Argumente zum Thüringen-Wahlkampf

Argumente zum Thüringen-Wahlkampf

Kampf dem Plastikmüll und der Umweltverseuchung

Meere voller Plastikmüll, Artensterben, Vernichtung des Regenwaldes, Dürre, Hitze, ... - obwohl es längst fünf vor 12 ist, werden von den Konzernen und Regierungen der Welt mutwillig die natürlichen Lebensgrundlagen der Menschen weiter zerstört.

MLPD Öffentlichkeitsarbeit

Das darf keinen Tag so weiter gehen!

 

Die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur ist inzwischen gesetzmäßig geworden im Kapitalismus. Sichtbar macht das der Konzern K+S AG. Für seine Monopolstellung und Maximalprofite beutet der Konzern Arbeiter und Natur rücksichtslos aus. An der hessisch- thüringischen Grenze erstreckt sich die größte Giftmüll-Untertagedeponie der Welt: mit rund 3,2 Millionen Tonnen gefährlicher Abfälle, wie Arsen, Quecksilber und anderen hochtoxischen Stoffen.

 

Die Halden werden derzeit abgedeckt mit einer fünf Meter dicken Schicht aus Schlacke von Müllverbrennungsanlagen und aus Braunkohle- aschen.
Die K+S AG droht: Umweltschutz kostet Arbeitsplätze. Typisch kapitalistische Denkweise! Nach deren Logik sind Arbeiterrechte ebenso wie Umweltschutzmaßnahmen „störende Kostenfaktoren“.  Nach sozialistischer Logik müssen der Mensch und seine Umwelt im Mittelpunkt stehen, wofür der Kapitalismus der größte Störfaktor ist. Wir kämpfen für Arbeitsplätze und Umweltschutz.

 

K+S beutet seine Arbeiter unter anderem auch mit verstärkter Mehr- und Leiharbeit aus und wälzt durch Produktionseinschränkungen verursachte Kosten auf die Kumpel ab. Arbeiter sind in der Lage, eine fortschrittliche Technologie in Einheit mit der Natur durchzusetzen, so den untertägigen Versatz der Rückstände ohne Beimischung von Sondermüll sowie eine abstoßfreie Kaliproduktion mit den Sondershausener Verfahren.
Die Grünen reden von Umweltschutz, doch sie haben sich längst in den Kapitalismus integriert. Waren sie an der Regierung, haben sie ebenso die Laufzeit von Atomkraftwerken bis 2022 mit beschlossen wie für die Erlaubnis der Kohleverbrennung bis 2030 gestimmt.

 

Keine der Berliner Parteien legt sich mit den Monopolen an – wir schon:

  • Beseitigung der Umweltschäden auf Kosten der Verursacher!
  • Gegen Haldenerweiterung und für Rückbau, stattdessen Nutzung als Rohstoff bzw. Füllstoff!
  • Einstellung der Verpressung von salzhaltigem Prozesswasser!
  • Schnellstmögliche Umstellung auf erneuerbare Energien!
  • Ausbau eines kostenlosen öffentlichen Nahverkehrs auf der Basis erneuerbarer Energien!

Völlig zu Recht gehen Freitag für Freitag Jugendliche auf die Straße. Am 20. September findet der weltweite Kampftag gegen die Umweltzerstörung statt unterstützt von den Industriearbeitern und Gewerkschaften sowie der Frauen- und Jugendbewegung. Beteiligt euch an den Protestaktionen.

 

(Auf Grundlage des Wahlprogramms zur Landtagswahl Thüringen am 27. Oktober 2019)