Alle Nachrichten von gestern

In Herne haben heute circa 500 Leute demonstriert bei der ersten selbstorganisierten FFF-Demo, die zugleich ein gemeinsamer Protest von Arbeiter-, Umwelt- und Kumpel-Bewegung war.



Es waren vor allem viele aus Schulklassen gekommen, die meisten davon waren jünger, aus der Mittelstufe. Es sind aber auch einzelne Grundschüler gekommen und teilweise ganze Schulklassen. Viele ältere beteiligten sich auch, vor allem aus der Umweltbewegung, aber auch Gewerkschafter von ver.di, aus der GEW und anderen.

 

MLPD und der Jugendverband REBELL waren gut vertreten. Sie haben ein offenes Mikrofon organisiert, ihre Fahnen getragen, ganz viele Gespräche geführt und stießen dabei auf große Zustimmung für den aktiven Widerstand zur Rettung der Umwelt vor der Profitwirtschaft.

 

Es gab auch wieder massive Attacken auf die MLPD, auf den REBELL und deren Fahnen. Wir Genossinnen und Genossen ließen uns davon nicht beeindrucken. Wir haben weiter unserer Überzeugungsarbeit gemacht und den Antikommunismus attackiert. Peter Weispfenning konnte als Vertreter der MLPD am offiziellen offenen Mikrofon einen Beitrag halten, wo er zur Rettung der Umwelt vor der Profitwirtschaft sprach, dass Flagge zeigen propagierte und die antikommunistische Ausgrenzungspolitik attackierte. Das fand auch viel Beifall.


Am Platz angekommen, treffen wir die am REBELL interessierten Jugendlichen vom letzten Wochenende wieder.



Sie wollen Mitglied werden. Wir vereinbaren einen Termin zur Gruppengründung. Stolz machen die neuen Rebellen Fotos mit der REBELL-Fahne und einem Plakat. Dann geht's gemeinsam zur FFF-Demo.

 

Positiv überrascht sind wir vom offenen Mikro. Als jemand vom "Orga-Team" uns auffordern will, unsere Fahnen runterzunehmen, nutzen wir die Gelegenheit und stellen den REBELL und wofür wir stehen am Mikro vor. Großen Applaus der 350 Demo-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer gab es vor allem bei der Aussage, dass FFF überparteilich ist, aber auf antifaschistischer Grundlage, weil die AfD hier nichts verloren hat! Die Auseinandersetzung um das Tragen der Fahnen geht weiter.

 

Zum Schluss eine der gerufenen Parolen, die uns besonders gefällt: "Daimler, Thyssen, Deutsche Bank - die Umwelt stirbt durch eure Hand!"


Zur Zeit sammeln sich hunderte Jugendliche, Eltern, Lehrer, politische Organisationen, als Partei sichtbar ist nur die MLPD.



Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter sind vor allem von ver.di und der IG Metall zu sehen. Man sieht viele Fahnen!

 

Gerade geht ein bewegendes Theaterstück zu Ende von der Sekundarschule aus Rheinhausen, 5. Klasse. Sie sangen ein Lied über den Wald, und alle machen mit. Die Kapitalismuskritik steht in den Redebeiträgen immer wieder im Zentrum. Die Jugendorganisation Young struggle, die gerade spricht, berichtet von dem positiven Beispiel der Umweltpolitik in Rojava und ist für eine Alternative im Sozialismus. Breite Aufgeschlossenheit gibt es unter vielen Jugendlichen für die grundlegende Alternative, die unter anderem von der MLPD repräsentiert wird.


In Hamburg demonstrieren jetzt 100.000 junge und ältere Menschen¹ gemeinsam bei Fridays for Future.



MLPD, Umweltgewerkschaft, der Frauenverband Courage nehmen selbstverständlich an der Demonstration teil  Es gibt viele grundsätzlich Diskussion.

 

Klar ist dass es so nicht weitergehen kann. Viele stellen sich die Frage in welche Richtung muss sich der Kampf entwickeln. Es gibt eine Offenheit für einen sozialistische Ausweg. Im Gegensatz dazu orientieren die Reden auf der Bühne, darauf die Politiker in die Pflicht zu nehmen und die Klimaziele von Paris zu erreichen.

 

 


In 500 Städten Deutschlands und 2.671 Orten in 156 Ländern auf der ganzen Welt finden heute Aktionen im Rahmen des gemeinsamen Protest- und Streiktags der Arbeiter- und Umweltbewegung statt.



Nachdem die Jugendumweltbewegung Fridays for Future dazu aufgerufen hatte, haben sich mehrere DGB-Gewerkschaften und zahlreiche weitere Organisationen sowie Einzelpersonen diesem internationalen Aktionstag angeschlossen. MLPD und REBELL treten schon seit langem für den gemeinsamen Kampf der Arbeiter- und Umweltbewegung ein. Sie haben bundesweit breit mobilisiert, den Aktionstag gerade auch in Betrieben und Gewerkschaften aktiv vorbereitet und sind heute in vielen Städten unübersehbar dabei.

Wirklicher gemeinsamer Kampftag

Es ist gelungen, den heutigen Tag wirklich zu einem gemeinsamen Kampftag der Arbeiter- und Umweltbewegung zu machen. Die Betriebsgruppen der MLPD haben maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Arbeiterklasse aktiv an den Aktionen beteiligt. Es ist aber auch ein intensiver Kampf, die Überparteilichkeit gegen alle möglichen antikommunistischen Attacken durchzusetzen.

 

Die Organisatoren erwarteten rund 300.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ganz Deutschland. Bisher vorliegende Zahlen weisen darauf hin, dass es wohl erheblich mehr werden- Rote Fahne News wird heute um 18 Uhr ein weiteres Mal darüber berichten und eingehende Berichte laufend veröffentlichen (bitte dazu auch auf den Schwerpunkt "Fridays for Future" klicken, der auf der Mitte der Startseite zu finden ist, wenn man etwas nach unten scrollt).

Heftiger Richtungskampf, aber auch Offenheit für sozialistische Perspektive

In Hamburg demonstrieren rund 25.000 bis 30.000 Junge und Ältere gemeinsam. Die MLPD, aber auch überparteiliche Organisationen wie die Umweltgewerkschaft und der Frauenverband Courage nehmen völlig selbstverständlich an der Demo teil. Es gibt viele grundsätzliche Diskussion mit jungen und erwachsenen Teilnehmern. Klar ist, dass es so nicht weitergehen kann. Viele stellen sich die Frage, in welche Richtung muss ich der Kampf entwickeln. Offenheit für einen sozialistische Ausweg ist da. Im Gegensatz dazu orientieren die Reden auf der Bühne darauf, die Politiker in die Pflicht zu nehmen und die völlig unzureichenden Klimaziele von Paris zu erreichen.

 

Aus Berlin wird einer ersten telefonischen Korrespondenz über eine riesige Demonstration in Berlin berichtet, die bereits zu Beginn - realistisch geschätzt - 80.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hat. So rechnen die Veranstalter und auch die Genossinnen und Genossen der MLPD mit bis zu 100.000 Teilnehmern am Ende. Es sind ganze Schulklassen dabei und viele, viele ältere Menschen.

"Automotive Workers for Future"

Aus Bochum wird von ungefähr 8.000 Beteiligten berichtet - mehr als beim letzten großen FFF-Aktionstag. Verantwortliche von der Demo-Leitung wollten den Auftritt der MLPD verbieten. Nach einer Debatte darüber weigerte sich jedoch die Polizei, das zu tun. Es gab ein offenes Mikrofon, an dem sich viele Menschen rege beteiligten: Opel-Arbeiter, die frühere Opel-Betriebsrätin Annegret Gärtner-Leymann, mehrere Schüler, Rotfüchse von der Kinderorganisation im Jugendverband REBELL. Rebellen warben aktiv neue Mitglieder.

 

Auf selbstgemachten Transparenten und Plakaten war zu lesen "Stahlarbeiter für Arbeitsplätze und Umweltschutz", "Automotive Workers for Future", "Wir sind die, vor denen euch die großen Parteien warnen, weil wir für radikalen Umweltschutz sind - MLPD" oder auch "Das ist eine Krise, kein Wandel".

 

In Herne haben heute rund 500 Leute demonstriert bei der ersten selbstorganisierten FFF-Demo. Es waren vor allem viele aus Schulklassen gekommen, viele Ältere beteiligten sich auch, vor allem aus der Umweltbewegung, aber auch Gewerkschafter von ver.di, aus der GEW und andere. MLPD und der Jugendverband REBELL waren gut vertreten. Es gab wieder massive Attacken auf die MLPD, auf den REBELL und deren Fahnen. Die Genossinnen und Genossen ließen sich davon nicht beeindrucken.

Kapitalismuskritik verbreitet

In Duisburg sammeln sich seit 13 Uhr hunderte Jugendliche, Eltern, Lehrer, politische Organisationen. Als Partei sichtbar ist nur die MLPD. Gewerkschafter sind vor allem von ver.di und der IG Metall zu sehen. Man sieht viele Fahnen. Gerade geht ein bewegendes Theaterstück von der 5. Klasse der Sekundarschule aus Rheinhausen zu Ende. Sie sangen ein Lied über den Wald und alle machren mit. Die Kapitalismuskritik steht in den Redebeiträgen immer wieder im Zentrum. Breite Aufgeschlossenheit gibt es unter vielen Jugendlichen für die grundlegende Alternative, die unter anderem von der MLPD repräsentiert wird.

 

In Gladbeck schwoll der Demozug von knapp 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer schließlich bis zur Abschlusskundgebung auf bestimmt 300 Schülerinnen und Schüler, aber auch viele Erwachsene an. Diesmal waren mehr Schulen beteiligt und auch mehr Schülerinnen und Schüler sowie Organisationen. Das Besondere an der Aktion in Gladbeck war sicherlich die demokratische Streitkultur, was der Redner der MLPD, Jörg Weidemann, in seinem Beitrag auch hervorhob. Hier wird überparteilich diskutiert und eine gleichberechtigte Streitkultur entwickelt.

 

Lediglich am Rande der Demonstration gab es einige Beschwerden vornehmlich älterer Teilnehmerinnen und Teilnehmer wegen der mitgeführten MLPD-Fahne. Unter den Jugendlichen kam sie allerdings großteils gut an und viele freuten sich über die Unterstützung. Viele nahmen die neuen Fridays-for-Future-Flyer der MLPD mit.

Tiefes Bedürfnis, auf die Straße zu gehen

In Münster sind heute bis zu 20.000 Menschen bei der Demo dabei. Ganze Schulklassen haben hierzu aufgerufen und sind geschlossen mit ihren Lehrern dorthin gegangen. Ebenso haben Arztpraxen und andere Einrichtungen geschlossen. Buslinien und Autofahrer werden umgeleitet.

 

Trotz Medienboykott kamen in Eisenach viele Teilnehmer. Ihnen war es ein tiefes Bedürfnis, an diesem Tag auf die Straße zu gehen. Sie kamen auf dem Markt, weil da ja was sein müsste, Eisenacher wie auch Urlauber.


In einer ersten telefonischen Korrespondenz wird über eine riesige Demonstration in Berlin berichtet, die bereits zu Beginn – realistisch geschätzt 80.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hat.



So rechnen die Veranstalter und auch die Genossinnen und Genossen der MLPD mit bis zu 100.000 Teilnehmern am Ende.

 

Es sind ganze Schulklassen dabei und viele, viele ältere Menschen. „Ein Ordner wollte uns überzeugen“, so unser Korrespondent, „den neuen Flyer der MLPD nicht zu verteilen, beließ es aber dann beim Schimpfen.“


Die Demonstration war bis zu zehnmal größer als von den Organisatoren erwartet.



Geschätzt werden derzeit 7000 bis 8000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Der Block des internationalistischen Bündnisses, der MLPD, des Jugendverbandes Rebell und kämpferischer Kolleginnen und Kollegen aus Betrieben wie Siemens, Evonik, Widia war ein Anziehungspunkt in der Demonstration.

 

Hier kamen am offenen Mikrofon die verschiedensten Kräfte zu Wort. Mehrere Dutzend Schülerinnen und Schüler sprachen zu ihren vielfältigsten Anliegen. Unter anderem sprach auch Gabi Fechtner, die Vorsitzende der MLPD. Zaghafte Versuche, diesen Bllock zu behindern oder zu stören, wurden souverän gekontert. Unter der Masse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer stießen undemokratische Ausgrenzungsversuche auf großes Unverständnis.

 

Gabi Fechtner griff das allein herrschende internationale Finanzkapital als Hauptverursacher der Umweltzerstörung an. Sie würdigte die Bedeutung von Fridays for Future als größter Jugend-Umweltbewegung, die sich entwickelt hat. Sie hat gleichzeitig klar darauf hingewiesen, dass hier in dieser Bewegung eine überparteiliche Grundlage notwendig ist. Dass diese Bewegung weiter gestärkt werden muss. Sie sprach sich für die Einheit von Arbeiter-, Jugend- und Umweltbewegung aus. Und dass die Arbeiterinnen und Arbeiter ein Rückgrat dieser Bewegung sein werden. Gabi Fechtner ging zudem auf die Perspektive des Sozialismus ein, einer Gesellschaft, in der die Einheit von Mensch und Natur wieder gefestigt und höherentwickelt werden kann.




Mehr als 300.000 vor allem junge Menschen haben in Australien mit den Großdemonstrationen gegen die Klimakatastrophe am 20. September begonnen. Damit hat sich die Zahl der Protestierenden gegenüber dem Protesttag im März mehr als verdoppelt. Die Gesamtzahlen dürften noch steigen, da noch keineswegs alle australischen Demos erfasst wurden.

 




Am Montag, den 16. September, beteiligten sich in Frankreich rund 750.000 Menschen an Streiks und Protesten gegen Macrons Rentenreformpläne. Unter den Streikenden waren u.a.  Ärzte, Krankenschwestern, Piloten der Air France und Anwälte. Auffallend war vor allem die hohe Beteiligung bei den Anwälten. Der Aktionstag stand unter dem Motto "SOS Rente". Vergangene Woche hatten bereits die Beschäftigten im Pariser ÖPNV einen ganzen Tag gestreikt.




In Russland entwickelt sich der Protest gegen willkürliche Gerichtsurteile gegen festgenommene Demonstranten. Am Montag hatte ein Gericht den jungen Schauspieler Pawel Ustinow wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt zu dreieinhalb Jahren Lagerhaft verurteilt. Der Richter hatte sich geweigert, ein Video anzusehen, das den Vorgang der Verhaftung zeigt. Die Empörung über das brutale Vorgehen der Polizei und dem ungerechtfertigten Urteil verbreitet sich im Internet und auf der Straße.


Von knapp 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Beginn wuchs die Demonstration schließlich bis zur Abschlusskundgebung auf bestimmt 300 Schülerinnen und Schüler, aber auch viele Erwachsene an. Diesmal waren mehr Schulen beteiligt und auch mehr Schülerinnen und Schüler und Organisationen.



Das Besondere an der Aktion in Gladbeck war sicherlich die demokratische Streitkultur, was der Redner der MLPD, Jörg Weidemann, in seinem Beitrag auch hervorhob. Hier wird überparteilich diskutiert und eine gleichberechtigte Streitkultur entwickelt.

 

So hoben die jugendlichen Organisatoren und eine der beteiligten Lehrerinnen hervor, dass hier Parteien, Kirchen, Vereine und Organisationen herzlich willkommen sind, außer Faschisten - das gab viel Beifall.

 

Die Schülerinnen und Schüler sprachen in ihren Beiträgen nicht nur das Klima an, sondern zogen Zusammenhänge wie zur Vergiftung der Meere. Lediglich am Rande der Demonstration gab es einige Beschwerden vornehmlich älterer Teilnehmerinnen und Teilnehmer wegen der mitgeführten MLPD-Fahne. Sie entblödeten sich nicht, während des Redebeitrags der MLPD mit Buhrufen zu stören - sehr zur Verwunderung der Schülerinnen und Schüler.

 

Unter den Jugendlichen kam der Beitrag allerdings großteils gut an und sie freuten sich über die Unterstützung. Viele nahmen die neuen Friday for future Flyer der MLPD mit.


Trotz eines Medienboykotts kamen viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Umweltstreiktag in Eisenach.



So war es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein tiefes Bedürfnis, an diesem Tag auf die Straße zu gehen. Sie kamen auf den Markt, "weil da ja was sein müsste". Eisenacher wie auch Urlauber.

 

Zu Hintergründen und Irrungen und Wirrungen, die der Kampf für die Rettung der Umwelt in Hinsicht auf Bürokratie so mit sich bringen kann, folgt noch ein ausführlicher Beitrag.


Mit ca. 12000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist die heutige Aktion nochmals größer als die letzte große FFF-Demonstration in Bochum.



Jetzt findet die Demo statt mit vielen kämpferischen und phantasievollen Schidern, Transparenten und Parolen und mit einem offenen Miktophon. Opel-Arbeiter demonstrieren für die Rettung der menschlichen Lebensgrundlagen vor der kapitalistischen Profitwirtschaft, Schülerinnen und Schüler, Rotfüchse, MLPD, Rebell. Selbsternannte Zensoren wollten das Auftreten der MLPD untersagen - nach Diskussion weigerten sich Polizisten, dies umzusetzen.


Bis zu 70.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Protest- und Streiktag melden die Veranstalter für Köln - viel mehr als die erwarteten 20.000. Es dauerte über eine Stunde, bis sich der Demonstrationszug wegen des großen Andrangs ganz in Bewegung setzte.



MLPD und REBELL führten am Aufstellungsort vor dem DGB-Haus schon vor Beginn ein offenes Mikrofon durch. Verschiedenste Demonstrationsteilnehmer meldeten sich zu Wort, ein Lehrer und Betriebsrat an einer Bildungseinrichtung beglückwünschte die zahlreich zusammenkommenden Jugendlichen und ermunterte sie, sich keiner Repression zu beugen. Es gab interessante Diskussionen über die Frage, ob es in erster Linie um die Änderung des persönlichen Konsumverhaltens gehe und die Masse der Menschen selbst auf "Profit" aus wären oder ob man vor allem gegen die Hauptverursacher im internationalen Finanzkapital kämpfen muss.

 

Das gefiel einer kleinen, aber lautstarken Gruppe von antikommunistisch beeinflussten Jugendlichen offenbar gar nicht. Sie versuchten, die Diskussion am offenen Mikrofon durch laute - zum Teil arbeiterfeindliche, gegen Kohlebaggerfahrer gerichtete - Parolen über Megafon zu verhindern. Diese undemokratische Methode kam allerdings bei vielen Umstehenden nicht gut an und sie wurden von ihnen genauso wie von Rednern am offenen Mikrofon aufgefordert, auf Augenhöhe zu diskutieren.

 

Als sich der anschwellende Zug schließlich in Bewegung setzte, wurde bald deutlich, welche absolute Minderheitenposition die aggressiv antikommunistisch auftretenden Kräfte bilden. Es gab ein riesiges Interesse an den Positionen und Literatur der MLPD sowie Offenheit für die sozialistische Perspektive.

 

Das ganze Spektrum der Umweltfragen wurde von den Teilnehmern mit Schildern und Transparenten in die Demonstration gebracht. Keineswegs nur die Klimafrage spielte hier eine Rolle. Zum Beispiel auch die Umweltzerstörung durch Krieg, die Massentierhaltung und der gemeinsame Kampf um Arbeitsplätze und Umwelt - unter anderem von einer Delegation von und-Arbeiterinnen und -Arbeitern. Auf ihrem Transparent stand "Profitwirtschaft zerstört Arbeitsplätze und Umwelt".


Schüler und Jugendliche aller Altersgruppen, Eltern, einige Lehrerinnen und Lehrer, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter und viele andere, junge und alte Menschen.



Alle Parteien hatten zu der FFF-Demo aufgerufen, aber nur die MLPD und die Jusos haben mit Fahnen Flagge gezeigt.

"Oma, was ist ein Eisbär?"

Es gab eine bunte Vielfalt selbst gemachter phantasievoller Transparente und Schilder - z. B.: “Oma, was ist ein Eisbär?", „Es gibt keine Grauzone, wenn es ums Überleben geht!“, „Früher war der Fisch in der Packung, heute ist die Packung im Fisch“. Oder auch „the hole damn system is wrong". Dass die FFF-Bewegung kapitalismuskritisch bleiben soll, stieß auf breite Zustimmung. Unser Flyer wurde von der überwiegenden Mehrheit gerne mitgenommen.

Viele engagierte Redebeiträge

Es gab allerdings auch einige antikommunistische Ausfälle vorwiegend von älteren Demo-Teilnehmern, die aber völlig untergingen. Es gab ein offenes Mikrofon und jeder konnte sprechen. In vielen engagierten Beiträgen haben Jugendliche ihrer Sorge um die Zukunft Ausdruck gegeben. Bei vielen stand aber das eigene Verhalten im Mittelpunkt. Eine Gruppe junger Musiker von der Universität Witten-Herdecke rief mit der Melodie von Bella Ciao mit einem eigenen Text gegen den Braunkohleabbau zum Widerstand auf.

 

Aus der Vertrauenskörperleitung der ZF Witten überbrachte ein Kollege die Grüße der Lehrwerkstatt und betonte die Einheit der Arbeiter- und der Umweltbewegung. Darüber finde unter den Kollegen eine intensive Diskussion statt. Achim Czylwick sprach für die MLPD und ihren Standpunkt. Er stellte den konsequenten Kampf gegen die kapitalistische Profitwirtschaft in den Mittelpunkt und betonte, dass sich die FFF-Bewegung nicht von den Verursachern der Umweltkrise vereinnahmen lassen darf. Mit ihnen kann die drohende Umweltkatastrophe nicht verhindert werden,  sondern nur im aktiven Kampf gegen sie. Das traf auf großen Beifall. Anschließend versuchte einer der "Piraten", vor diesem konsequenten Standpunkt der MLPD zu warnen - der Beifall dafür war mäßig.

Kreisverkehr besetzt

In der anschließenden kämpferischen Demonstration durch die Stadt wurde eine Kreuzung blockiert und anschließend ein Kreisverkehr besetzt. Das war zwar nicht genehmigt, aber entsprach der kämpferischen Stimmung, und wurde von der Polizei auch toleriert.


Auf dem Theaterplatz in Nordhausen startete der Umweltstreiktag mit ca. 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.



In verschiedenen Redebeiträgen wurde die Bundesregierung kritisiert. Wir haben mit Musik und Gesang zu Beginn zu Beginn zur guten Stimmung beigetragen. Unsere Flyer wurden interessiert genommen. Mit Transparent und Fahne waren wir als Kraft, die für einen gesellschaftsverändernden Kampf steht, gut zu erkennen.

 

Bei der Abschlusskundgebung haben wir das Wort bekommen und dabei den Kapitalismus als Hauptübel angegriffen, was lebhaften Beifall auslöste. Insbesondere bei der Würdigung von Karl Marx.


Weit über 1000 Menschen, jung und alt, nahmen an der Kundgebung und der anschließenden Demonstration über die Stadtautobahn/Europaring teil. Eine Vielzahl von Plakaten war sichtbar.



Der Wille, dass alle demokratischen Kräfte an einem Strang ziehen müssen, um gegen die Umweltkatastrophe zu kämpfen, war deutlich spürbar. Die MLPD hat selbstbewusst ihr Transparent und ihre Fahnen getragen. Es gab den "Wunsch" der Demo-"Leitung", dass Parteien nur ein Mal mit ihrem Emblem auftreten. Es gab aber auch keinen weiteren Protest oder Auseinandersetzungen zu unserer Teilnahme mit mehreren Emblemen. Die SPD war auch sichtbar. Die GRÜNEN fehlten, zumindest sah man sie nicht.

 

Unsere MLPD- Vertreterin konnte einen offensiven Beitrag halten. Darin griff sie die Hauptverursacher der Umweltkatastrophe an, die Monopole, darunter die Autoindustrie wie z. B. VW. Sie betonte die Notwendigkeit der überparteilichen Zusammenarbeit in der FFF-Bewegung auf antifaschistischer Grundlage und swe Kapitalismuskritik in der FFF-Bewegung. Es gab dazu sehr große Zustimmung der Zuhörerinnen und Zuhörer. Die Aussage im Beitrag, dass eine grundlegende gesellschaftliche Veränderung, der Sozialismus, erst alle Umweltprobleme lösen kann, regte viele zum Nachdenken an.

 

Aus den Betrieben waren zumindest als Delegationen keine Teilnehmer sichtbar. Da gilt es sicher eine Schippe zuzulegen.

Die Demo rief:
"Streik in der Schule, Streik im Betrieb. Das ist die Antwort auf eure Politik."




Die FFF-Demo war riesig, sicherlich 7.000 bis 8.000, es gab noch keine offiziellen Zahlen.



Nach Auseinandersetzungen im Vorfeld mit dem Orga-Team über die aggressiven Angriffe beim letzten Mal und die Rechtslage, konnten MLPD und REBELL diesmal unbehindert auftreten. Wir wurden lediglich zu Beginn durch die Organisatoren darauf hingewiesen, dass wir "eigentlich unerwünscht" sind.

 

Bei den Teilnehmern und Teilnehmerinnen überwog die antikapitalistische Haltung. Viele nahmen unseren Flyer und stimmten zu, dass es nicht reicht, bei sich selber anzufangen, sondern die Großkonzerne die Hauptverursacher sind und der Kapitalismus überwunden werden muss.

 

Es gibt eine ganze Reihe neuer REBELL-Kontakte. Zwei Jugendliche trugen sofort das REBELL Transparent. Klasse war, das diesmal eine Delegation von VW-Kollegen mit Transparenten da war (siehe Photo), ebenso Vertreter der IGM-Ortsverwaltung und von ver.di. Man sah immer wieder IG-Metall-Fahnen. Gegen Mittag kamen immer mehr Erwachsene dazu, wahrscheinlich in ihrer Mittagspause.


In Hannover waren heute mehr als 30.000 Menschen auf der Straße.



Aus fünf Richtungen wurde in die Innenstadt demonstriert. Das waren weit mehr als die 8000, die die Veranstalter erwartet haben. Hier kommt das gewachsene Umweltbewusstsein der Menschen zum Ausdruck. Zum Teil wurden Verkehrsknotenpunkte für eine „kurze Mittagspause“ blockiert.

 

Viel diskutiert wurde die Frage, wie es weiter geht. Dass die Demos gut sind, und ein Anfang, aber: das reicht nicht aus. In den Gesprächen zeigte sich zum Teil, das die Monopole mit der Profitwirtschaft als die Hauptursache für die Zerstörung der Lebensgrundlagen gesehen werden. Unser Transparent „Rettet die Umwelt vor der Profitwirtschaft“ fand Zustimmung und wurde oft fotografiert. Aber viele waren sich auch noch nicht sicher wie es weitergehen muss, darüber müssen wir uns weiter beraten.

 

Vereinzelt gab es auch Ordner die wollten das wir das Transparent einrollen, dies haben wir selbstverständlich zurückgewiesen. Auf dem Zuruf: Hört doch auf mit eurer Parteipolitik antwortet ein anderer Demonstrationsteilnehmer: „Ich finde das gut, was die machen.“ Eine VW-Arbeiterin sprach am offenen Mikrophon und kritisierte die kriminellen Machenschaften von VW aber auch, das VW sich mit dem Umstieg auf E-Mobilität jetzt als „Umweltschützer“ aufspielt. Sie sagte es geht VW nur um die Maximalprofite und dafür werden dann auch die Arbeitsplätze abgebaut. In Hannover sollen 5000 Arbeitsplätze wegfallen. Sie forderte die Arbeitszeitverkürzung von 30 Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Wir müssen gemeinsam für Arbeitsplätze und Umweltschutz kämpfen. Dieser Beitrag fand viel Zuspruch bei den umstehenden Demonstranten.


Rund 12.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind dem Aufruf zum Protest- und Streiktag gefolgt und haben sich in Dortmund auf dem Friedensplatz versammelt.



Sie verteilten sich nach der Auftaktkundgebung auf dem Innerstädtischen Wall und bildeten eine pralle Menschenkette. Anschließend ging es zurück zum Friedensplatz. Ganze Schulklassen, Lehrerkolleginnen, Bedienstete der Stadt aber auch sehr viele ältere Erwachsene waren gekommen.

 

Neben vielen bunten selbstgemalten Transparenten und Pappschildern waren auch einzelne Fahnen von ver.di, IG Metall und GEW zu sehen. Nicht zu übersehen waren auch die Fahnen der MLPD, des Jugendverband REBELL, der Linksjugend, vom Frauenverband Courage, der Dortmunder Montagsdemo, von Veganerinnen und Veganern, Umweltverbänden usw.

 

Viele Jugendliche machen sich konkrete aber auch grundlegende Gedanken: Was muss jeder bei sich ändern und was läuft in der Gesellschaft schief. In den meisten Gesprächen war man sich einig, bzw. konnte Einheit darüber erzielen, dass „die Industrie“ der Hauptverursacher für die Umweltzerstörung ist. Viel Unklarheit herrscht über die spalterische Wirkung der Forderung nach einer CO2-Steuer, die auf einem Plakat groß vor der Bühne aufgestellt war. Hier gelang es meist, zumindest Nachdenklichkeit zu erzeugen, dass diese Steuer die breiten Massen zur Kasse bittet und die Monopole schont.

 

Zur gleichen Zeit fand bei TKSE Dortmund eine Belegschaftsversammlung statt, auf der eine Grußadresse an die Demo verabschiedet wurde. Sie wurde auf der Kundgebung auch vorgetragen. Nach der Belegschaftsversammlung kam dann auch noch eine Delegation von TKSE zur Kundgebung mit Schildern, die sie extra in verschiedenen Sprachen für die Demonstration gemacht hatten.

 

Noch vor Beginn der Kundgebung kamen Vertreter des Org-Teams zu den Genossinnen und Genossen der MLPD und forderten sie auf, keine Fahnen zu tragen. Das wurde zurecht abgelehnt. Darauf sprachen sich zwei des Org-Teams mit der Einsatzleitung der Polizei ab. Worum es dabei offensichtlich ging, zeigte sich, als der Demo-Zug loszug. Noch auf dem Friedensplatz versuchten ca. 20 Autonome und „Antideutsche“ mit einem breiten und hohen Transparent „Gegen Antisemitismus“ die MLPD, REBELL und alle die im Umfeld waren, aus der Demo zu drängen. Dabei versuchten sie mit allen Mitteln zu provozieren, die MLPD-Fahne zu klauen, was ihnen aber nicht gelang.

 

Als Genossen der MLPD sich an die Polizei wenden wollten, um ihr Demonstrationsrecht durchzusetzen, war weit und breit keine Polizei zu sehen, auch nicht telefonisch zu erreichen! Das Ganze sah sehr nach einem abgekarteten Spiel zwischen Polizei, Org-Team FFF, Teil der Autonomen und „Antideutschen“ aus. Mit gezielten Provokationen sollte eine „Störung“ der Demonstration herbeigeführt werden, um dann die MLPD, RBELL und andere aus der Demonstration auszuschließen.

 

Doch die Rechnung ging nicht auf. Der Block mit MLPD, REBELL und anderen verhielt sich diszipliniert. Hannes Stockert, Umweltpolitischer Sprecher der MLPD, wies den ungeheuerlichen Vorwurf des Antisemitismus gegenüber der MLPD zurück und entlarvte den Antikommunismus als Motiv für diese Lüge. Verschiedene Redner klärten die Demonstrationsteilnehmerinnen und -teilnehmer über das undemokratische und spalterische Vorgehen der Liquidatoren auf, griffen es an und verteidigten das demokratische Recht, „Flagge zu zeigen.“

 

Viele Demonstrationsteilnehmerinnen und -teilnehmer schüttelten verwundert den Kopf, zeigten kein Verständnis für das Vorgehen der Liquidatoren. Vertreterinnen und Vertreter einer veganen Organisation gratulierten der MLPD extra zu ihrer „Standfestigkeit“. Allerdings war ein Teil auch aufgehetzt und viele verstanden nicht, warum die MLPD sich nicht an das „Fahnen-Verbot“ hielt. Es geht eben nicht nur um ein Stück Stoff, sondern ein grundlegend demokratisches Recht und die gesellschaftsverändernde Perspektive des Umweltkampfes.

 

In den Redebeiträgen und Parolen am offenen Mikrofon stellten die Redner die notwendige Einheit von Arbeiter-, Jugend- und Umweltbewegung gegen die Hauptversacher der Umweltzerstörung, die Monopole und ihre Regierung, in den Mittelpunkt. Redner nahmen die Beschlüsse des Klimakabinetts aufs Korn, „die nicht mal dringend notwendige Sofortmaßnahmen beinhalten, die breiten Massen zur Kasse beten und die Hauptverursacher schonen.“ Neben dem Verteilen von Flyern wurde Werbung für das Buch „Katastrophenalarm“ gemacht und zu einer Studiengruppe dazu eingeladen, Parteiprogramm gegen Spenden verteilt und neue Kontakte gewonnen.


In drei starken Demo-Zügen zogen die Demonstrantinnen und Demonstranten lautstark sicht- und hörbar erfreut über die große Teilnehmerzahl, aus den Stadtteilen in die Innenstadt.



Die Gewerkschaften hatten für den Treffpunkt "Kernerplatz" aufgerufen. Hier beteiligten wir uns auch von der MLPD und vom Jugendverband REBELL schwerpunktmäßig. Neben unserem Transparent "Rettet die Umwelt vor der Profitwirtschaft" und den Organisationsfahnen hatten wir viele schön gestaltete Schilder dabei - mit konkreten Forderungen des Sofortprogramms, aber auch zu Brennpunkten der Auseinandersetzung wie zur CO2-Steuer.

 

Der REBELL hatte ein großes Transparent getragen "Entweder der Kapitalismus stirbt oder die Mutter Erde – REBELL! Unsere Lautsprecheranlage mit offenem Mikrofon, mit Liedern und Parolen trug in unserem Abschnitt sehr zur kämpferischen Demo bei. Es wurde auch von Jugendlichen viel genutzt für Statements oder auch Parolen und Lieder. Das regte auch an, die Strategiedebatte über Weg und Ziel der Bewegung zur Rettung der natürlichen Lebensgrundlagen zu führen.

 

Bei den Jugendlichen, die teilweise zum ersten Mal dabei waren, herrschte vielfach die Meinung vor, dass das Wichtigste sei, dass man selber sein Leben umstellt und die Welt verändert wird, wenn das alle tun. Gleichzeitig waren aber die meisten auch kapitalismuskritisch. Sehr wichtig waren die Beiträge von Daimler-Kollegen, von ver.di, und von der Internationalen Automobilarbeiterkonferenz die deutlich machten, dass Arbeiter- und Umweltbewegung noch mehr und besser zusammenarbeiten müssen und sich dafür auch verändern müssen.

 

In diesem Zusammenhang wurde immer wieder die Forderung nach einem Streikrecht aufgestellt, dass es erlaubt auch in solchen existentiellen Fragen zu streiken. Die Kundgebungsreden auf dem Schlossplatz waren ausgerichtet auf die Durchsetzung des Pariser Kliamabkommens und auf die Vereinbarkeit von Ökonomie und Ökologie im Kapitalismus. Anderererseits wurde darauf hingewiesen, dass das, was man von den Ergebnissen des Klimakabinetts weiß, keinesfalls ausreichen wird und dass der Protest intensiviert weitergeführt werden muss. 2.400 der neuen MLPD-Flyer konnten verteilt werden. Viele Gespräche wurden beim Verkauf des Buches "Katastrophenalarm!" geführt.


In Freiburg fand mit 30.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die größte Demo in Baden Württemberg statt.



Es gab Delegationen von Pflegebeschäftigten, Kitaerzieherinnen, Schulklassen mitsamt Lehrerinnen und Lehrern. Die Belegschaft der „ Stromrebellen“ in Schönau verband die Teilnahme mit einem Betriebsausflug. MLPD und Jugendverband REBELL liefen im antikapitalistischen Block und beteiligten sich dort prägend mit Beiträgen am offenen Mikrofon und am Rufen von Parolen. Sehr gefreut haben wir uns über die Teilnahme kurdischer Aktivisten, die die Umweltpolitik in Rojava propagierten.

 

Nachdem es bei der letzten Friday-for-Future-Demo im Juli ausgehend von den Organisatoren aggressive Sprechchöre und eine gewalttätige Attacke gegen unsere Fahnenträger gab, wurde das „Fahnenverbot“ diesmal bereits im Vorfeld aufgehoben. Mit ein Erfolg unseres offenen Briefes an das Orga-Team. Stattdessen wurde die „Regel“ aufgestellt, dass keine Flyer von Parteien verteilt und keine Transparente mit Parteilogo mitgeführt werden dürften.

 

Wir hielten stolz unser neues Transparent und bewarben offensiv unser neues Faltblatt. „Friday for Future – Flagge zeigen für weltweiten Widerstand!“ Manche reagierten mit Daumen hoch. Die Flyer gingen weg wie nix und wurden oft sofort gelesen, kein Ordner griff ein, ablehnende Reaktionen waren die Ausnahme.

 

Der REBELL warb für sein Klimacamp im Oktober und gewann neue Kontakte, auch zu Vertreterinnen und Vertretern anderer Jugendorganisationen.


In Friedrichshafen am Bodensee fand ebenfalls eine große FFF-Demonstration mit Kundgebung am See statt.



Laut Veranstalter waren es 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, mit 1000 hatten sie gerechnet. Auffallend war, dass etwa die Hälfte der Menschen mittleren oder höheren Alters waren. Einzelne Gruppen aus Betrieben liefen ebenfalls mit.

 

Von der MLPD verteilten wir die aktuellen Flyer und Flugblätter, von denen einige genommen wurden. Diesmal wurden wir dabei von den Ordnern nicht behindert.

 

Es gab einige Gespräche vor allem mit Jugendlichen, die sehr aufgeschlossen waren. Ein wichtiger Diskussionspunkt war dabei, dass die Hauptverursacher, die Konzerne und Banken ins Visier genommen werden, statt die Menschen insgesamt mit ihrem Konsumverhalten für die dramatische Umweltzerstörung verantwortlich zu machen.

 

Bei der Schlusskundgebung wies der Versammlungsleiter gleich zu Beginn darauf hin, dass hier auch Parteien mit Fahnen auftreten, die die Bewegung für sich „instrumentalisieren“ wollen und bekräftigte, dass bei FFF keine Parteien geduldet werden. Er nannte unter anderem Die Grünen, aber die MLPD nicht beim Namen obwohl sie angeblich bundesweit von FFF-Aktivitäten ausgeschlossen wurde.

 

Die Redner zählten einige Erscheinungen der Umweltzerstörung auf, wie die Brandrodung am Amazonas; der Hauptakzent lag jedoch darauf, dass die Menschen ihr Konsumverhalten ändern müssten. „Wir sind schuld daran, dass der Amazonas brennt, weil wir zu viel Fleisch essen.“ Und sie sollten auch keine Autos mehr kaufen und fahren. Außerdem orientierten sie auf Wahlen und darauf, dass die bürgerlichen Politiker endlich eine umweltfreundliche Politik machen, Klimaschutzprogramme durchsetzen und die Umstellung auf erneuerbare Energien realisieren sollen. Die heute beschlossene CO²-Bepreisung von 26 Euro war ihnen deutlich zu wenig.

 

Die nächste FFF-Demonstration findet nächsten Freitag, 27. September, in Ravensburg statt.


Mit bis zu 100 Teilnehmerinnen, Teilnehmern, Besucherinnen und Besuchern von Offenbach über Jena, Weimar usw. wurde ein überparteilicher, bunter und lauter Protest gegen die weltweite Zerstörung unserer Lebensgrundlagen durchgesetzt.



Es sprachen der Stadtrat des Eisenacher Aufbruch Thomas May, der Direktkandidat von Bündnis90/Die Grünen, Robert Kirchner, der Direktkandidat des Internationalistischen Bündnisses Fritz Hofmann, DR. Johannes Hanel (Wartburg International Scool), Traudel König für die MLPD sowie mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Spontan gab es eine Musikdarbietung von drei Streichern, die vom ACHAVA-Straßenfest kamen (Jüdische Festwoche in Eisenach).

 

Skandalös war das Verhalten der Polizei, die nach ca. 30 Minuten die Kundgebung auflöste, und uns an den „angemeldeten“ Kundgebungsplatz am anderen Ende der Fußgängerzone verwies.

 

Trotz Desorganisation, sprich: keine Anmeldung der Aktion durch BUND und Grüne und Medienboykott, sowie dem Boykott der Stadtverwaltung – wohl gemerkt: unter einer Oberbürgermeisterin der Linkspartei, die dem Internationalistischen Bündnis den Marktplatz nicht für eine Kundgebung zum Weltklimastreiktag genehmigte, wurde die Aktion ein großer Erfolg, gerade durch die vielfältige und breite Beteiligung.

 

Fritz Hofmann, Betriebsrat bei Opel, protestierte gegen die Kriminalisierung, die schon die Friedensdemo gegen den Krieg der Türkei gegen Êfrin im Februar 2018 mit einem Strafbefehl über 400 Euro belegte.

 

Die Kinder vom Jugendverband REBELL und der Kinderorgansiation ROTFÜCHSE vertrieben Aufkleber „System-Change – not climate change“ und „Rettet die Umwelt vor Profitwirtschaft“ für 16 Euro Spenden! Zwei Kinder, zirka vier Jahre jung, erklärten, warum sie hier sind, und welches Plakat sie gemalt haben: „Der Wald und die Bienen müssen gerettet werden!“.

 

Fahnen und Plakate der Internationalistischen Liste/MLPD, des REBELL und des Eisenacher Aufbruch, sowie eine IG-Metall-Fahne und viele selbst gemalte Schilder von Kindern und Jugendlichen waren dabei. Darum entzündete sich im Nachgang eine heftige Debatte ausgehend von Vertretern der Grünen, die keine Parteifahnen bei den Aktionen dulden wollen.

 

Ihr Argument ist eine angebliche „Dominanz der MLPD“ und eine angebliche „abschreckende Wirkung“ auf die Bevölkerung. Hintergrund ist jedoch die Wirkung des Antikommunismus und die misslungene Vereinnahmung der Umweltbewegung für einen „Grünen“ Wahlkampfauftritt.

 

Die Masse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hat sich den bunten und vielfältigen Protest zum Weltklimastreiktag nicht nehmen lassen.


Zum größten Massenprotest seit Jahrzehnten kamen Menschen in der nördlichsten Landeshauptstadt Deutschlands zusammen.



Fünf vor zwölf begann in Kiel die Massendemonstration auf dem Rathausplatz. 7000 Menschen waren angemeldet – mit über 16.000 wurde die Zahl weit übertroffen. Jung und alt, aus Schulen, Verwaltung und Betrieben waren dort.

 

Gleich zu Anfang wurde wir vom Anmelder darauf angesprochen, dass Parteifahnen und Symbole unerwünscht seien. Angesichts unseres ruhigen und sachlichen Auftretens holte er hilflos die Polizei. Doch unserer klaren Kenntnisse über die rechtliche Situation führte auch bei ihnen nach Rückfragen bei der Einsatzleitung zu keinem Eingreifen.

 

Mehrfach wurden wir noch von Ordnen angesprochen, was eher größeres Interesse an unserer Position hervorrief. In vielen Gespräche über den weiteren Weg des Kampfes gegen die drohende Klimakatastrophe lernten junge Umweltkämpfer zum erstenmal die Ansichten der Marxisten-Leninisten kennen. Die Demonstration über den Theodor-Heus-Ring, den meist befahrenen und umweltbelasteten Verkehrsweg, hatten die jungen Umweltkämpferinnen und Umweltkämpfer zuvor der Stadt auf gerichtlichem Wege abgetrotzt.

 

Zwei Tage zuvor, am Mittwoch, an einem Stand in der Innenstadt, wo zeitgleich auch der BUND mit einer kleinen Menschenkette auftrat, kam es zunächst zu einem scheinbar unüberbrückbaren Gegensatz: „Die Führung des BUND hat den Gruppen ein gemeinsames Auftreten mit Parteien untersagt, sie müssten die Überparteilichkeit einhalten.“1

 

Selbstbewusst konnten wir die Differenzen klären und waren uns zuletzt einig, der offene Meinungsstreit im respektvollem Umgang belebt und festigt die Kampfeinheit für die Rettung der Umwelt.


Die Demo war mit ca. 2.000 Leuten sehr groß.



Es war ein breites Bündnis aus Schülerinnnen, Schülern, Jugendlichen, Gewerkschaften und vielen anderen. Unter anderem war ein komplettes Gymnasium dabei - mit ca. 500 Schülerinnen und Schülern.

 

Bei den Gewerkschaftern waren nicht so viele Arbeiterinnen und Arbeiter dabei. Vor allem waren es Lehrerinnen und Lehrer. Es hat eine „Klima-Band“ gespielt. Die MLPD konnte ungehindert ihre Flyer verteilen.


2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, überwiegend Schülerinnen und Schüler, aber auch viele Eltern und Ältere, waren dem Aufruf der Bewegung Fridays for Future gefolgt.



Aus sämtlichen Hagener Ratsparteien liefen Politiker mit. Aber keiner zeigte Flagge, im wahrsten Sinne des Wortes. Anders dagegen die MLPD und der Jugendverband REBELL. Nahezu 600 Flyer wurden verteilt. Mit Ausgrenzungsversuchen von Ordnern und Polizei kamen sie nicht durch. Unser Eindruck: viele Jugendliche beginnen zu spüren, das die FFF-Bewegung vor den Karren der Grünen und anderen Monopolparteien gespannt werden soll.

 

Die Kapitalismuskritik vieler junger Teilnehmerinnen und Teilnehmer war sehr ausgeprägt. Einige trugen sich beim REBELL ein, und möchten zur Umwelt AG eingeladen werden.


Etwa 900 Menschen, sehr viele Schülerinnen und Schüler und eine ganze Reihe Erwachsener waren um 11.30 Uhr nach Villingen zum Protest- und Streiktag der Fridays-for-Future-Bewegung gekommen.



Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Betrieben haben Gleitzeit oder Überstundenabbau genommen. Die Gewerkschaftsführung rief dazu auf, „im Rahmen der geltenden Gesetze“ sich an der Demonstration zu beteiligen – also ohne Streik.

 

Für den Umweltkampf gibt es ja kein Streikrecht. Bei der Schlusskundgebung in Villingens Mitte forderte ein älterer Redner dazu auf, den Kapitalismus demokratisch zu gestalten. Der Sozialismus sei ja gescheitert. Die Organisatoren verteilten „Rote Karten“, die an die Kanzlerin geschickt werden sollten.

 

Diese Ausrichtung der Demonstration auf „Reformierung“ des Kapitalismus machte sich auch daran bemerkbar, dass die Verteiler des Flugblatts „Fridays for Future – Flagge zeigen für weltweiten aktiven Widerstand“ massiv am Verteilen gehindert wurden. Die Argumentation, dass sich jeder mit den Positionen der MLPD auseinandersetzen können muss, wurde schlicht nicht akzeptiert.

 

„Keine Flyer, keine Fahnen“ - diese Ausrichtung wurde strikt durchgesetzt. Die Polizei, die auf unsere Rechte hingewiesen wurde, griff nicht ein, schützte uns aber auch nicht vor den Belästigungen. Jeder Verteiler wurde von mindestens vier Personen, Jugendlichen und Erwachsenen, abgeschirmt, so dass ein Verteilen an die Teilnehmer der Demonstration unmöglich war. Jugendlichen wurde direkt verboten, den Flyer zu nehmen. Die Ordner behaupteten, wir würden die Bewegung zerstören. Das ist eine neue Qualität im Auftreten der Ordner gegenüber den Flugblattverteilern.

 

Eine ganze Reihe stimmte uns zu, dass die Konzerne hier bestimmen, nicht die Regierung. Einer meinte auch, dass die FFF-Bewegung von den Herrschenden für ihre Politik instrumentalisiert würde. Das Interesse am Flyer zeigt, dass die Umweltfrage immer mehr Menschen berührt. Sie wollen sich damit auseinandersetzen, was der richtige Weg ist.


900-1000 Menschen - jung und alt - beteiligten sich am Protest-und Kampftag heute, an der Kundgebung und Demonstration in Göppingen.



So viele waren es noch nie. Im Mittelpunkt der Diskussionen: "Kampf gegen Banken und Monopole". Der neue Flyer der MLPD wurde breit verteilt und es konnten einige Gespräche geführt werden.

 

Und mancher staunte, als er erfuhr, wie lange sich die MLPD den Kampf für Umweltschutz auf ihre Fahnen geschrieben hat. Auch wurden wir aufgefordert, unsere Fahne einzurollen, was wir natürlich nicht taten. Und am Mikrophon wurde darauf hingewiesen, dass die MLPD was verteile;  die Partei gehöre aber nicht dazu. Gegen unser Auftreten könne man aber nichts machen.

 

Was wir natürlich ausnutzten und vermehrt Gespräche führen konnten. Natürlich gehören wir dazu! Konsequent treten wir für die Rettung unserer Umwelt vor der kapitalistischen Profitwirtschaft ein.


Aus Anlass der großartigen, überwältigenden solidarischen Unterstützung, die am 21. August 2019 zum Freispruchs des Straßenbahnfahrers Frank Oettler aus Halle führte, laden seine Unterstützerinnen und Unterstützer zu einem Fest der Solidarität mit Frank Oettler gegen rechts.



Zum Stand der Gerichtsverfahren gegen den Antifaschisten und Ver.di Vertrauensmann, dem Straßenbahnfahrer und stadtbekannten Marxisten-Leninisten Frank Oettler:

 

In Sachen Strafbefehl in Höhe von 2400 Euro gegen den Straßenbahnfahrer Frank Oettler haben wir am 21. September 2019 einen Freispruch errungen. Wir müssen aber der Tatsache Rechnung tragen, dass die Staatsanwaltschaft Halle kurz darauf Rechtsmittel gegen das Urteil einlegte und damit die Rechtskräftigkeit des Urteils verhindert hat, was objektiv einer weiteren Unterstützung der Faschisten gleichkommt.

Zivilverfahren in der gleichen Sache findet statt

Des Weiteren findet am 15. Oktober 2019 in Naumburg vor dem Oberlandesgericht, Domplatz 10, um 11.30 Uhr, ein Zivilverfahren in gleicher Sache statt. Die Richterin Claudia Milferstedt-Grubert vom Landgericht Halle hat Frank Oettler unter Androhung einer Geldstrafe bis zu einer viertel Million Euro bzw. bis zu zwei Jahren Haft verboten, weiterhin den Neonazi S. Liebich als Faschisten zu bezeichnen und die Öffentlichkeit über dessen braune Vergangenheit und seine Verbandlungen mit Leuten aus dem faschistischen NSU und mit Teilen des Staatsapparates, allen voran mit dem Amt für Verfassungsschutz, aufzuklären. Um das skandalöse Urteil zu Fall zu bringen, fordern wir alle demokratisch gesinnten Leute, alle Antifaschisten über weltanschauliche Grenzen hinweg auf, Frank und seinen Rechtsanwalt im Gerichtssaal in Naumburg solidarisch zu unterstützen.

Herzliche Einladung

Alle Kolleginnen und Kollegen, Unterstützerinnen und Unterstützer, Freundinnen und Freunde, alle antifaschistisch und demokratisch gesinnten Leute sind recht herzlich zum Fest der Solidarität eingeladen. Es warten Musik, Tanz, kulturelle Einlagen und leckere Speisen und Getränke.

 

Wie unter Arbeitern, Angestellten und einfachen Leuten immer mehr üblich, organisieren wir unsere Feiern selber, ohne von Organisationen oder Einzelpersonen abhängig zu sein. Deshalb bringt bitte etwas mit: Kuchen, Salate, Wurst oder Käseplatten, kleine kulinarische Leckerbissen, Würstchen Bouletten, Knabberzeug, usw.

Wann und wo?

Das Fest findet am 16. November 2019, ab 15.30 bis 19.30 Uhr im FAZ, Geiststraße 29, 06108 Halle an der Saale statt.


Das antifaschistische Bündnis Essen stellt sich quer gibt folgendes bekannt:



„Beamt*innen der Polizei waren nicht berechtigt Fotografien von Versammlungsteilnehmer*innen einer Demonstration des Bündnisses Essen stellt sich quer in Essen-Steele anzufertigen und auf Facebook und Twitter zu veröffentlichen.

 

Ein entsprechendes Urteil des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen wurde gestern, 17. September, auch vor dem Oberverwaltungsgericht Münster bestätigt. Zuvor war die Polizei gegen das erstinstanzliche Urteil vorgegangen und berief sich auf das Kunsturhebergesetz. Die Richter*innen des OVG bestätigten jedoch die Auffassung des Bündnisanwalts Dr. Jasper Prigge.

Jede Form von polizeilicher Bildanfertigung kann Menschen von der Teilnahme an Versammlungen einschüchtern oder abschrecken

Christian Baumann vom Bündnis Essen stellt sich quer dazu: ‚Das Gericht hat uns bestätigt, dass jede Form von polizeilicher Bildanfertigung Menschen von der Teilnahme an Versammlungen einschüchtern oder abschrecken und sie damit letztlich in ihrer Versammlungsfreiheit einschränken kann.‘

 

Das Gericht bekräftigte in der mündlichen Verhandlung, dass nicht die Art und Weise der Bilder entscheidend sei. Vielmehr begründe die bloße Möglichkeit der Anfertigung von Aufnahmen der Demonstrierenden einen nicht zu rechtfertigenden Eingriff in das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit (Art. 8 Abs. 1 GG)

Urteil stärkt die Versammlungsfreiheit

Baumann abschließend: ‚Dieses Urteil stärkt die Versammlungsfreiheit, nicht nur in Essen, sondern aufgrund der grundsätzlichen Bedeutung generell. Teilnehmende einer Versammlung müssen nicht fürchten durch die bloße Teilnahme polizeilich gespeichert zu werden. Das Urteil ist so gesehen eine Einladung an alle Menschen, vorbehaltslos an Versammlungen und Demonstrationen teilzunehmen und ihr Grundrecht wahrzunehmen.‘

 

Gegen das Urteil kann das Land NRW noch in Revision vor das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gehen.“


Edithluz I. Castro Muñoz, Präsidentin der Assoziation der kämpferischen Frauen in Peru (ASOCIACIÓN DE DEFENSA DE MUJERES LUCHADORAS DEL PERU, Assoziation der kämpferischen Frauen in Peru) und Basilia Yanqui Flores haben ihre Teilnahme am 12. Frauenpolitischen Ratschlag in Erfurt vom 1. bis 3. November 2019 und an dem zuvor stattfindenden Weltkoordinatorinnentreffen zur Vorbereitung der nächsten Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen zugesagt.



Um ihre Reise und ihren Aufenthalt finanziell zu ermöglichen, lädt die Couragegruppe Stuttgart zu einem peruanischen Abend mit Sponsorenessen ein. Er findet statt am Samstag, dem 21. September 2019, in Stuttgart Feuerbach, Freies Musikzentrum, Stuttgarter Straße 15, Beginn 18.00 Uhr. Alle sind herzlich eingeladen zu gutem Essen, Kultur und Informationen über die Gastfrauen, ihre Aktivitäten und ihr Land Peru.

 

In ihrem Brief berichtet uns Edithluz, dass sie darum kämpfen, ihre Organisation „Assoziation der kämpferischen Frauen in Peru“ im ganzen Land aufzubauen. Bisher sind sie auf regionaler Ebene an verschiedenen Stützpunkten im Norden und im Süden tätig. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit sind aktuell der Einsatz für die Verbesserung der Infrastruktur von einem Kinderheim in Zentrum von Pucallpa, das Eintreten für die Verbesserung der Ernährung in den Kindertagesstätten und ein Workshop für die Verbesserung des Kaffee- und Kakaoanbaus.

 

Sie beendet ihren Brief mit: „Für Basilia und mich ist es eine Ehre, Teil dieser Weltfrauenkonferenz zu sein, um Erfahrungen auszutauschen und Akteurinnen (Mitarbeiterinnen) zu sein, für eine Sache, die sich für die Rechte und Interessen der Frauen einsetzt.“




Vergangene Woche demonstrierten im indischen Bundesstaat Karnataka Hunderte Textilarbeiterinnen vor dem Arbeitsministerium für die Erhöhung des staatlich festgesetzten Mindeslohns. In dem Bundesstaat sind rund 400.000 Menschen in der Textilindustrie beschäftigt. Rund 85 Prozent davon sind Frauen. Textilarbeiter erhalten nur den Mindestlohn, der eigentlich alle paar Jahre angepasst werden sollte. Die letzte Erhöhung liegt jedoch schon 6 Jahre zurück.


Vor dem Congress Zentrum auf der Erfurter Messe, in dem die Konferenz der Thüringer Betriebs- und Personalräte tagte, luden wir -Genossinnen und Genossen der MLPD und eine Rebellin - mit dem Flugblatt „Katastrophenalarm!“ die Betriebs- und Personalräte ein, sich am Protest- und Streiktag am 20. September gegen die drohende Umweltkatastrophe zu beteiligen.



Wir schlugen auch vor, die Lösung der Umweltfrage zum Thema auf der Konferenz zu machen, denn es ist wichtig, dass auch in den Betrieben und Gewerkschaften die Umweltfrage diskutiert wird und dort Initiativen zur Rettung der Umwelt ergriffen werden.

 

Wir trafen auf eine große Aufgeschlossenheit und kamen mit einzelnen Betriebsräten auch kurz ins Gespräch. Auf die Ansprache: „Kampf für Arbeitsplätze und Umweltschutz“ gab es meist zustimmendes Kopfnicken. Ein Kollege sagte auch, dass Arbeitsplätze ja nichts mehr bringen, wenn die Umwelt total kaputt ist.

 

In den Gesprächen ging es auch um den katastrophalen Zustand des Thrüringer Waldes. Hier wurde der Borkenkäfer von einem Kollegen als Schuldiger ausgemacht. Tatsächlich hat der Borkenkäferbefall des Thüringer Waldes gegenüber dem Jahr 2018 um das 46fache zugenommen. Aber der extreme Borkenkäferbefall ist nicht die Ursache, sondern eine Folge der Klimaerwärmung und der damit einhergehenden extremen Trockenheit in diesem und im letzten Sommer. Nur mit der sofortigen radikalen Senkung des Ausstoßes von Treibhausgasen kann der Klimaerwärmung entgegen gewirkt.

 

Unser Plakat „Gewerkschaften als Kampforganisationen, statt C0-Management“ forderte auch zu Kommentaren heraus. Ein Kollege griff die Losung auf und sagte: „Wir arbeiten daran“ oder „Ja, das müssen die Gewerkschaften werden - Kampforganisationen.“

 

Die Veranstalter der Konferenz fühlten sich offenbar durch das Auftreten der MLPD gestört und riefen die Polizei. Wir ließen uns nicht einschüchtern und verteilten unser Flugblatt bis zum Beginn der Konferenz.

 

Die Konferenz, die vom Thüringer Arbeitsministerium organisiert war, stand unter dem Motto: „Gesellschaftliche und soziale Verantwortung!“ Fritz Hofmann, Betriebsrat bei Opel Eisenach, der an der Konferenz teilnahm, kritisierte gegenüber Rote Fahne News, dass in der Konferenz die Lösung der Umweltfrage überhaupt kein Thema war und dass die MLPD, die berechtigt zu diesem Thema Stellung nimmt, auch noch verjagt werden sollte.

 

Es gab in der Konferenz wichtige Debatten über den Umgang mit Rassismus und AfD-Anhängern in Betrieben und Gewerkschaften. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass zur AfD und ihren Funktionären ein klarer Trennungsstrich bis hin zum Ausschluss aus den Gewerkschaften gezogen werden muss, dass aber um unzufriedene Wähler der AfD gekämpft werden muss. Eine Kollegin berichtete, dass sie Anhänger der AfD zum Nachdenken brachte, indem sie grundsätzlich den Klassengegensatz zwischen „Arbeit und Kapital“ darlegte und dass wir Arbeiterinnen und Arbeiter zusammenhalten müssen.

 


Laut Bundesamt für Justiz ist die Zahl der VW-Dieselkäufer, in deren Namen über das Recht auf Schadensersatz wegen der kriminellen Manipulation der Abgase verhandelt wird, seit 28.August von 430.000 auf 438.000 gestiegen.



Das Verfahren vor dem Oberlandesgericht Braunschweig beginnt am 30. September.

 

Im Zusammenhang damit droht der BRD auch eine Flut von Staatshaftungsklagen von VW-Besitzern, die der Bundesregierung vorwerfen, beim Dieselskandal Beihilfe zum Betrug geleistet zu haben. (aus StZ 16.9.)


Mit 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern – davon ca. ein Drittel Erwachsene – war die Demonstration die bisher größte FFF-Demo in Solingen.



Die Mehrzahl waren Schülerinnen und Schüler, auch auffällig viele erst 11- bis 13-jährige. Im Unterschied zu den ersten Demos gaben die Schulen offenbar mit vorgelegten Entschuldigungen großzügig frei. Auch ganze Kindergartengruppen waren mit liebevoll selbst gemalten Schildern der Kinder anwesend. Einen großen Block stellten auch junge Mütter und Väter mit Babys im Arm oder im Kinderwagen. Die Stadtverwaltung stellte es den Abteilungsleitern frei, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Teilnahme zu ermöglichen. Leider haben die Gewerkschaften in den Betrieben kaum mobilisiert. Nur aus einem Betrieb war eine kämpferische Delegation vertreten, die mit einem schönen Schild Aufsehen erregte.

 

Neben vielen Schildern und Transparenten von verschiedenen Organisationen wie Attak, SDAJ, REBELL, IG Metall, ver.di, DGB, Naturfreunde, traten die MLPD und die ÖDP als einzige Parteien mit Schildern auf. Die MLPD verteilte breit die aktuellen Flyer. Im Unterschied zu bisherigen Demos war das Auftreten der MLPD weitgehend unbehelligt. Lediglich einige Erwachsene störten sich daran, dass wir als Partei auftraten. Bei manchen von ihnen konnten aber die Kritiken daran entschärft werden: "Wozu sind denn Parteien da, wenn nicht dazu, dass sie offen Flagge zeigen und ihre politischen Vorschläge bekannt machen? Die revolutionäre Alternative muss ein unverzichtbarer Teil des demokratischen Entscheidungsprozesses sein."

 

Vor allem von den Schülern wurden die Flyer mit großem Interesse genommen. Höchstens 10 Prozent der Teilnehmer - meist Erwachsene - lehnten ab. Es gab viele vertiefende Diskussion: "Wow, die MLPD!" sagte erstaunt eine junge Frau. Warum sie so überrascht sei? “Ich bin gegen radikale Lösungen." Ob sie eine andere habe? "Ehrlich gesagt nein."

 

Andere waren begeistert von einer „radikalen Alternative". Auch Mitglieder und Anhänger der Linkspartei begrüßen ausdrücklich unser offenes revolutionäres Auftreten und beklagten die Entwicklung und Rolle ihrer Partei. "Dann muss du die Partei wechseln und zu uns kommen!" Ernsthaftes Nachdenken …

 

Insgesamt trug die Demonstration zur Bekanntheit der MLPD vor allem unter Jugendlichen bei. Einige Adressen wurden gesammelt und Parteiprogramme wechselten die Besitzer. Insgesamt ein wichtiger Erfolg für die Breite und zunehmend auch gesellschaftsverändernde Perspektive dieses Protest- und Streiktags - und eine klare Niederlage für die natürlich auch anwesenden modernen Antikommunisten, die sich aber keine offenen Angriffe auf uns trauten.


In Bochum nahmen heute mehr als 8000 Teilnehmerinenn und Teilnehmer an der Demonstration zum Streik- und Aktionstag von "Fridays for Future" teil.



Auffallend war die sehr breite Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Viele Kinder und Jugendliche kamen mit selbst gemalten Schildern und Transparenten wie: "Opa was ist ein Schneemann?", oder: "Das ist nicht die Zukunft, die ihr uns versprochen habt" oder "Die Dinos dachten auch, sie hätten noch Zeit". Aus den Betrieben von Opel, TKS und Verwaltungen der Uni, Bundesknappschaft, Stadtverwaltung, und Initiativen bis hin zum Fahrradladen nahmen Kollegen teil. Auch die "Omas gegen rechts", waren da.

MLPD und REBELL ergriffen die Initiative

Die MLPD und der REBELL ergriffen gleich zu Anfang die Initiative auf dem Platz mit einem offenen Mikrofon. Arbeiterdelegationen überbrachten ihre solidarischen Grüße; Schüler und Studenten hielten Redebeiträge oder wurden interviewt. Annegret Gärtner-Leymann sprach für die MLPD. Sie griff vor allem die Politik der Bundesregierung und der Monopole an, die den Umweltschutz auf die Arbeiter und Angestellten abwälzen will und sich auf die Erreichung der völlig unzureichenden Pariser Klimaziele beschränkt und die Monopole als Hauptverursacher aus dem Schussfeld nimmt. Die MLPD ist für radikalen Umweltschutz auf Kosten der Verursacher.

Kampf für Arbeitsplätze und Umweltschutz ist der richtige Weg

Kollegen von Opel stellten den gemeinsamen Kampf in den Mittelpunkt und kritisierten, dass die Automobilkonzerne sich mit der E-Mobilität einen angeblich umweltfreundlichen Anstrich geben wollen, aber vor allem am Individualverkehr festhalten um so weiter ihre Profite machen zu können. Stahlarbeiter der Vertrauenskörperleitung von tkse zitierten aus einer Erklärung zum 20. September: "Wir wollen uns konkret dafür stark machen, dass in neue Technologien investiert wird, die die Stahlherstellung so umgestalten, dass sie im Einklang mit der Natur funktionieren kann." Sie betonten, dass der Kampf für Arbeitsplätze und Umweltschutz der richtige Weg ist. Ulrich Achenbach von der Montagsdemonstration Bochum ging auf die weltweiten Waldbrände und den Raubbau an den natürlichen Lebensgrundlagen ein.

 

Die Beiträge und vor allem das Rufen von Parolen wurden begrüßt und viele beteiligten sich. Ein Ordner: "Die machen richtig Stimmung hier".

Aggressive und antikommunistische Stimmungsmache

Gleichzeitig gab es vom sogenannten "Orga-Team" und den "Deeskalationsteams" von Anfang aggressive und antikommunistische Angriffe auf die MLPD und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sie ihr zurechnen. Immer verteidigten wir erfolgreich unsere Fahnen und das Mikrofon. Als wir uns davon nicht haben beeindrucken lassen, und auch unsere Rechte erfolgreich gegenüber der Polizei verteidigten, wollte die Polizei uns nach mehr als der Hälfte der Demonstrationsroute, auf Weisung des Veranstaltungsleiters Manger als Gruppe aus der Demonstration entfernen. Die Begründung dafür war die dreiste frei erfundene Lüge, wir wären handgreiflich geworden.

Dagegen protestierten wir lautstark und diskutierten mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, auch wenn wir teilweise von Ordnern niedergeschrien wurden. Der anwesende Rechtsanwalt Peter Weispfenning attackierte das rechtswidrige Verhalten der Polizei. Mit undemokratischen und beschämenden Methoden, wie Niederschreien und Abdrängen mit Personenketten gingen vereinzelte Ordner, Antideutsche und Anarchisten organisiert gegen uns vor und es wurde versucht, uns durch Ketten, schubsen, Sprechchöre zu unterdrücken. Sie waren der Büttel der Polizei, die sich nicht traute, uns gewaltsam rauszuwerfen, obwohl sie schon Kräfte zusammengezogen hatte. Das gelang ihnen natürlich nicht!  Bis zum Schluss waren wir fester Bestandteil der Demonstration.

Kein Verständnis der meisten Leute für aggressives Vorgehen

Die meisten Leute hatten kein Verständnis für das aggressive Vorgehen gegen uns.

Alle juristischen Mittel nebst Anzeigen ausschöpfen

Wir werden natürlich mit allen juristischen Mitteln vorgehen und Anzeige wegen falscher Verdächtigung, Verleumdung und Nötigung gegen Polizei und Verantwortliche des "Orga-Teams" stellen.

Stolz auf beeindruckende und erfolgreiche Demonstration

Wir sind stolz uns an dieser beeindruckenden und erfolgreichen Demonstration beteiligt zu haben und uns nicht von diesen antikommunistischen und liquidatorischen Machenschaften beeindrucken ließen. Wir haben die Überparteilichkeit der Demonstration erfolgreich verteidigt!


Nach letzten offiziellen Zahlen beteiligten sich 60.000 Menschen¹ am heutigen Umwelt-Aktions- und Streiktag der FridaysForFuture-Bewegung.



Das waren doppelt so viele Menschen wie erwartet, die gekommen waren, um ihren Anliegen Nachdruck zu verleihen. Die Polizei musste sogar die Demoroute verlängern, damit alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitlaufen konnten.

 

Ein breiter Querschnitt der Bevölkerung von Schülern bis Rentnern, Arbeitern, Gruppen von Flüchtlingen und Blöcken verschiedener Organisationen und Bündnisse marschierte bei strahlendem Sonnenschein.

 

MLPD und REBELL haben sich mit dem Bündnis "workers for future" und anderen antikapitalistischen Kräften zu einem gemeinsamen Block zusammengeschlossen. "Antikapitalista" und "one solution" - revolution Parolen erschallten durch das Univiertel.

 

Am offenen Mikrofon und in vielen persönlichen Gesprächen wurde die Frage aufgeworfen, die Hauptverursacher, die internationalen Konzerne, ins Visier zu nehmen. Vom Lautsprecherwagen der Veranstalter wurde gegen die MLPD gehetzt. Allerdings waren in der Demo unter anderem Fahnen der SPD und von VOLT zu sehen. Persönliche Angriffe gab es diesmal keine.


Heute fand auch in Dresden eine bunte, laute und von Kindern und Jugendlichen geprägte Demonstration statt - nach ersten Angaben der Veranstalter nahmen 13 000 - 15 000 Menschen daran teil. Im Vorfeld hatte man mit 4500 gerechnet!



Auch viele Erwachsene folgten dem Aufruf der „Fridays for Future"- Bewegung und natürlich waren Genossinnen und Genossen von MLPD und Rebell mitten drin. Zwei Demozüge kamen auf dem Straßburger Platz zusammen, der aus allen Nähten platzte. Die Stimmung war kämpferisch, ebenso die Parolen und die Sprüche auf den selbst gemalten Schildern.

 

Von Anfang an zeigten wir im wahrsten Sinne des Wortes „Flagge“ - was sofort einige aufgeregte Ordner und Ordnerinnen auf den Plan rief. Mutig und offensiv diskutierten wir mit ihnen, einige konnten wir auch überzeugen. Hunderte Flyer „Flagge zeigen für weltweiten aktiven Widerstand!“ wechselten den Besitzer, das Buch „Katastrophenalarm“ wurde verkauft und wir haben neue Interessentinnen und Interessenten gewonnen!

 

Die überwiegende Mehrheit der Demonstanten war sehr aufgeschlossen, auch die Frage des echten Sozialismus wurde heftig diskutiert. Trotz einiger weniger antikommunistischer Attacken während der Auftaktkundgebung und der Demonstration blieben unsere Fahnen selbstverständlich die ganze Zeit gut sichtbar geschwenkt!

 

Alle Genossinnen, Genossen, Kolleginnen und Kollegen waren von unserem Einsatz begeistert und stolz. Es ist unbedingt notwendig, die Auseinandersetzung mit der Friday-for Future- Bewegung in Dresden zu intensivieren und den Jugendlichen zu helfen, sich nicht in systemkonforme Bahnen lenken zu lassen!


Mit 16.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war der Streik- und Aktionstag von Fridays for Future (FFF) in Kassel ein voller Erfolg!



Der Demozug wurde mit dem Transparent von FFF und einer Trommelgruppe mit VW-Kolleginnen und -Kollegen angeführt - mit einem Schild: „VW-Kollegen fordern Arbeit und Umweltschutz“.

 

Die FFF-Bewegung hatte tausende von Schülerinnen und Schülern mobilisiert, viele Kolleginnen und Kollegen waren mit der IG-Metall-Fahne gekommen, etliche Vertrauensleute und auffallend viele Azubis von VW, Kolleginnen und Kollegen weiterer Betriebe – so vom Solarunternehmen SMA - nahmen teil. Die MLPD und der Jugendverband REBELL traten mit dem Transparent "Rettet die Umwelt vor der Profitwirtschaft", Fahnen und dem aktuellen Flugblatt in eine lebhafte Auseinandersetzung - auch mit Ordnern von FFF, die weiter ausgetragen wird.

 

Unübersehbar war der Zusammenschluss der Arbeiter -und Umweltbewegung. Ein kämpferischer Vertrauensmann von VW, der erfolgreich gegen die Abmahnungen von VW geklagt hatte, (er forderte die strafrechtliche Verfolgung der Umweltverbrecher in den Konzernzentralen von VW) hielt eine kämpferische Rede unter großem Applaus: "Wir haben als IG Metall, als Gewerkschaftsbewegung über 150 Jahre Erfahrung wie man wirkungsvoll kämpft. Wesentlich ist: Man muss sich organisieren und man muss sich mit seinen Gegnern wirklich anlegen … Wirkliche Streiks für die Rettung der Umwelt und für die Arbeitsplätze ist was wir in Zukunft brauchen!"


11.000 Menschen versammelten sich nach Angabe der Veranstalter in Oldenburg, um wirkungsvolle Maßnahmen gegen die drohende globale Umweltkatastrophe zu fordern.



Es war eine bunte Mischung, die zeigt, wie breit dieses Thema die Bevölkerung beschäftigt: Natürlich viele Schülerinnen und Schüler von der Grundschule aufwärts, Studentinnen und Studenten und junge Menschen, Christinnen und Christen, Umweltaktivistinnen und Umweltaktivisten des BUND und anderer, Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter von ver.di, IG Metall, DGB und viele andere.

 

Diese Demo war ein guter Schritt in die Richtung, gemeinsam gegen die drohende Umweltkatastrophe aktiv zu werden. Die Veranstalter konnten eigentlich stolz sein. Auch Genossen der MLPD waren mit einer Fahne, Flyern, Rote Fahne Magazin, dem Buch „Katastophenalarm!“ und anderem Informationsmaterial dabei. Das schien die Veranstaltungsleitung jedoch nicht als Bereicherung zu sehen, sondern als ernste Bedrohung.

 

Kaum war die MLPD-Fahne sichtbar, wurden wir von mehreren Ordnern darauf hingewiesen, dass dies eine überparteiliche Kundgebung sei und vom Veranstalter keine Parteifahnen zugelassen seien. Keiner solle diese Veranstaltung instrumentalisieren, sie für seine Zwecke vereinnahmen. Auch der Hinweis auf das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung überzeugte sie nicht. Sie drohten, uns aus der Demo auszuschließen und das über das Veranstaltungsmikro bekannt zu machen, was sie nicht machten - und auch die Polizei zu holen, was sie auch nicht machten.

 

Wenig später wurde einem Verteiler mitgeteilt, dass wir aus der Demo ausgeschlossen und der Bundespolizei als aggressive Teilnehmer gemeldet seien. Ein Ordner blieb dicht beim Verteiler, und als sich ein Kollege für das Rote Fahne Magazin interessierte, wies er diesen sofort darauf hin, dass er mit jemandem spreche, der aus der Demo ausgeschlossen sei.

 

Welche Angst musste die Demoleitung haben, wenn sie zu solchen Mitteln griff! Aber alle antikommunistischen Vorbehalte halfen nicht: Das Material kam unter die Leute und stieß auf Interesse. Trotz der Behinderung eine gute Aktion!


Mehr als 1500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zählte die bisher größte FFF-Demo in Heilbronn



Bei strahlender Sonne demonstrierten jung und alt gemeinsam durch Heilbronn, davon gut zwei Drittel Jugendliche. Ganze Schulklassen kamen mit selbstgemalten Schildern. So hatten stolze Siebtklässler bereits gemeinsam mit ihrer Lehrerin Parolen eingeübt, welche sie dann professionell und lautstark im Demozug zur Geltung brachten.

 

Beeindruckend war für viele Passanten der lange bunte Demozug, manche reihten sich gleich ein. Umweltorganisationen wie der BUND begleiteten mit dem Läuten einer Riesenkuhglocke den Zug. Eine Bürgerinitiative verband ihre Teilnahme mit dem Protest gegen die Erweiterung des Gerüstbauers Layher in Güglingen. Sie hatten ein großes Foto mit der damit verbundenen Versiegelung des Bodens dabei. Ein Blickfang war das Transparent der Automotive Workers for Future mit Kollegen von Audi. Daneben wehten die Fahne des Jugendverband REBELL und der MLPD, welche einen attraktiven Bücherwagen mitführte. Das weckte bei nicht wenigen Interesse und Fragen wie: „Was wollt ihr?“; „Was ist euer Ziel?“, welches umgehend meist zufriedenstellend beantwortet beantwortet werden konnte.

 

Tagesaktuell verteilt wurden über 250 der neuen FFF-Flyer der MLPD. Das selbstbewusste Auftreten der MLPD und des REBELL stellte sich bewusst gegen Festlegungen des sogenannten „Orga-Teams“, dass keine Parteifahnen getragen und keine Eigenwerbung erlaubt sei. Diese undemokratischen Beschlüsse konnten sie aber in der Praxis nicht durchsetzen. Bei der Masse der Demonstrationsteilnehmerinnen und -teilnehmer und selbst bei der Mehrheit ihrer Ordner war dafür zudem kein Boden vorhanden. So wurde in der Praxis das Recht erstritten, während die Reglementierung blieb, dass keine Parteienvertreter als Redner sprechen dürfen. Mit Kollegen der Linkspartei und Grünen muss aber im weiteren darüber gesprochen werden, warum sie ihre mitgebrachten Fahnen nicht entrollten.

 

Eine große Delegation von ver.di-Kolleginnen und -Kollegen, darunter die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Personalrätekonferenz, sowie leider nur wenige Audi-Kolleginnen und -Kollegen und IG-Metallerinnen und IG-Metaller kamen zur Demo. Katharina Kaupp, die zukünftige Bezirksvorsitzende von ver.di, sowie der Audi-Kollege Rudi ergriffen bei der Abschlusskundgebung mutig das Wort. Beide sprachen sich für den Schulterschluss von Arbeiter- und Umweltbewegung aus. Rudi forderte die Bestrafung der Verantwortlichen des Diesel-Abgasbetrug, welcher die Diskussion um den Übergang in eine Klimakatastrophe mit ausgelöst hatte.

 

Dass die Politiker und Parteien, die schon 30 Jahre Zeit gehabt hätten etwas in der Klimapolitik zu ändern, das jetzt mit einer Presseerklärung machen, stellte er ebenso infrage wie die Hoffnung dass von diesen letztlich irgendetwas konstruktives zu erwarten sei. Nur der breite Zusammenschluss und Widerstand von Arbeiter- und Umweltbewegung gemeinsam führt zu Veränderungen.

 

Die örtliche IG Metall hatte die Vertrauensleute und Mitglieder zur Beteiligung an der Demo aufgerufen, selber waren ihre Spitzenfunktionäre aber bei der Demo nicht zu finden. 

 

Ein großes Transparent von Schülerinnen und Schülern für eine Verkehrswende drückte das dringende Anliegen der Jugend aus, Zukunftskonzepte zu entwickeln. Wir brauchen keine SUVs war eine Meinung, aber auch das zunehmende Verkehrschaos mit Staus und dem Argument Rohstoffverschwendung, unmenschliche und Umwelt zerstörenden Ausbeutung seltener Rohstoffe in Afrika. Es war deutlich zu merken, dass sie sich in der Schule bereits gründlich mit dieser Problematik auseinandergesetzt hatten.

 

Schon bei der Demo, als auch mehrmals bei der Abschlusskundgebung, schallten kapitalismuskritische Parolen und „Hoch die internationale Solidarität“ durch die Straßen. In einem umfassenden Beitrag eines afrikanischen Kollegen in englischer Sprache zeigte dieser auf, wie sich die Klimaveränderungen in Afrika auf die Menschen auswirkten, welche - ihrer Lebensgrundlagen entzogen - keinen Ausweg mehr wissen, als die Auswanderung und Flucht. Deutlich wurde neben der Kritik am Kapitalismus, welche sich selbst durch Beiträge mit humanistischem und religiösem Ansatz durchzogen, dass der Zusammenhang zur Profitwirtschaft und den Ursachen für die weltweite Fluchtbewegung und Kriegsgefahr immer wieder greifbar war.

 

Zuversichtlich und stolz erklärten die Organisatoren von FFF angesichts der großen Beteiligung und Unterstützung von FFF: „Heute war ein Aufbruch, wir machen weiter bis sich was verändert“. Bei den nächsten FFF-Demos sind natürlich wieder dabei.


2500 bis 3000 Demonstrantinnen und Demonstranten waren selbst für die Veranstalter überraschend.



Es unterstreicht noch mal, wie Arbeiterinnen, Arbeiter, Jugendliche, Frauen, Umweltkämpferinnen und Umweltkämpfer immer radikalere Maßnahmen gegen die drohende Umweltkatastrophe fordern. Eine große Mehrheit traut der Großen Koalition in Berlin nichts zu.

 

Redebeiträge von Kolleginnen und Kollegen eines Autozulieferers, von ver.di, Chemie und der Bergarbeiterbewegung nahmen die Hauptverursacher in den Konzernen ins Visier und bekamen viel Beifall. Man kann sagen, dass die vierte FFF-Demo in Recklinghausen neue Türen geöffnet hat: schülerinnen, Schüler, Arbeiterinnen, Arbeiter und ältere Menschen verbrüderten sich und gingen mit Respekt miteinander um. Einige Führer des „Orga-Teams“ konnten es aber erneut nicht lassen und versuchten die revolutionären Kräfte der MLPD mit ihren Fahnen und Schildern mithilfe der Polizei aus der Demonstration zu verbannen, was allerdings nicht gelang. Glück Auf!


150 bis 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen an der Protestdemonstration und an der anschließenden Kundgebung mit offenem Mikrofon teil.



Es sprachen unter anderem: Eine Schülerin vom Jugendverband REBELL; ein Vertreter des Ortsvereins von ver.di, von der Initiative Regiostadtbahn; vom überparteilichen Kommunalwahlbündnis ZUG Albstadt; vom Kunsthaus; von der Umweltgruppe der MLPD und verschiedene Einzelpersonen.


Etwa 850 Menschen - Kinder, Jugendliche, Erwachsene - haben ab 11 Uhr an der FFF-Kundgebung mit kleiner Demonstration in Schwäbisch Gmünd teilgenommen.



Auch die Gewerkschaft IG Metall hatte zur Teilnahme aufgerufen und so waren mehrere Kollegen von Bosch AS mit einem Transparent auf der Kundgebung anwesend.

 

Von der MLPD wurden die neuen Flyer verteilt und viele Gespräche geführt. Ein Junge - vielleicht zehn Jahre alt - hielt einen kurzen Beitrag zu den Bränden im Amazonas-Regenwald und seine Bedeutung für das Klima. Da der brasilianische Präsident das duldet forderte er: "Bolsonaro muss zurücktreten!"


In Mülheim an der Ruhr ging die Demonstration um ca. 14.40 Uhr los.



Es waren zirka 5oo bis 600 Leute dabei. Die MLPD ist auf großes Interesse gestoßen.

 

Nur einzelne haben gesagt, sie wünschen keine Parteien, was die Mehrheit der Teilnehmer reichlich seltsam fand.


Einen so großen Demonstrationszug hat Ludwigsburg schon lange nicht mehr erlebt!



Nach der Auftaktkundgebung um 12 Uhr zogen geschätzt 1500 Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrer, Künstlerinnen und Künstler, Ärzte, Ärztinnen, Pfleger, Pflegerinnen aus verschiedenen Kliniken, Beschäftigte aus Metallbetrieben ... zweieinhalb Stunden lang durch die Innenstadt. Laut, kämpferisch und selbstbewusst fordern sie wirksame Umweltschutzmaßnahmen.

 

Neben einigen Organisationen und Parteien hatten die Gewerkschaften ver.di, IG Metall und GEW zur Teilnahme an diesem Protest- und Streiktag aufgerufen. Schülerinnen und Schüler bildeten die große Mehrheit. Auch viele ganz junge – sie waren oft besonders aufgeschlossen. Eine Gruppe interessiert sich für den Jugendverband der MLPD, eine andere Gruppe kratzte ihre Münzen zusammen, um das Rebell-Magazin kaufen zu können. Auch ein Buch „Katastrophenlarm!...! wechselt den Besitzer.

 

Nach dem Aufruf der Demo-Leitung, keine Flyer außer den eigenen anzunehmen, wurden wir häufig darauf angesprochen. Viele nahmen auch deshalb keine Flyer. Andere empörten sich über das „Verbot“ oder nahmen vielleicht gerade deshalb. Zwei Mal kamen Jungs und wollten selbst welche verteilen. Zu groß ist der Wunsch, gemeinsam die Erde zu retten; auch der eine oder andere Ordner interessierte sich für unseren Standpunkt.

 

Die Erkenntnis reifte in einigen Gesprächen, dass die Umwelt vor der Profitwirtschaft gerettet werden muss, was die Überwindung des Kapitalismus notwendig macht.


Allein in Deutschland beteiligten sich heute 1,4 Millionen Menschen am gemeinsamen Protest- und Streiktag der Arbeiter- und Umweltbewegung. Sie setzten damit ein unübersehbares Signal für den Wunsch nach wirksamen Klima- und Umweltschutzmaßnahmen. Überall kamen viel mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer als erwartet. Parallel beschloss die Bundesregierung die Farce eines Umweltprogramms.



Noch fehlen exakte Zahlen aus den meisten anderen Ländern. Aber in Australien waren es 400.000 Menschen, in Asien mehrere Hunderttausend und in London 100.000. In Paris kamen 10.000 Menschen, in Großbritannien gab es 200 Veranstaltungen, in Russland an 16 Orten.

 

In Deutschland waren es bis zu 1,5 Millionen und damit damit mehr Menschen auf der Straße als am Tag X gegen den Irak-Krieg 2003, als es hierzulande eine Million waren. Und rund fünfmal mehr als beim letzten FFF-Aktionstag. Mehr als an diesem Tag, dem 15. März 2019, weltweit, als es eine Million war. In jedem Fall gingen weltweit Millionen auf die Straße. Damit war der heutige Tag einer der größten internationalen Kampftage überhaupt - und das in der Arbeits- bzw. Schulzeit, man also streiken, sich frei nehmen oder vom Unterricht fernbleiben musste. Gegen den Irak-Krieg 2003 waren es weltweit 12-16 Millionen.

Die MLPD nahm in hunderten Städten aktiv teil. Sie prägte die Aktionen in den Fragen der Einheit von Arbeiterbewegung und Umweltbewegung, der Überparteilichkeit, der revolutionären Alternative und der demokratischen Demonstrationskultur. Damit setzte sie sich auch auf breiter Front durch gegen eine regelrechte Kampagne der Liquidatoren und Spalter.

 

Die Mehrheit der Teilnehmer waren Schülerinnen und Schüler. Ein breiter Teilnehmerkreis aus mehreren DGB-Gewerkschaften, Umweltverbänden, Kirchen, ganzen Schulen und Schulklassen sowie viele Weitere hatte sich dem Aufruf der Fridays-for-Future-Bewegung angeschlossen. Entsprechend waren überall auch Fahnen von IG Metall, ver.di, GEW, EVG und anderer Gewerkschaften zu sehen.

 

Die Betriebsgruppen der MLPD trugen maßgeblich bei, dass das Bild an vielen Orten von Arbeiterdelegationen aus Großbetrieben mitgeprägt war. MLPD und REBELL treten schon seit langem für den gemeinsamen Kampf der Arbeiter- und Umweltbewegung ein. Sie haben bundesweit breit mobilisiert  und den Aktionstag auch in Betrieben und Gewerkschaften aktiv vorbereitet.

 

Kleinere Belegschaften, Betriebe und Einrichtungen kamen auch mit der ganzen Belegschaft. Monopole wie Daimler hatten dagegen sogar Repressionen angekündigt, wenn Beschäftigte dem Streikaufruf folgen. Aus den wichtigsten und größten Industriebetrieben gab es kämpferische Delegationen. Würde es in Deutschland ein Streikrecht geben, wäre die Beteiligung noch viel größer gewesen.

Karikatur auf die notwendigen Maßnahmen in der Umweltpolitik

Konkreter Anlass des heutigen Protest- und Streiktags war auch die Tagung des Klimakabinetts der Bunderegierung in Berlin. Dort haben die Spitzen der Großen Koalition heute ein Klimapaket verabschiedet, das im krassen Widerspruch zu dem steht, was die große Masse der Demonstranten fordert und was notwendig ist.

 

Schon das Ziel, bis 2030 eine Reduktion des CO2 Ausstoßes auf 55 Prozent im Vergleich zu 1990 ist überhaupt nicht ausreichend - erst Recht nicht, wenn man den beschleunigten Übergang in die globale Umweltkatastrophe beachtet. Schon im Vorfeld wurde ein wahres Trommelfeuer gegen die angeblich umweltverschmutzenden Verbrauchergewohnheiten entfaltet, um unter dem Vorwand des Umweltschutzes vor allem bei den Massen abzukassieren. Nun betont die Regierung die "Ausgewogenheit" des Klimapakets. Die Hauptverursacher, die Monopole waren aber von vornherein gar nicht Gegenstand des Pakets, das auf Verkehr und Wärme begrenzt ist.

 

Das reiht sich ein in eine lange Kette betrügerischer Maßnahmen des imperialistischen Ökologismus. Die beschlossene sogenannte CO2-Bepreisung ist nichts anderes als eine Erhöhung der Preise von Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas. Sie sollen verteuert werden, indem die produzierenden Konzerne für die Jahre 2021 bis 2025 pro Tonne von dadurch entstehenden CO2 Zertifikate zu Preisen von jeweils 10, 20, 25, 30 und 35 Euro kaufen. Der Literpreis Benzin soll damit bis 10 Cent teurer werden.

 

Was sich wie eine Belastung für die Mineralöl- und Energiekonzerne anhört, verschafft ihnen in Wirklichkeit zusätzliche Milliardenprofite, weil sie mit den Zertifikaten wie bisher schon einen lukrativen Handel betreiben können. Die steigenden Spritpreise und Heizkosten werden den breiten Massen aufgelastet.  Dagegen behauptet die Regierung verlogen, die zusätzlichen Belastungen würden den Arbeitern und breiten Massen auf anderem Wege wieder erlassen.  Aber die im Gegenzug angekündigte Senkung der EEG-Umlage beim Strompreis wird von den Energieversorgungskonzernen erfahrungsgemäß nur teilweise bis gar nicht in Form niedrigerer Strompreise an die Masse der Stromkunden weitergegeben. Die Konzerne als Hauptversursacher der Umweltzerstörung werden dagegen sogar noch entlastet.

 

Ähnlich ist es mit der Senkung der Mehrwertsteuer auf Bahnfahrkarten im Fernverkehr, was sicherlich begrüßenswert ist. Davon hat die Masse der Berufspendler im Nahverkehr aber nichts, während die Erhöhung der Luftverkehrsabgabe die Kosten unter anderem für Urlaubsreisen verteuern wird. Die Erhöhung der Pendlerpauschale tritt erst ab 21 Kilometern in Kraft und wird die ständig steigenden Sprit- und Fahrzeugkosten nur vorübergehend abdämpfen.

 

Der größte Hammer ist, dass dieses sogenannte Klimapaket die Hauptverursacher der klimaschädlichen Gase, die Energie- und Autokonzerne, nicht nur feinsäuberlich ausklammert, sondern mit dem erweiterten Zertifikatehandel noch zusätzlich beschenkt. Daran, dass sie mit ihren gigantischen CO2-Emissionen so weitermachen können wie bisher, wird die jährliche Überprüfung der Umsetzung der Klimaziele genausowenig ändern wie bisher schon.

 

Dass die Regierung überhaupt solche Maßnahmen ankündigt ist gleichzeitig nur durch den Druck der Bewegung zu erklären. Tatsächlich kann man aber nur von einer Karikatur auf wirksamen Maßnahmen gegen die drohende Umweltkatastrophe sprechen.

 

Mit ihrem Paket will die Regierung die Kampagne, die Lasten der Umweltkrise auf die Massen abzuwälzen, in Gesetzesform gießen und alle Verantwortlichen aus der Schusslinie nehmen und sie sogar noch begünstigen und den schwarzen Peter den Massen zuschieben. Angesichts des notwendigen Katastrophenalarms will die Regierung mutwillig den beschleunigten Übergang in die globale Umweltkatastrophe fortsetzen.

Überparteilichkeit hat sich durchgesetzt

Im Vorfeld gab es massive liquidatorische Attacken, oft  gleichlautend und koordiniert gegen die MLPD. Aber die Überparteilichkeit wurde durchgesetzt! Das ist ein Riesenerfolg des heutigen Tages und muss in allen Bewegungen Schule machen. Bei vielen durchgesetzt hat sich auch, dass die demokratischen Rechte und Freiheiten auch bei Demos geschützt werden müssen.

 

Im zehntausendfach verteilten neuen Flyer der MLPD heißt es: "Das Versammlungsrecht ist durch Artikel 8 Grundgesetz geschützt. In § 1 des Versammlungsgesetzes heißt es: „Jedermann hat das Recht, öffentliche Versammlungen und Aufzüge zu veranstalten und an solchen Veranstaltungen teilzunehmen.“ Politische Parteien und – wie es dort heißt – ihre „Mitwirkung an der politischen Willensbildung“ sind durch Artikel 21 Grundgesetz besonders geschützt."

 

An mehreren Orten konnte die MLPD - wie andere Parteien auch - im offiziellen Programm sprechen. In verschiedenen Städten, wo es bisher keine FFF-Strukturen gab, hatte der Jugendverband REBELL die Initiative für den heutigen Tag ergriffen, zum Teil auch die MLPD. Die liquidatorischen Kräfte  waren gemessen an der Masse der Teilnehmer eine Randerscheinung. Der heutige Tag war auch ein Signal für die gleichberechtigte Aktivität der MLPD. Angesichts kapitalismuskritischer Stimmen unter einer riesigen Zahl der Teilnehmer interessierte man sich für die Antwort, die Revolutionäre, Marxisten-Leninisten auf die Frage haben, wie ein System Change eigentlich aussehen muss. Das ist fester Bestandteil der Bewegung.

Antideutsche entlarven sich

In Gera drängte die Polizei Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sie der MLPD zurechneten, mit körperlicher Gewalt aus der Demonstration. Der 72-jährigen Genossin Gabi Wallenstein wurde eine Anzeige wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt angedroht. Endgültig entlarvt haben sich die sogenannten Antideutschen in Dortmund und Bochum. Bei der Masse der Teilnehmer stieß dieses Vorgehen auf Kopfschütteln und Protest.

 

Nachdem in Dortmund schon im Vorfeld die Polizei die weiße Flagge gehisst hatte und zusichern musste, nicht gegen die MLPD vorzugehen, versuchten die Antideutschen als Kampftruppe erfolgslos die Drecksarbeit für sie zu machen. Ein Korrespondent aus Dortmund berichtet: "In Dortmund blockierte und umzingelte gleich zu Beginn eine Gruppe von circa 20 Antideutschen und „Orgas“ der Demo massiv und handgreiflich Teilnehmer von MLPD und REBELL.  

Auch wenn dies zunächst auch Verunsicherung und auch manche Ängste bei jüngsten Teilnehmern bewirkte … mehrere kamen im weiteren Verlauf der Demo direkt auf MLPD und REBELL zu und zollte „höchsten Respekt“, dass dagegen vorgegangen wurde."

 

In Bochum versuchten Antideutsche, im Einklang mit Attacken der Polizei die MLPD rauszuwerfen - genauso erfolglos!

 

Peinlich der Kommentar des Antideutschen Oberhetzers Stefan Laurin. Während seine antideutschen Truppen angeblich die Demonstrationen gegen die MLPD verteidigen, offenbarte Laurin, was er von den Demonstranten hält: "Heute feierte sich eine arrogante und zum Teil erschreckend dumme Ökobourgeoisie selbst. Der Protest ihrer Kinder, der so ist, wie Protest von Kindern nun einmal ist, gab ihnen die Gelegenheit, ihre ganze Ignoranz auf die Straße zu tragen. (...) Jeder Job der in der Automobilindustrie, im Maschinenbau, bei den Zulieferern, in der energieintensiven Werkstoff- und Chemieindustrie wegfällt, wird das Klima in diesem Land unangenehm verändern."

 

Ausdrücklich verteidigte er den BP-Konzern. Wenn die Antideutschen mit Umweltschutz nichts am Hut haben und sich bei den Konzernen und Herrschenden anschleimen wollen, sollten sie doch besser einfach zu hause bleiben. Statt nur auf Demos zu gehen, um die MLPD zu attackieren. Folgerichtig hat man sie auch kaum jemals bei einer Umweltdemo gesichtet.

Tiefgehende Diskussion und Interesse an einer Zusammenarbeit

In vielen Korrespondenzen wird von tiefgehenden Diskussionen über die Frage Kapitalismus/Sozialismus, Hauptverursacher oder individuellen Konsumverzicht berichtet. Breit wurde dazu das Buch "Katastrophenalarm!" angeboten. Es gab dazu hunderte Diskussionen, interessierte fotografierten das Buch für Online-Bestellungen kauften es vor Ort. Hunderte interessierten sich für eine organisierte Zusammenarbeit mit MLPD und REBELL. Allein in Essen hatten sich noch vor Ende der Aktion über 20 Menschen für eine weitere Zusammenarbeit eingetragen.

 

Aus den größeren Städten wird gemeldet, dass sich ein breiter Querschnitt der Bevölkerung beteiligte - von Schülern bis Rentnern, Arbeiter, Gruppen von Flüchtlingen und Blöcke verschiedenster Organisationen und Bündnisse. Die Mehrzahl waren Schüler, auch auffällig viele erst 11- bis 13-Jährige.

Kassel:

Der Demozug wurde mit dem Transparent von FFF und einer Trommelgruppe mit VW-Kolleginnen und -Kollegen angeführt - mit einem Schild: „VW-Kollegen fordern Arbeit und Umweltschutz“…. etliche Vertrauensleute und auffallend viele Azubis von VW, Kolleginnen und Kollegen weiterer Betriebe. Ein kämpferischer Vertrauensmann von VW, der erfolgreich gegen die Abmahnungen von VW geklagt hatte, (er forderte die strafrechtliche Verfolgung der Umweltverbrecher in den Konzernzentralen von VW) hielt eine kämpferische Rede unter großem Applaus:

Wirkliche Streiks für die Rettung der Umwelt und für die Arbeitsplätze ist was wir in Zukunft brauchen!

VW-Vertrauensmann

"Wir haben als IG Metall, als Gewerkschaftsbewegung über 150 Jahre Erfahrung wie man wirkungsvoll kämpft. Wesentlich ist: Man muss sich organisieren und man muss sich mit seinen Gegnern wirklich anlegen … Wirkliche Streiks für die Rettung der Umwelt und für die Arbeitsplätze ist was wir in Zukunft brauchen!"

München

MLPD und REBELL haben sich mit dem Bündnis "workers for future" und anderen antikapitalistischen Kräften zu einem gemeinsamen Block zusammengeschlossen. "Antikapitalista" und "one solution - revolution"-Parolen schallten durch das Uni-Viertel.

Solingen

Lediglich einige Erwachsene störten sich daran, dass wir als Partei auftraten. Bei manchen von ihnen konnten aber die Kritiken daran entschärft werden: "Wozu sind denn Parteien da, wenn nicht dazu, dass sie offen Flagge zeigen und ihre politischen Vorschläge bekannt machen? Die revolutionäre Alternative muss ein unverzichtbarer Teil des demokratischen Entscheidungsprozesses sein."

 

Vor allem von den Schülern wurden die Flyer mit großem Interesse genommen. Es gab viele vertiefende Diskussion: "Wow, die MLPD!" sagte erstaunt eine junge Frau. Warum sie so überrascht sei? “Ich bin gegen radikale Lösungen." Ob sie eine andere habe? "Ehrlich gesagt nein." Andere waren begeistert von einer „radikalen Alternative". Auch Mitglieder und Anhänger der Linkspartei begrüßen ausdrücklich unser offenes revolutionäres Auftreten und beklagten die Entwicklung und Rolle ihrer Partei. "Dann muss du die Partei wechseln und zu uns kommen!" Ernsthaftes Nachdenken …

Auf diesen erkämpften Erfolgen gilt es jetzt aufzubauen

Gabi Fechtner

Gabi Fechtner, die Vorsitzende der MLPD beglückwünscht alle Teilnehmer: „MLPD und REBELL mussten zu diesem Tag einiges durchkämpfen. Das ist aber von großer Bedeutung für künftige Bewegungen und Kämpfe! Sie können nur eine starke gesellschaftsverändernde Kraft entwickeln, wenn sie überparteilich sind und wenn auch Revolutionäre und die sozialistische Alternative ihren festen Platz haben. Wäre das nicht der Fall, so wäre ja jede Bewegung gefesselt, im Rahmen des kapitalistischen Systems zu verbleiben. Und dass sie eine solche Zukunft nicht wollen, das haben heute Millionen weltweit zum Ausdruck gebracht. Auf diesen erkämpften Erfolgen gilt es jetzt aufzubauen und die Organisiertheit der Bewegung zu stärken!“

 

 

Hier geht es zu den einzelnen Korrespondenzen


Prägend war in Saarbrücken eine grundkritische Haltung gegenüber der Merkel-Regierung und ihren groß angekündigten Umweltbeschlüssen.



Die antikapitalistische Haltung hat eine deutliche Breite erreicht: natürlich in unserem Auftreten, aber auch auf kirchlichen Transparenten (Ökumene) und in den Sprechchören der Jugendlichen.

 

Der Versuch einiger selbstherrlicher Orga-Leute, die MLPD am Zeigen der Parteifahnen und Verteilen von Flyern zu hindern, ging fehl. Unverschämt war dann ein Sprecher, der die MLPD mit Faschisten gleichsetzte. Mit angestimmten Sprechchören "Fahnen runter" konnte sie einen Teil der Zuhörer zeitweise in ihre Hetze einbeziehen. Dagegen protestierten wir laut und zeigten unsere Fahnen um so deutlicher.

 

Später stellte sich heraus, dass sie bei vielen das Gegenteil erreicht hatten: Neugierde über die MLPD und Interesse an unseren Flyern. Eine Frau kam extra zu uns: "Ich bin zwar nicht euer Fan, aber was die zur MLPD gesagt haben, ist nicht in Ordnung. Ihr gehört doch selbstverständlich dazu."


6000 Lübeckerinnen und Lübecker waren auf den Beinen.



Zwei 13-Jährige sind stolz wie Oskar, dass sie mutig den Unterricht boykottiert haben. Die vielen Schüler mischen sich mit Älteren. Eine Gruppe von fünf ´kampferprobten´ Frauen führt ein Transparent mit sich: „Oldies for future“ „Das war unser Minimalkonsens“, sagt eine mit Augenzwinkern.

 

Auffällig viele Familien sind dabei, Kinder haben fantasievolle Bilder gemalt. Einer hat treffend getextet: „march now or swim later!“ Andere greifen die Benzin fressenden SUV´s an. ATTAC, Amnesty, Courage zeigen Flagge, ebenso die Umweltgewerkschaftsgruppe. Eines ihrer Mitglieder hat einen Globus bei sich, an dem eine Lunte hängt, und sie warnt mit einem Bild über den brennenden Urwald in Brasilien.

 

Die Genossen der MLPD – Ortsgruppe sind natürlich dabei - mit ihrem schönen und auffälligen Transparent „Rettet die Umwelt vor der Profitwirtschaft“. Am 24. Mai sollten wir das noch einrollen. Nach einigen anschließenden Diskussionen mit dem Organisationsteam gibt es dieses Mal keine Versuche, unser Auftreten zu behindern. Unsere klare Aussage gegen den Kapitalismus wird oft fotografiert.

 

Bei einigen ernten wir zustimmendes Lächeln oder eine erhobene Faust. Beim Verteilen des neuen Flyers sprechen wir an mit den Worten „Die MLPD unterstützt die Fridays for Future Bewegung, setzt sich aber auch kritisch mit der Strömung auseinander, die in den Bahnen des Kapitalismus bleiben will.“ „Ja, das ist doch notwendig“, ist eine häufige Reaktion.

 

Ein Teilnehmer kauft sich gleich das Buch „Katastrophenalarm!“. Aber dann kommt doch noch eine wütende Reaktion auf unser Transparent: Ein führendes Mitglied der Linkspartei bekennt, dass sie sich im Gegensatz zu uns an das Verbot, als Partei aufzutreten, gehalten hätten. Wenn jemand merkt, dass er sich fälschlich an ein unberechtigtes Verbot gehalten hat, ist seine Wut schon sehr verständlich.


Am Theaterplatz in Meran sammelten sich heute etwa 50 überwiegend junge Menschen mit Fahrrädern. Punkt 18 Uhr fuhren sie in die stark befahrene Straße "am Rennweg" ein, um für kurze Zeit den Verkehr aufzuhalten.



Eine junge Frau berichtete, dass sie mit dieser Aktion ein Zeichen setzen wollten, damit die Leute mehr öffentliche Verkehrsmittel und Fahrräder benutzen. Es sei die erste Aktion in Meran und noch nicht besonders gut organisiert. Aber es sei richtig, jetzt auch in Meran damit anzufangen.

 

Sie freute sich, dass Urlauber aus Deutschland teilnehmen wollten und war beeindruckt von der Größe, die die Umweltbewegung in Deutschland hat. Wir berichteten, dass in der Bewegung in Deutschland eine wichtige Frage ist, ob man die ganze umweltfeindliche Politik der Regierung zugunsten der großen Konzerne angreift oder das Hauptübel bei den Menschen selbst sieht. Das fand sie sehr interessant, doch dann fuhr der Fahrradkorso los. Keine Chance mehr für weitere Gespräche oder die Möglichkeit, dass sich andere Urlauber oder Passanten anschließen, obwohl es sicherlich Interesse dafür gegeben hätte.

 

In der Nachbarstadt Bozen fand ein sogenannter Flashmob als Beitrag zum weltweiten Streiktag statt.


Der Jugendverband REBELL ist beim Umweltaktionstag am 20.09. das erste Mal öffentlich in Hildesheim aufgetreten.



Der Bahnhofsvorplatz war zu klein für die Massen an Demonstranten, sodass diese schon in die Seitenstraßen strömten. Unser Transparent: „Rettet die Umwelt vor der Profitwirtschaft“ war sofort nach dem Ausrollen ein Blickfang für viele Jugendliche.

 

Lob dafür gab es auch von einer Ordnerin, die dem Orga-Team angehörte und auch ein Foto vom Transparent machte. Neben dem REBELL war auch der SDS und die Grüne Jugend mit Fahnen dabei. Es wurden zahlreiche Flyer „Flagge zeigen für weltweiten aktiven Widerstand“ verteilt.

 

In den Gesprächen mit den Jugendlichen haben uns alle zugestimmt, dass das Pariser Klimaabkommen in keinster Weise ausreicht, um die Umwelt zu retten. Stattdessen ist der Einsatz aller zur Verfügung stehenden Mittel auf Kosten der Profite notwendig. Das können wir aber nicht von den Parteien erbetteln, sondern das müssen wir organisiert erkämpfen.

 

Dieser Ansicht waren alle unserer Gesprächspartner, so dass wir unser Ziel, genug Interessenten für die Gründung einer REBELL-Gruppe in Hildesheim am Ende der Demo auch erreicht hatten.


Rund Tausend Leute, jung und Alt, in der Mehrheit Jugendliche, haben sich in Jena an der Demonstration von FFF beteiligt.



Wir hatten viele kontroverse Diskussionen: Auf der einen Seite mit Leuten die Interesse an unseren antikapitalistischen Positionen hatten, die eine entschiedene Widerstandsbewegung richtig finden, statt auf die bürgerlichen Parteien und das Klimakabinett der Kanzlerin zu hoffen. Wir hatten eine große Tonne mit einer Grafik zu den Hauptfaktoren der drohenden Umweltkatastrophe, Buchwerbung zum "Katastrophenalarm!" geschmückt, was viel Beachtung fand.


Auf der anderen Seite ständige Versuche der Kräfte des sogenannten Orga-Teams gegen unsere Parteifahne Stimmung zu machen; Versuche, uns das Flyer-Verteilen zu verbieten, uns mit Transparenten abzudecken usw. Bei der Zwischenkundgebung wurde uns in einem Moment die Parteifahne von Hinten entrissen. Ein Genosse hat sofort die Verfolgung aufgenommen, konnte den Dieb noch festhalten, wurde aber mit Gewalt fast umgestoßen, so dass der Diebstahl nicht verhindert werden konnte. So viel zum Demokratieverständnis der selbsternannten Ordner und Orga-Leute.

 

Solche Methoden stoßen auch bei anderen Demonstranten auf Ablehnung. Klar das wir im Anschluss an die Demonstration Anzeige gegen den Dieb erstattet haben.