Sindelfingen

Sindelfingen

Daimler-Kolleginnen und -Kollegen zur Bergarbeiterrevue eingeladen

Zu zweit zogen wir am Dienstag vor „unser“ Daimler-Tor in Sindelfingen, um die Kollegen für die Bergarbeiterrevue am Samstag, dem 7. September, einzuladen.

Korrespondenz

Wir fragten die Kollegen, ob sie auch der Ansicht sind, dass wir uns auf kommende Kämpfe vorbereiten müssen. Viele stimmten zu, nahmen den Flyer wollten sich das aber erst mal durchlesen. Andere meinten, ja da hast du recht.

 

Wir stellten die Bergarbeiterrevue vor, ihre große Bedeutung, um zu lernen wie man solche Kämpfe selbständig führt, was man dafür alles organisieren muss, wem man vertrauen kann, dass man lernen muss, Freund und Feind zu unterscheiden, dass alle diese Lehren mit Zeitzeugen bei der Revue herausgearbeitet werden. Dazu Dokumentarfilme, Lieder und Theaterszenen.

Viele wurden nachdenklich

Eine ganze Reihe wollten sich überlegen, zu kommen, zwei sagten fest zu und ein Kollege kaufte gleich eine Karte. Manche fragten auch: warum sollen wir  denn Kämpfe führen? Wir argumentierten, wir stehen im Übergang zu einer Weltwirtschaftskrise und einer Strukturkrise aufgrund der Umstellung auf Elektromobilität. Da werden sie die Krisenlasten auf uns abladen wollen, Arbeitsplätze vernichten, noch mehr Flexi, in Untertürkheim haben sie bereits 800 Leiharbeiter entlassen und auch gegen die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen müssen wir kämpfen. Sie wurden nachdenklich und wollten den Flyer lesen.

 

Es war eine gute Methode, um mit den Kollegen ins Gespräch zu kommen, dabei gab es auch tiefgehende Gespräche darüber, warum der Sozialismus nicht nur eine gute Idee ist, sondern dass wir aus dem Verrat am Sozialismus die Lehren gezogen haben.

 

"Der große Bergarbeiterstreik 1997 - eine Revue" - am 7. September 2019. Der Bergarbeiterstreik wird lebendig mit Zeitzeugen, Theater, Liedern, Jugendliche fragen nach den Lehren. 17 Uhr Einlass, Imbiss- und Infostände, 18 Uhr Beginn. Stuttgart, Altes Feuerwehrhaus, Möhringer Straße 56, 70199 Stuttgart-Heslach. Eintritt 10/5 Euro.