Fridays for Future

Fridays for Future

Erfolgreiche FFF-Aktion in Ilmenau

Am Freitag, dem 4. Oktober 2019, fand in Ilmenau am Apothekerbrunnen eine Fridays-for-Future-Aktion mit 25 Teilnehmern statt. Es kamen 14 Schüler von drei verschiedenen Schulen und zwei Rebellen aus dem Ruhrgebiet, die mit selbstgemalten Schildern und Redebeiträgen eindrucksvoll deutlich machten, dass die Umweltfrage den Jugendlichen weiterhin unter den Nägeln brennt.

Korrespondenz
Erfolgreiche FFF-Aktion in Ilmenau
Eifrige Diskussion am offenen Mikrofon in Ilmenau (rf-foto)

Sie hatten großes Interesse und ein spürbares Bedürfnis, die Bewegung hier wieder ins Rollen zu bringen. Die letzte Demo in Ilmenau war im März. Es gab großen Klärungsbedarf: Für ein solches Ergebnis wie das Klimapaket der Bundesregierung ist FFF nicht angetreten. Aber wie bewertet man das, was fordert man stattdessen, was sind geeignete Alternativen und auch gesellschaftliche Perspektiven? Reicht vegane Ernährung? Was tun, gegen Massentierhaltung? Was passiert mit unserem Thüringer Wald? Gegen wen muss sich unser Protest richten?

Rege Auseinandersetzungen am offenen Mikrofon

Ein Junge sagte: „ Wir Menschen haben es geschafft, das CO2 in die Atmosphäre zu pusten, also können wir es auch wieder rausholen!“. Darum gab es rege Auseinandersetzungen am offenen Mikrofon. Etliche Passanten blieben stehen, unterstützen mit „Daumen hoch“ oder „Hier müssen wir zusammen aktiv werden – jüngere und ältere“, „Toll, das sowas gemacht wird!“. Aber auch „Na, schwänzt ihr wieder Schule?“, worauf gleich zwei antworteten: „Es sind Ferien, uns ist das Thema immer wichtig!“

"Orga"-Team verweigerte Zusammenarbeit

Beim Wahlkampfauftakt der Internationalistischen Liste / MLPD in Ilmenau am 28. September sprachen uns Jugendliche an, die bei der ersten und einzigen FFF-Demo in Ilmenau Ende März dabei gewesen waren. Sie berichteten, dass wohl seitdem in Ilmenau selbst nichts mehr stattfand und wollten dies ändern. Nach Kontaktaufnahme und Veröffentlichung in der Presse distanzierte sich das abgeschottet wirkende bisherige „Orga-Team“, statt das Angebot zur Zusammenarbeit anzunehmen. Bevor die MLPD mitmacht, findet lieber gar nichts statt?! Das widerspricht dem Selbstverständnis von FFF: „ ...gerade dass sich viele verschiedene Weltanschauungen unter diesem Minimalkonsens (Klimakrise) treffen, ist zentraler Bestandteil unserer Bewegung.“ (Zentrale Facebook-Seite der FFF-Bewegung)

Jugendliche wollten sich selber ein Bild machen

Das Orga-Team behauptete, dass es hier nur um Wahlkampf der Internationalistischen Liste / MLPD gehe. Dabei nutzen sie unseren Fehler aus, dass wir auf dem Einladungsflyer neben den Schülern als einzige Organisation die Wählerinitiative erwähnten. Das war objektiv ein Verstoß gegen die nötige Überparteilichkeit, der auf der Kundgebung am 4. Oktober auch offen und selbstkritisch zur Sprache kam.

 

Einige Schüler hatten auch den liquidatorischen Eklat gegen die MLPD am 27. September in Erfurt mitbekommen. Sie wollten sich selber ein Bild von der Partei machen. Ein 13-jähriger Schüler, Mitorganisator der ersten FFF Demo in Ilmenau, betonte, dass für ihn die MLPD unbedingt zur Bewegung gehört. Es war genau richtig, die Aktion jetzt zu machen.

Nächste größere FFF-Aktion am 1. November

Nach einer Stunde Kundgebung machten wir alle zusammen noch eine Müllsammelaktion entlang der Ilm. In nur einer halben Stunde kam leider ein ziemlich großer Müllberg zusammen. Es wurde beratschlagt und auf der Straße abgestimmt, am 1. November wieder eine größere „Fridays for Future“-Aktion in Ilmenau zu organisieren. Die Schüler sind fest entschlossen, diese als wirklich breite Aktion mit vielen Schülern ohne antikommunistische Ausgrenzung vorzubereiten. Sie wollen auch das bisherige „Orga-Team“ einbeziehen.

 

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