Jugend

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VW senkt Ausbildungszahlen

Anfang Juni verlängerte der VW-Vorstand gegenüber dem Betriebsrat die so genannte Beschäftigungsgarantie für alle VW-Beschäftigten bis 2029. Was positiv daherkommt, bedeutet in Wirklichkeit allein in Wolfsburg die Vernichtung von 4000 Arbeitsplätzen in der Verwaltung.

Korrespondenz aus Dortmund

In der Presse wurde besonders auch das Festschreiben von jährlich 1400 Auszubildenden für die nächsten drei Jahre als Erfolg des Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Bernd Osterloh gefeiert.

 

Tatsächlich handelt es sich hierbei aber um eine Täuschung der Öffentlichkeit. Denn 250 Kolleginnen bzw. Kollegen, die eine bestimmte IT-Ausbildung im Werk als Weiterbildung machen, können gegen die 1.400 Ausbildungsplätze gegengerechnet werden. Tatsächlich wird also mit dieser Vereinbarung die Zahl der Ausbildungsplätze um 18 Prozent gesenkt!

 

Senkung der Ausbildungsplätze, Schließung von Lehrwerkstätten sind immer Frühindikatoren, was auf die Belegschaften zukommt. Der sogenannte „sozialverträgliche Arbeitsplatzabbau“ über Abfindung, Altersteilzeit usw. geht vor allem zu Lasten der Jugend und ist damit gesellschaftlich alles andere als „sozial“.

Sieht so Fachkräftemangel aus?

Landauf, landab jammern die Kapitalisten über Fachkräftemangel. Dabei bilden überhaupt nur 19,8 Prozent aller Betriebe aus! Mehr als 2 Millionen Menschen im Alter von 20 bis 34 Jahren haben zur Zeit gar keinen Berufsabschluss. Fast jeder dritte Jugendliche mit Hauptschulabschluss ist ohne Beruf, ihnen droht Unterbeschäftigung oder Arbeitslosigkeit.

 

Diese Entwicklung wird von der CDU-Bundesbildungsministerin Anja Karliczek ausdrücklich geleugnet. 80.000 Jugendliche suchen noch immer eine Ausbildungsstelle. 270.000 Jugendliche befinden sich in zahllosen Maßnahmen im Übergang von der Schule in die Ausbildung, womit die Arbeitslosenstatistik geschönt wird.