Gegen Spaltungsversuch

Gegen Spaltungsversuch

Montagsdemo Nürnberg vereinigt sich mit Protest gegen Erdogans Angriffskrieg

Täglich um 18 Uhr finden am zentralen Platz der Innenstadt in Nürnberg – an der Lorenzkirche – Proteste gegen die Intervention der Türkei in Rovaja statt.

Korrespondenz
Montagsdemo Nürnberg vereinigt sich mit Protest gegen Erdogans Angriffskrieg
Wie hier im Januar diesen Jahres lebt die Solidarität mit Rojava in Nürnberg (rf-foto)

Auch am vergangenen Montag, 14. Oktober, versammelten sich viele Kurdinnen und Kurden dort. Pünktlich um 17.30 Uhr starteten wir unsere monatliche Montagsdemonstration unter dem Motto „Verpflichtung bei der Bundeswehr - kein Ausweg für die Jugend“. Wie so oft haben uns die gesellschaftlichen Ereignisse überholt. Seit sechs Tagen wütet die Intervention der türkischen Armee.

 

Selbstverständlich griffen wir auch dieses Thema am offenen Mikrofon auf und solidarisierten uns mit dem kurdischen Befreiungskampf. Das Ordnungsamt Nürnberg und die Polizei wollte eine Vereinigung am Montag - Tag des Widerstands - verhindern. Sie versuchten unseren Anmelder einzuschüchtern: Ob er denn wisse, auf was er sich da einlasse? Sie erzählten ihm von angeblichen Tumulten und Fahnenverbrennung durch die Kurden am letzten Samstag. Zu den kurdischen Freunden sagten sie, wir hätten ein anderes Thema. Ihre Fahnen seien dort nicht erlaubt. Sie müssten woanders demonstrieren.

 

Wir protestieren lautstark gegen die versuchte Spaltung des Protestierenden gegen imperialistischen Krieg, Faschismus, Rechtsentwicklung und Einschränkung der Meinungsfreiheit und setzen eine Vereinigung der ca. zweihundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch. Das war ein schöner Tag des Widerstands.