischer Kontrolle stehen.

 

Hier gibt es den kompletten Bericht in englischer Sprache!


Die Ruhrkohle AG hat vor wenigen Wochen begonnen die Zeche Auguste Victoria in Marl zu fluten. Im Saarland musste aufgrund von Protesten eine bereits begonnene Flutung der Zechen wieder eingestellt werden, berichten Aktivisten gegenüber "Rote Fahne News":



1,6 Millionen Tonnen Giftmüll wurden in den 1990er Jahren in den Zechen eingelagert, über 10.000 Tonnen des Ultragiftes PCB versickerten ebenfalls unter Tage. Jetzt wird das alles langsam durch absichtlich ansteigendes Grubenwasser geflutet. Zwei Jahre lang haben kämpferische Proteste die Zechenflutung verhindert. Dabei machen alle mit, die eine Rechnung mit der RAG offen haben: Bergleute und ihre Familien, Kinder, Rentnerinnen und Rentner, Waldschützerinnen und Waldschützer und besorgte Anwohner. Die MLPD ist seit jeher als eine treibende Kraft dabei. Jetzt erweitert und vertieft sich der Protest gegen die Zechenflutung.

Über 100 Ärzte fordern „Zechenflutung stoppen - Giftmüll entsorgen“

Über 100 Ärzte haben unterdessen einen Aufruf „Zechenflutung stoppen - Giftmüll entsorgen“ unterschrieben. Darin heißt es: „Mit der Flutung der Zechen kommt Grubenwasser mit hoher Wahrscheinlichkeit in Kontakt mit dem Grundwasser, das abgepumpte Grubenwasser landet in Flüssen und Meeren und steigert dort die bereits erkennbaren Störungen ganzer Öko-Systeme. Wir sehen auch größte Gefahr für das Grund- und Trinkwasser ganzer Regionen und warnen vor einer drohenden schleichenden Wasservergiftung mit erheblicher Gesundheitsgefahr für Millionen Menschen. Schadstoffe wie Schwermetalle, PCB und Benzol wirken über Jahre und Jahrzehnte mit den möglichen Folgen von Krebs, Leukämie, Immunkrankheiten, Nervenkrankheiten und Schädigungen des Erbguts. Schon jetzt wird Grubenwasser mit nachweislichem Gehalt an PCB und Schwermetallen ungefiltert und damit fahrlässig in öffentliche Gewässer eingeleitet.“

Größte Gefahr für das Grund- und Trinkwasser ganzer Regionen

Aufruf der Ärzte

Die „Marler Bürgerversammlung gegen Verfüllung und Flutung der Zeche Auguste Victoria“ hat Klage gegen die RAG erhoben. Jürgen Pfeiffer aus Marl, Chemiker und Wasserfachmann, dazu gegenüber der Roten Fahne 13/19: „Die RAG soll verurteilt werden, alle Maßnahmen zu unterlassen, die dazu führen, dass PCB oder andere untertägig befindliche Giftstoffe in den Trinkwasserkreislauf gelangen. Das Landgericht Bochum hat bereits eine Beweiserhebung dazu angeordnet und ein Gutachten in Auftrag gegeben. Damit hat es uns ernsthafte Erfolgsaussichten bescheinigt. Entscheidend ist aber der gemeinsame Widerstand. Vor allem die Jugendlichen, aber auch die Menschen allgemein müssen über die großen Gefahren aufgeklärt werden ... Wir haben schon unheimlich viel auf die Beine gestellt. Zwei Jahre lang haben kämpferische Proteste die Zechenflutung verhindert. Dabei machen alle mit, die eine Rechnung mit der RAG offen haben: Bergleute und ihre Familien, Kinder und Rentner, Waldschützer und Anwohner einer Halde, wo die RAG Sondermüll deponieren will. Wir haben das Thema in die Zeitung, teilweise auch ins Fernsehen gebracht ..."

Zechenflutung im Saarland derzeit gestoppt

In einer zweiten, noch nicht beantragten Stufe will die RAG die Gruben im Saarland volllaufen lassen und das Grubenwasser bei 190 Meter über Null in die Saar leiten. Nach Angaben der RAG und des Bergamtes ist ein Gebiet von 360 Quadratkilometern mit 30 Gemeinden betroffen. Gegen die aktuellen Teilflutungspläne der RAG mit Phase 1 hat sich eine breite Ablehnungsfront entwickelt - von Kirchen, der CDU bis zur Bergarbeiterbewegung Kumpel für AUF und der MLPD. Es gab 6882 Einwendungen von Bürgerinnen und Bürgern sowie 128 kritische Stellungnahmen von Verbänden, Behörden, Kommunen und Landkreisen. Derzeit laufen die Pumpen wieder, ist die Flutung vorerst gestoppt.

 

Die Behauptung, das im Grubenwasser befindliche Gift könne wegen der undurchlässigen Gesteinsschichten nicht mit dem Trinkwasser in Berührung kommen, ist falsch. Durch Tagesbrüche und stärkere Erdbeben, bekommen die Gesteinsschichten Risse. Es entstehen Verbindungen durch die das vergiftete Grubenwasser durch die Kapilarwirkung nach oben zum Trinkwasser steigen kann. Das Fluten der Zechen an Saar und Ruhr verbaut nicht nur den Zugang zu einem wertvollen Rohstoff für künftige Generationen, es vernichtet auch Arbeitsplätze und birgt die große Gefahr regionaler Umwelt- und Trinkwasserkatastrophen. Gleichzeitig wurden im Ruhrgebiet rund 200 Bergleute gekündigt - die sehr gut in der Instandhaltung eingesetzt werden könnten.

Umweltminister wendete sich bereits 2015 gegen die Pläne der RAG

Während eines Besuchs beim saarländischen Umweltministerium im Juli 2015 wandte sich auch Reinhold Jost, Minister für Umwelt und Verbraucherschutz, eindeutig gegen die Pläne der RAG. Das geht aus einem Protokoll hervor, das vom Umweltministerium freigegeben wurde. Rote Fahne News erhielt es aus dem Kreis der Ärzte. Aus diesem Protokoll wird deutlich, dass die RAG bereits damals plante, die Bergwerke bis zum Jahre 2035 so weit zu fluten, dass das Wasser durch einen Vorfluter bei Ensdorf in die Saar fließen kann.

 

Betroffen davon wären bis zum Ende der Aktion, die eine neue Stufe in den Flutungsplänen der RAG darstellt,  etwa 650.000 Personen im Saarland, also rund 65 Prozent der Einwohner des Landes. Zu dieser Gefährdung, die auch Nordrhein-Westfalen betrifft, erklärt Jürgen Pfeiffer aus Marl weiter: „Die Flutung der Zechen muss unbedingt gestoppt werden. Auf Kosten der RAG müssen Giftstoffe fachgerecht entsorgt werden. Die Wasserhaltung muss bis auf 1200 Meter Tiefe bleiben. Das schafft und erhält Arbeitsplätze. Wir brauchen auch in Zukunft junge und erfahrene Bergleute, um die Schachtanlagen in Ordnung zu halten. Umweltschutz und Arbeitsplätze gehören fest zusammen.“

 

Die 100 Ärzte schreiben in ihrem Aufruf : „Deswegen muss ... das abgepumpte Grubenwasser gereinigt und entgiftet werden. Mit diesen und weiteren Umweltschutzmaßnahmen könnten auch die 200 Bergleute weiter beschäftigt werden, die von der RAG gekündigt werden.“

 

In der Bottropper Erklärung, die die Demonstration von Kumpel für AUF gegen die RAG-Politik am 15. Juni einstimmig beschlossen hat, heißt es: „Obwohl sich unter Tage tonnenweise Giftmüll und PCB befindet, hat die RAG begonnen, die Wasserhaltung unter Auguste Viktoria und bei Haniel West zurückzufahren. Das erfüllt uns mit Sorge - denn Wasser ist Leben. Eine regionale Umwelt- und Trinkwasserkatastrophe droht ... Es braucht aktiven Widerstand" Ihre Stärke besteht darin, die Interessen aller betroffenen zusammenzubringen, der Bergbaurentner, der gekündigten Bergleute der Mieter der ehemaligen Zechenwohnungen und der Umweltbewegung.

Der Weg des Kampfes ist der einzig richtige

Der Weg des Kampfes ist der einzig richtige und dazu muss vor allem die Organisiertheit der kämpferischen Bergarbeiter-, der Jugend-, der Umwelt-, der Frauenbewegung gestärkt werden. Die MLPD steht ohne wenn und aber hinter diesem zukunftsweisenden Weg.

 

Hie kann der Ärzteaufruf "Zechenflutung stoppen - Giftmüll entsorgen" als pdf-Datei heruntergeladen werden!


Das Sommercamp des Jugendverbands REBELL und der Kinderorganisation ROTFÜCHSE findet vom 20. Juli bis 10. August im Ferienpark Thüringer Wald inTruckenthal statt. Die Verbandsleitung des REBELL hat wichtige Infos für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der zweiten Woche und deren Abreise:



Liebe Camp-Teilnehmerinnen und Camp-Teilnehmer, liebe Eltern, unser diesjähriges Sommercamp bereitet in den ersten zwei Wochen eine Revue über den großen Bergarbeiterstreik von 1997 vor. Ein tolles und spannendes Projekt.

 

Die zweite Campwoche endet am 3. August (Samstag); die Aufführung unserer Revue ist jedoch am 4. August (Sonntag), um 16 Uhr in Dorndorf (Krayenberggemeinde).

 

Wir möchten Dir und Ihnen anbieten, auch vom 3. August auf den 4. August eine (weitere) Nacht auf dem Camp zu übernachten, dann gemeinsam nach Dorndorf zu fahren und von dort aus dann nach Hause.

 

Das ermöglicht auch Eltern, die ihre Kinder abholen wollen, die Bergarbeiterrevue anzuschauen. Es würden durch diese Übernachtung und den Transfer geringe Kosten anfallen.

 

Das Ticket für die Bergarbeiterrevue kostet ermäßgt 3,50 Euro und für Vollverdiener 5 Euro. Der Tagessatz auf dem Camp inklusive Verpflegung und Übernachtung im Zelt beträgt 7,50 Euro pro Person.

 

Bei Rückfragen kannst Du Dich / können Sie sich unter der Nummer 0209 9552448 an die Geschäftsstelle des REBELL wenden.

 


Monika Gärtner-Engel, Stadtverordnete des überparteilichen Kommunalwahlbündnisses AUF Gelsenkirchen, hat einen Brief geschrieben. Er ging an die Parteien in Gelsenkirchen, die beiden Gruppen von Fridays for Future (FFF), wie auch die Parents for Future und an die örtliche Redaktion der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“. Er spricht Klartext in Sachen FFF und spricht Auseinandersetzungen an, die es ähnlich auch in anderen Städten gibt:



Nach den letzten beiden Artikeln in der WAZ Gelsenkirchen über Fridays for Future, den Auftritt eines einzigen Sprechers von FFF im Rat gestern, 11. Juli, (in Konstanz war die Hütte voll von Hunderten Jugendlichen) und der heutigen letzten Aktion von Rebell & Friends vor der Sommerpause, erlaube ich mir, Ihnen einmal meine ungeschminkte Meinung zu den destruktiven Kräften, aber auch zu den hoffnungsvollen Ansätzen von FFF in Gelsenkirchen mitzuteilen.

 

Zusammengefasst: Was von den etablierten Parteien, insbesondere den Grünen, einigen der „Parents“ und leider auch der WAZ gegenüber Fridays for Future (FFF) in Gelsenkirchen angerichtet wurde ist schlicht übel. Das politische Ergebnis der aus rein undemokratischer und antikommunistischer Attitüde betriebenen Spaltung: die Marginalisierung beider (!) FFF-Gruppen, die (zumindest versuchte) Demoralisierung engagierter junger Leute und die (zumindest zeitweilige) Zerstörung eines hoffnungsvollen Aufbruchs in Gelsenkirchener Schulen.

Zur Erinnerung:

  • In der nicht besonders demonstrationsfreudigen Gelsenkirchener Schülerschaft passiert länger nach Beginn der weltweiten FFF-Bewegung erst mal rein gar nichts.
  • Schließlich ergreift Celina Jacobs vom Jugendverband REBELL und aktiv im Jugendzentrum Che, die Initiative. Darüber berichtete die WAZ noch sachlich. Die breiten Werbeaktivitäten von Rebellen & Friends vor Gelsenkirchener Schulen zeigen Wirkung und 250 kommen! Herr Gaux nimmt selbst teil, die WAZ veröffentlicht das Video, das die beste Stimmung und ansonsten die äußerst demokratische Veranstaltungsleitung der Rebellinnen zum Ausdruck bringt.
  • Aber oh weh, sie wagen auch einen kapitalismuskritischen Beitrag und bringen gar ihre Meinung zum Ausdruck, dass eine wesentliche Wurzel der Gefährdung von Mensch und Natur der Kapitalismus sei. Übrigens eine Meinung, die eine starke Strömung in der weltweiten FFF-Bewegung und die Wahrnehmung des Grundrechtes auf Meinungsfreiheit zum Ausdruck bringt.
  • Doch noch schlimmer: Sie wagen es auch, eine Fahne des Jugendverbandes REBELL mitzutragen. Übrigens ist es Bestandteil des hart erkämpften Koalitionsrechtes in Deutschland ebenso wie ein Grundrecht, (demokratische und sozialistische) Fahnen und Symbole zu zeigen ...

Doch nun geht in Gelsenkirchen die Hetze los :...

 

Hier gibt es das komplette Schreiben von Monika Gärtner-Engel als pdf-Datei!


Wie die Internationale Automobilarbeiterkoordination mitteilt, sind Spenden für die Reisekosten für die internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 2. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz 2020 in Südafrika steuerlich absetzbar.



Die gemeinnützige Solidaritäts- und Hilfsorganisation "Solidarität International e.V." (SI) hat für Reisekosten ein extra Spendenkonto eingerichtet - vielen Dank dafür! Spenden an eine gemeinnützige Organisation können Sie bis zu einem Anteil von 20 Prozent der Jahreseinkünfte als Sonderausgaben bei der Steuererklärung geltend machen.

 

Spendenkonto: Solidarität International e.V., IBAN: DE86 5019 0000 6100 8005 84, BIC: FFVB DEFF (Frankfurter Volksbank), unbedingt angeben Spendenzweck: Reisekosten IAC


Am 12. Juli 1991 ermordete der türkische Staat durch eine Kommandoaktion in Istanbul zehn mutmaßliche Mitglieder der revolutionären Devrimci Sol (Revolutionäre Linke) in Kooperation mit der CIA (USA).



Polizisten stürmten ihre Wohnungen und erschossen die Verdächtigen mit gezielten Schüssen. Die Behörden sprachen anschließend von Notwehr. Die Mörder wurden nicht verurteilt.

 

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die Türkei wegen der gezielten Tötung von fünf Menschen verurteilt. Ankara habe damit gegen das Grundrecht auf Schutz des Lebens verstoßen, befanden die Richter am 25. April 2006. Sie gaben damit den Hinterbliebenen der Märtyrer Recht.

 

"Am 12. Juli 1991 wurde das nackte Gesicht des Krieges sichtbar und wir registrierten, dass dies ein Krieg ohne Regeln ist und welch hohen Preis wir würden zahlen müssen," so Dursun Karataş, ein Vertreter von Devrimci Sol damals.




Laut Angabe des Bundeslandwirtschaftsministeriums sind 2018 32,4 Millionen Kubikmeter "Kalamitätsholz" angefallen. Dabei handelt es sich um kranke und beschädigte Bäume, die gefällt werden mussten. Als Grund werden vor allem Stürme und Borkenkäferbefall genannt. Die Zahl entspricht der Hälfte des jährlichen Einschlags durch die Forstwirtschaft. Beide Ursachen für dieses "Waldsterben 2.0" wie der BUND aus Bayern schreibt, ist der fortschreitende Übergang in eine globale Umweltkatastrophe, verursacht durch die kapitalistische Profitwirtschaft. Das von Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) ins Spiel gebrachte "Aufforstungsprogramm" sehen Umweltschützerinnen und Umweltschützer als völlig unzureichende und nur teilweise geeignete Maßnahme.


Am Samstag, 17. August, werden zwei besondere Veranstaltungen der Internationalistischen Liste / MLPD in der Kulturstadt Weimar und der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt stattfinden.



Gedenkveranstaltung für Ernst Thälmann

Vor 75 Jahren wurde der Kommunist und Antifaschist Ernst Thälmann von den Faschisten im Konzentrationslager Buchenwald erschossen. Die Überlebenden des Lagers haben uns ihren Schwur hinterlassen: Nie wieder Faschismus!

Ab 10 Uhr findet eine zwanzigminütige Führung über das Mahnmal zum Glockenturm statt, wo um 12 Uhr die Gedenkveranstaltung für Thälmann stattfinden wird. Adresse: Buchenwald 2, 99427 Weimar

Wahlkampfauftakt der Internationalistischen Liste / MLPD zur Landtagswahl in Thüringen

Auf dem Anger in Erfurt beginnt um 14 Uhr das Vorprogramm für den Wahlkampfauftakt der Internationalistischen Liste / MLPD zur Landtagswahl in Thüringen. Viele Informationsstände sind geplant. Kandidaten stehen zum Kennenlernen bereit. Es wird Live-Musik, Essen & Getränke wie auch ein Kinderprogramm geben. Von 15.30 Uhr bis 18 Uhr findet die Kundgebung mit den Spitzenkandidaten Tassilo Timm, Lea Weinmann, Stefan Engel, Ibrahim Kücük, Jonas Riese, Klaus Dimler und Fritz Hofmann statt.

 

Hier gibt es den Flyer als pdf-Datei




Nach aktuellen Berichten hat der faschistoide „Flügel“ innerhalb der AfD, der von dem Faschisten Björn Höcke geführt wird, ein Bündnis mit der AfD-Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel geschlossen. Hatte Weidel einst den Ausschluss Höckes gefordert, schließt die durch einen Wahlkampffinanzierungsskandal angeschlagene Fraktionschefin jetzt einen „Nichtangriffspakt" mit der „Rechtsaußen“-Fraktion und beschließt damit den Verzicht auf gegenseitige Kritik.




In Chile streiken die Lehrkräfte an staatlichen Schulen seit sechs Wochen für  bessere Arbeits- und Unterrichtsbedingungen. Am Mittwoch, den 10. Juli, sprach sich eine knappe Mehrheit der 50.000 Gewerkschaftsmitglieder für die Fortsetzung des Streiks aus. Der Streik findet große Unterstützung auch bei Schülerinnen und Schülern und Studierenden, geht es doch insgesamt um höhere Investitionen in das staatliche Bildungssystem.


Über 600 Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Werken folgten dem Aufruf der IG Metall, am 12. Juli vor die Konzernzentrale von Mahle an der Pragstraße in Stuttgart zu demonstrieren.



Im Zentrum der Demonstration vor die Konzernzentrale von Mahle stand die Solidarität mit den Beschäftigten vom Werk Öhringen (Raum Heilbronn), dessen Schließung vom Vorstand für 2020 geplant ist. „Hier geht es nicht allein um 240 Arbeitsplätze, sondern um die Existenz von 240 Familien“, sagte die Betriebsratsvorsitzende Sonja Hanselmann unter großem Beifall. „In neun Minuten hat dies der Geschäftsführer auf einer Versammlung bekanntgegeben – mit dem Rücken zum Ausgang und unter der Auflage, dass sich keine Gläser, Tassen und Feuerlöscher im Raum befinden. Soviel zur Angst dieser Herren vor uns!“

 

Viele Kolleginnen und Kollegen sind empört, dass Mahle mit der Schließung von Öhringen und Telford (GB), sowie einem „Spar“-Programm, bei dem 380 bestehende und 300 geplante Arbeitsplätze vernichtet werden sollen, alles andere als den vor kurzem noch selbst propagierten „sozialverträglichen Kurs“ fährt.

 

Das reiht sich ein in die aktuell bekannt gewordenen Abbaupläne von Autozulieferer Marquardt mit 600 Jobs, oder Conti, das sein Werk in Oppenweiler mit 340 Jobs schließen will. Einige angesprochene Metallerinnen und Metaller stimmten deshalb der Losung der MLPD zu: „Wir zahlen nicht die Zeche eurer Krisen!“ Etliche sehen auch, dass es dem Vorstand nur um die Profitmaximierung geht, wenn ein Teil der Arbeitsplätze zum Beispiel nach Rumänien verlagert werden sollen.

 

Gleichzeitig wirkt, was von Betriebsrats- und IG-Metall-Führern von der Bühne aus vertreten wurde: "gemeinsam" aus der Krise kommen, sowie die Kritik an der Regierung, die mit ihrem Druck auf die Transformation hin zur E-Mobilität schuld daran sei, dass den Automobilarbeiterinnen und Automobilarbeitern die Zukunft verbaut wird. Statt an den Vorstand oder gar an die Mahle-Stiftung zu appellieren, er solle zum Weg „vernünftiger Verhandlungen“ zurückkehren, wo angeblich der Mensch an erster Stelle steht, ist der entschlossene Kampf der gesamten Mahle-Belegschaft und der Automobilarbeiterinnen wie Automobilarbeiter die einzige Sprache, die die Herren in der Chefetage verstehen. In diesem Sinne muss der europaweite Aktionstag der Mahle-Belegschaft am 25. Juli durchgeführt werden.


"Ich bin vor fünf Jahren nach Deutschland gekommen, um mit meiner Familie ein neues Leben aufzubauen." So beginnt der Bericht eines Leiharbeiters bei VW in Wolfsburg, den die Zeitung von Kollegen für Kollegen in den deutschen VW-, Audi-, Porsche und MAN-Werken "Vorwärtsgang" abgedruckt hat:



Weiter schreibt der Kollege: "Ich habe für zweieinhalb Jahre bei der Autovision gearbeitet und war auch nach Hannover versetzt, an der ML4. Als Leiharbeiter hat man nicht die gleichen Rechte wie die Stammwerker. Man kann zum Beispiel nicht seine Meinung sagen.

 

Ich war in zwei Jahren nur einmal krank. Da habe ich mit verstauchtem Fuß versucht zu arbeiten, bis mich der Teamsprecher nach Hause geschickt hat. Bei der Urlaubsvergabe gab es in Hannover eine Reihenfolge: erst Stamm, dann Leiharbeiter Hannover, dann wir verliehenen Kollegen aus Wolfsburg.

 

Im Dezember 2017 haben wir für unsere Festeinstellung gekämpft. Viele wurden eingestellt, aber es sind nicht alle. Mindestens 65 Kollegen sind weiter draußen. Es ist eine Lüge, dass die Festeinstellungen nach sozialen Kriterien verliefen. Es lief chaotisch. Es hat alles mit Beziehungen zu tun.

 

Ich weiß in einem Fall genau, dass 3000 Euro für einen Festvertrag geflossen sind. Ich arbeite nun für Randstad. Wir beliefern die Linie, an der ich vorher gearbeitet habe. Gibt es überhaupt Gerechtigkeit?"




In Indonesien finden tägliche Proteste zur Freilassung der inhaftierten Gewerkschaftsführerin Reni Desmira statt. Die Sekretärin der Gewerkschaft beim Meeresfrüchteverarbeiter BMI in Lampung  war am 17. Mai verhaftet worden. Hintergrund ist, dass sie eine Kampagne für die gesetzlich vorgeschriebene Anmeldung der Beschäftigten bei der Krankenversicherung durchführte. Am 4. Juli organisierten alle IUL-Gewerkschaften (Internationale Union der Lebensmittelarbeitnehmerinnen) einen Protest vor den BMI-Fabriktoren und demonstrierten dann zur Provinzregierung.


Auch dieses Jahr startet der Jugendverband REBELL von seinem Sommercamp, das vom 20. Juli bis 10. August im Ferienpark Thüringer Wald in Truckenthal (Thüringen) stattfindet, eine Kanu-Tour. Die ist berühmt und „berüchtigt“.



Ein REBELL aus Dortmund schreibt zur Kanu-Tour vor dem Sommercamp von REBELL und ROTFÜCHSEN: „Ich habe an der Kanu-Tour des Sommercamps 2018 teilgenommen und würde das jedem unbedingt empfehlen. Wir sind zwei Tage über die Saale gefahren, haben draußen im Schlafsack und auf der Isomatte geschlafen. Wir haben zwischendurch Pausen gemacht und die einzigartige Natur und das Schwimmen in der Saale genossen. Sport, Freunde und Natur, das waren zwei anstrengende aber wunderschöne Tage!“

 

Die Tour beginnt am 5. August und geht bis zum 6. August Nur noch wenige Plätze sind frei. Danach nimmt man am Sommercamp teil. Meldet euch bei der Verbandsleitung an.




In der südafrikanischen Provinz Mpumalanga fanden in dieser Woche zahlreiche Protest- und Blockadeaktionen vor Kohleminen statt. So blockierten 500 Bewohner aus Phosa und Ogies den Zugang zur Glencore Kohlemine Goedegevonden. Protestmäsche gab es auch vor zwei Anglo American Kohleminen. Die Menschen verlangen, dass die Konzere ihre Zusagen einhalten und mindestens 30 Prozent der Arbeitsplätze an Anwohner der Region gehen. Bisher sind das leere Versprechungen.


In Serbien gibt es nach wie vor wöchentliche Demonstration gegen Präsident Aleksandar Vucic.



Sie reihen sich in einen Aufschwung von Arbeiter- und Volkskämpfen ein, die seit Ende 2018 in Europa aufleben.

 

Am letzten Samstag, 6. Juli, haben sich erneut Hunderte Regierungsgegnerinnen und Regierungsgegner zu einer Protestkundgebung in der Hauptstadt Belgrad versammelt. Die Demonstrantinnen und Demonstranten zogen durch das Stadtzentrum zum Polizeipräsidium von Belgrad. Dort protestierten sie dagegen, dass auch sieben Monate nach einer schweren Prügelattacke auf einen Spitzenfunktionär der Opposition die Angreifer nicht gefasst wurden. Es war bereits die 31. Protestkundgebung.




In Ang Snuol in der kambodschanischen Provinz Kandal streiken seit Montag, den 8. Juli 2019, 2000 Arbeiterinnen der Bowker Garment Fabrik, nachdem eine Gewerkschafterin entlassen worden war. Diese hatte sich für eine andere Kollegin eingesetzt, die angeblich Kleider gestohlen haben soll. Die Streikenden haben 18 Forderungen gestellt: neben der Wiedereinstellung geht es vor allem um bessere Arbeitsbedingungen. Dazu gehört auch die Entlassung des Verwaltungschefs.