Umweltkampftag

Umweltkampftag

Erklärung der MLPD Duisburg zur Berichterstattung von "WAZ" und "NRZ"

Die MLPD Duisburg hat die folgende Erklärung an die Westdeutsche Zeitung (WAZ) und die Neue Ruhr Zeitung (NRZ) geschickt. Vorausgegangen war eine tendenziöse antikommunistische Berichterstattung zur Aktion von Fridays for Future am Internationalen Umweltkampftag:

Von MLPD Duisburg

Die wortgleiche Berichterstattung von WAZ und NRZ über den zweiten Klimastreiktag in Duisburg befasst sich über weite Teile mit der MLPD. Diese habe, so Organisatoren von „Fridays for Future“ (fff), „versucht, die Demo für eigene politische Interessen zu instrumentalisieren“. Das unterstellt, die MLPD verfolge andere, der Umweltbewegung widersprechende Ziele. Dieser Vorwurf ist schlicht absurd – seit Jahrzehnten ist die MLPD vor Ort in der  Umweltbewegung aktiv, ob im Kampf gegen das Entsorgungszentrum Duisburg (EZD) oder gegen die Abschaffung der Baumschutzsatzung. Vor fünf Jahren hat die MLPD in einer wissenschaftlichen Studie „Katastrophenalarm“ geschlagen angesichts der drohenden globalen Umweltkatastrophe. Worin hier die Instrumentalisierung besteht bleibt Geheimnis einiger Organisatoren und des WAZ/NRZ-Reporters.


Zitiert wird eine Organisatorin von FFF „Wir haben die klare Ansage, dass wir keine Flyer-Aktionen wollen. Die MLPD setzt sich als einzige Partei schlicht darüber hinweg“. Das ist ebenso schlicht unwahr, Flyer verteilt haben u.a. die Seebrücke, Rote Hilfe und die Partei „Die Linke“. Das ist gut so, denn selbstverständlich gibt es in der Umweltbewegung unterschiedliche Ansichten wie die Umwelt zu retten ist. Darüber muss gestritten werden, auch das gehört zu einer demokratischen Demonstrationskultur und ist demokratisches Grundrecht der Verfassung.


Dagegen zeigt die Berichterstattung ein eher merkwürdiges Demokratieverständnis einiger Organisatoren von FFF. Die MLPD halte sich nicht an „Absprachen“ - die es im Vorfeld in keiner Weise gegeben hat. Vielmehr wurden Vorschläge der MLPD zur gemeinsamen, demokratischen Auswertung und Vorbereitung der Klimastreiktage vom Orga-Team weder aufgegriffen noch beantwortet.


Offensichtlich geht es einigen der Organisatoren explizit um den Ausschluss revolutionärer Standpunkte, die den Kapitalismus grundsätzlich kritisieren. Ja - die MLPD ist im besten Wortsinn radikal: sie geht dem Übel an die Wurzel und nimmt die kapitalistische Profitwirtschaft als Hauptverursacher der Umweltzerstörung ins Visier. Sie meint es Ernst: „system change – not climate change“! ...


In Wirklichkeit ist „Friday for Future“ auch nicht „ohne Parteien“, öffentlich bekannte Repräsentanten sind Mitglied der Grünen und bemüht, die Bewegung auf deren Programmatik festzulegen. Die MLPD lehnt es dagegen ab, ihre Standpunkte hinter Bewegungen zu verstecken. Wir haben das Vertrauen in die Jugendlichen, dass sie sich ein eigenes Bild und einen eigenen Kopf  machen können, wer welche Standpunkte vertritt. Sie brauchen sich dabei nicht durch einige selbsternannte Führer der FFF-Bewegung bevormunden lassen. ...

 

Von der unterstellten breiten Kritik an der MLPD war dabei nichts zu bemerken, vielmehr gab es großes Interesse an den grundsätzlichen Standpunkten der MLPD zur notwendigen Einheit von Arbeiter- und Umweltbewegung und an einer gesellschaftlichen Alternative zum krisengeschüttelten Kapitalismus.