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Alassa Mfouapon: Gegenseite konnte ihre Behauptungen nicht beweisen

Heute fand vor dem Landgericht Hamburg die Verhandlung von Alassa Mfouapon gegen Alice Weidel (AfD) statt.

Von ffz
Alassa Mfouapon: Gegenseite konnte ihre Behauptungen nicht beweisen
Alassa Mfouapon (foto: Freundeskreis Alassa & friends)

Alice Weidel selber war nicht anwesend. Sie hatte sich von zwei Anwälten vertreten lassen. Es herrschte ein großes Interesse am Prozess. So waren neben Vertretern von Flüchtlingsorganisationen auch Pressevertreter, unter anderem von der Welt, der taz und vom NDR, vertreten. Insgesamt 25 Personen hatten den Weg ins Gericht gefunden und sowohl vorher als auch im Anschluss an einer Kundgebung teilgenommen. Alassa Mfouapon hätte gerne am Prozess teilgenommen, es wurde ihm am aber von Amts wegen untersagt.

 

Zum Verlauf erklärte Alassa Mfouapons Anwalt Frank Stierlin gegenüber Rote Fahne News: "Die Gegenseite ist ziemlich defensiv aufgetreten. Beweise für die Tatsachengrundlage der Behauptung von Alice Weidel, Alassa Mfoupon sei einer der 'Rädelsführer der Ausschreitungen von Ellwangen gewesen, wo deutsche Polizisten brutal angegriffen wurden', konnten sie nicht liefern.

 

Allerdings ist sich das Gericht noch nicht sicher, ob eine ausreichende Wertungsgrundlage gegeben ist. Als starkes Gegenargument konnten wir das Argument bringen, dass weder Polizei noch Staatsanwaltschaft die Aussage von Frau Weidel bestätigen.

 

Der Termin zur Verkündung einer Entscheidung wurde auf den 20. September gelegt. Es kann dann bereits ein Urteil geben; es kann aber auch sein, dass die Verhandlung noch einmal eröffnet wird, weil das Gericht ein von Alassa Mfouapon gegebenes Interview noch einmal genauer auswerten will.“

 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer warten jetzt gespannt auf die Urteilsverkündung.