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"Riseup4Rojava" - Aufstehen für Rojava!

Unter dem Motto "Riseup4Rojava" - Aufstehen für Rojava demonstrierten am Samstag, dem 12. Oktober 2019, mehr als 1000 Menschen in Saarbrücken gegen die türkische Invasion in Rojava/Norsyrien.

Korrespondenz
"Riseup4Rojava" - Aufstehen für Rojava!
(rf-foto)

Eine sehr lebendige, bunte und kämpferische Demonstration zog über zwei Stunden durch die Saarbrücker Innenstadt. Leider blieb auch bei dieser Demonstration die Beteiligung deutscher Organisationen überschaubar, weder die Linkspartei noch Grüne oder Jusos waren sichtbar.

 

Bei der Auftakt- und bei der Abschlusskundgebung sprachen neben Vertretern der Kurden die Aktion 3.Welt, der saarländische Flüchtlingsrat, MC Kuhle Wampe, DKP und die MLPD. Alle Redner betonten, dass mit Erdogans Invasion genau die Kräfte angegriffen werden, die maßgeblich dazu beigetragen haben, den Terror des Islamischen Staates zu beenden. Die Sprecherin der Aktion 3. Welt sagte: "Ohne Organisationen wie die PKK und YPG hätte der IS weitaus länger seine Greueltaten begehen können. Als „Dank“ dafür werden die Kurden – erneut – alleine gelassen, Deutschland liefert Waffen an die Türkei wie eh und je, das PKK-Verbot öffnet Tür und Tor für politische Verfolgung."

 

Einig waren sich alle Rednerinnen und Redner in ihren Forderungen an die Bundesregierung nach einem sofortigen Stop der Waffenlieferungen an die Türkei und die sofortige Einstellung jeglicher Zusammenarbeit mit dem faschistischen Erdogan-Regime. Die Sprecherin der MLPD verwies  auf den Erfolg der internationalen Solidarität bei der Verteidigung und dem Wiederaufbaus von Kobane, der zeigt, was wir erreichen können, wenn wir gemeinsam gegen alle imperialistischen Mächte zusammenstehen.

 

Wie verschiedene andere Redner auch fordert die MLPD eine sofortige Aufhebung des PKK-Verbots und "Weg mit dem § 129 a/b", der Befreiungskämpfe kriminalisiert und Menschen wegen ihrer politischen Gesinnung in deutsche Gefängnisse sperrt. Mit einer Schweigeminute gedachten die Kundgebungsteilnehmer der getöteten Zivilisten und der gefallenen kurdischen Kämpfer.

 

Auf Empörung stieß auch die Information, dass von der DITIB auch in saarländischen Moscheen zu Gebeten für den Erfolg der türkischen Armee in diesem Krieg aufgerufen wird. Konsequenterweise wurde gefordert, die Zusammenarbeit der saarländischen Landesregierung mit dem staatlichen türkischen Religionsverband DITIB zu beenden und jegliche weitere Förderung zu unterlassen.


Das Kurdische Gesellschaftszentrum Saarbrücken ruft auch für die nächste Woche zu weiteren Protesten auf.

MONTAG, 14.10.2019, 10.00 Uhr TREFFEN IM KURDISCHEN GESELLSCHAFTSZENTRUM IN SAARBRÜCKEN. WIR FAHREN NACH LUXEMBURG. DORT FINDET AB 11.30 Uhr EINE DEMONSTRATION STATT. VOM BAHNHOF ZUM PARLAMENT.
DIENSTAG, 15.10.2019, DEMONSTRATION AB 18.30 Uhr EUROPA-GALERIE SAARBÜCKEN.