Rojava

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Das Volk und die revolutionären Kräfte bereiten sich auf entschlossenen Widerstand vor

Die aggressiven Kriegsdrohungen des Erdoğan-Regimes gegen die demokratische Revolution in Rojava und der Aufmarsch von Panzern und Artillerie an der Grenze zu Rojava/Nordostsyrien halten an. Nach einer vor kurzem erfolgten Vereinbarung zwischen Regierungsvertretern der USA und der Türkei, haben Militärs beider Länder in Nordkurdistan mit dem Aufbau eines gemeinsamen Operationszentrums zur Errichtung einer sogenannten „Sicherheitszone“ auf dem Gebiet von Rojava/Nordostsyrien begonnen.

Korrespondenz aus Berlin
Das Volk und die revolutionären Kräfte bereiten sich auf entschlossenen Widerstand vor
Süleiman Mohamed (links) und Dieter Ilius bei der Veranstaltung (rf-foto)

Es ist eine Farce, wenn die türkische Regierung den Aufbau einer "Sicherheitszone" auf dem Gebiet von Rojava/Nordostsyrien als einen „Friedenskorridor“ bezeichnet. In Berlin hatten sich nach der Solidaritätsdemonstration am letzten Samstag, 10. August, verschiedene Kräfte kurzfristig zur Organisierung einer Diskussionsveranstaltung entschlossen.

 

Unterstützt wurde dies auch vom Internationalistischen Bündnis, der MLPD und der PYD Berlin.¹ Moderiert wurde diese gemeinsam von Süleiman Mohamed, Ko-Vorsitzender der PYD-Berlin und Dieter Ilius von der MLPD.

"Wir vertrauen weder auf die USA, noch Russland oder Iran"

30 Menschen nahmen trotz der Kurzfristigkeit an der informativen und kulturvollen Veranstaltung teil. Darunter auch eine Reihe von kurdischen Freunden. Verschiedene Fragen von den Teilnehmern und Teilnehmerinnen zur Rolle der imperialistischen USA, Russlands, der Türkei, des Iran und zur Vorbereitung der Demokratischen Kräfte in Rojava/Nordsosyrien auf eine Invasion der Türkei, wurden lebhaft diskutiert.

 

Süleiman Mohamed schilderte konkret, wie sich die Bevölkerung und ihre bewaffneten Kräfte auf eine weiterhin drohende und wahrscheinliche Invasion der türkischen Armee vorbereiten. „Wir vertrauen weder auf die USA, noch Russland oder Iran. Hinter den Konflikten stehen kapitalistische Interessen, aber der Kapitalismus wird immer schwächer.“

Vorgehen der Weimarer Stadtverwaltung stößt auf Empörung

Dieter Ilius meinte: „Wenn der von den Faschisten in Buchenwald ermordete Ernst Thälmann noch leben würde, würde er mit Sicherheit die demokratische Revolution in Rojava und ihre Errungenschaften verteidigen, denn er war ein wirklicher Internationalist.“ Auf Empörung stieß auch bei den kurdischen Freunden, dass die Weimarer Stadtverwaltung versucht, die vom Internationalistischen Bündnis angemeldete Gedenkveranstaltung für Ernst Thälmann auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers zu verhindern. Verschiedene überlegen am Samstag mitzufahren.


Berichtet und diskutiert wurde auch über die gemeinsame Initiative der Internationalen Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen (ICOR) und der International League of Peoples' Struggle (ILPS) zum Aufbau einer weltweiten antiimperialistischen Einheitsfront gegen Faschismus und Krieg.
Das stieß bei allen Teilnehmern auf großes Interesse und auf Unterstützung.

Mobilisierung und ein Ansporn für die Teilnehmer

Gerade auch die Entwicklung in Rojava/Nordostsyrien zeigt deren dringende Notwendigkeit. Danach wurde noch gemeinsam in deutsch und kurdisch das Lied „Cane, Cane“ gesungen und es wurde eine Spendensammlung für den Ausbau der Solaranlage auf dem Gesundheitszentrum in Kobanê organisiert.


Es kamen 70,10 Euro zusammen. Für alle Teilnehmer war die Veranstaltung eine Mobilisierung und ein Ansporn, aktiv zur Organisierung der internationalen Solidarität zur Verteidigung der demokratischen Revolution in Rojava beizutragen.