Fridays for Future

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Sommerkongress-Demo: „Wie das gehen kann, das interessiert mich“

Am Freitag, den 2. August, führte der Sommerkongress von „Fridays for Future“ (FFF) eine Demonstration in der Dortmunder Innenstadt durch, an der sich bis zu 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beteiligten.

Korrespondenz
Sommerkongress-Demo: „Wie das gehen kann, das interessiert mich“
Spannende Diskussionen auf der Demonstration (rf-foto)

Im Anschluss gab es weitere Aktionen, so wurden die Eingänge des Innogy-Towers (RWE-Tochter) blockiert und dort Blumenbeete gepflanzt. Eine Straßenkreuzung wurde blockiert und unter den Autofahrerinnen und Autofahrern wurde für die internationale Protestaktion am 20. September geworben. Dort sollen berufstätige Erwachsene aufgerufen werden, teilzunehmen und die Arbeit niederzulegen.

 

Rebellinnen und Rebellen machen aktiv beim Sommerkongress mit, und unterstützten ebenso wie Genossinnen und Genossen der MLPD die Demonstration. Organisatoren von FFF wollten zunächst unser offenes Auftreten verhindern, die MLPD gar „ausschließen“. Sie heizten unter einem Teil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Stimmung mit einer Sprechparole „Fahnen runter“ auf. Wir ließen uns nicht beirren, verteidigten unsere demokratischen Rechte und diskutierten mit vielen Leuten über die rein antikommunistische Zensur.

"Wir gehören genau hierhin"

Es ist ein Märchen, dass bei FFF „keine Parteien“ beteiligt seien. Grünen-Politiker nehmen massiv Einfluss, um FFF in systemkonformen Bahnen zu halten und antikommunistisch auszurichten; „campact“ hat die Kongressorganisation entwickelt und geschult, Angela Merkel war eingeladen, kam aber nicht.

 

„Ich kämpfe mit der MLPD seit 40 Jahren konsequent für die Rettung der Umwelt. Ohne jahrzehntelanges Engagement vieler Umweltkämpfer und die aktive Arbeit der MLPD hätte sich FFF gar nicht so entwickelt. Wir gehören genau hierhin.“ Das war eines der Argumente, die viele zum Nachdenken brachte: „Davor habe ich Respekt“. Die entwendete REBELL-Fahne wurde wieder zurückgegeben.

"Gemäßigter Kapitalismus"?

Es gab viele Diskussionen über den weiteren Weg von FFF und der Umweltbewegung. Es ist eine Verfälschung durch die bürgerlichen Medien, die vom Kongress fast nur über individuelle Verhaltensänderungen wie „nicht mehr fliegen“ berichteten. Konzerne wie RWE und Bayer als maßgebliche Verursacher der drohenden Umweltkatastrophe sind verhasst.

 

„Besser wäre ein gemäßigter Kapitalismus statt des Turbokapitalismus“, so eine Meinung. Aber die großen Konzerne und Banken haben ihre Macht über die gesamte Gesellschaft errichtet. Um die Umwelt vor der Profitwirtschaft zu retten, muss der Kapitalismus revolutionär überwunden werden.

"Das interessiert mich"

„Wie das geht und was danach kommt, das hat mir noch keiner gesagt, das interessiert mich“, sagten eine Mutter und Tochter und kauften das Buch „Katastrophenalarm! Was tun gegen die mutwillige Zerstörung der Einheit von Mensch und Natur?“ von Stefan Engel. Zahlreiche Rebell-Magazine und Rote Fahne Magazine wurden gekauft. Der REBELL bekam neue Kontakte und Mitgliedswünsche. Auf dem Kongress gingen die Diskussionen weiter.