"UZ"-Artikel

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Will DKP-Führung Rojava schon zu Grabe tragen?

Die Position der „UZ“, der Wochenzeitung der revisionistischen Deutschen Kommunistischen Partei (DKP), zum Einmarsch des faschistischen Erdoğan-Militärs in Rojava offenbart den offenen Verrat am gegenwärtig fortschrittlichsten Kampf für Demokratie und Freiheit.

Von jf

In der Ausgabe vom 11. Oktober endet der vierte Artikel des Autors Manfred Ziegler zu Rojava mit der Bemerkung: „So ist Rojava untergegangen – in aller Pracht, mit Soldaten und Waffen aus den USA, mit Geld aus den Golfstaaten.“¹ Manfred Zieglers klammheimliche Freude rührt daher, dass er die Demokratische Föderation Nordostsyrien als eine Kraft zur „Zerschlagung Syriens“ ansieht. So kann sich nur jemand positionieren, der dem reaktionären Assad-Regime und seinen russischen Verbündeten kritiklos die Stange hält.

 

Zieglers Assad-Verehrung geht so weit, dass er dessen arabischen Nationalismus übernimmt und behauptet, "die Identität des Staates" Syrien sei "arabisch". Damit spricht er jeder Autonomie der Kurden und anderen Ethnien auf syrischem Boden die Existenzberechtigung ab. Zudem unterstellt er den Demokratischen Kräften Syriens (SDF) wahrheitswidrig, sie wären mit dem US-Imperialismus ein strategisches Bündnis eingegangen. Dieses hatte erklärtermaßen einen ausdrücklich taktischen Charakter.

 

Es war auch nicht die Demokratische Föderation Nordostsyrien, die Geld aus den neuimperialistischen Golfländern bekam, sondern der von ihr erbittert bekämpfte faschistische IS. Kein Wort von Ziegler dagegen zum Kampf für Demokratie und Freiheit, der sich 2011 auch in Syrien entfaltete. Er wurde vom Assad-Regime blutig niedergeschlagen und von reaktionären Kräften, die seine Führung übernahmen, seiner Früchte beraubt.

DKP- und SDAJ-Mitglieder solidarisieren sich mit Rojava

Diese eiskalte Begräbnisargumentation, die die Rolle des neuimperialistischen Russland vollständig ausklammert, ist aber bei weitem nicht die der ganzen DKP. Es brodelt angesichts der breiten Solidarität „Hände weg von Rojava“ an der DKP-Basis.

 

So beteiligten sich DKP und SDAJ in Trier am 10. Oktober an einer Demonstration gegen die faschistischen Morde in Halle und gegen den Einmarsch der Erdoğan-Truppen in Rojava. Ihr Sprecher erklärte: „Wir stehen an der Seite all jener, die die territoriale Integrität Syriens und das fortschrittliche Gesellschaftsprojekt der kurdischen Bevölkerung unterstützen. Wir verurteilen die Angriffe der Türkei aufs Schärfste!“²

UZ disqualifiziert sich gründlich

Es ist davon auszugehen, dass sich auch viele andere DKP-Mitglieder in dieser Frage solidarisch und internationalistisch positionieren. Die UZ hat sich mit Manfred Zieglers Artikel bezüglich der dringend notwendigen internationalen Solidarität gründlich disqualifiziert.