Ernst-Thälmann-Gedenken

Ernst-Thälmann-Gedenken

Vorgehen gegen Linke, Marxisten-Leninisten und Internationalisten?

Als Reaktion auf das angedrohte Verbot der Gedenkveranstaltung des Internationalistischen Bündnisses für Ernst Thälmann am 17. August in der Gedenkstätte KZ Buchenwald hat Monika Gärtner-Engel einen Protestbrief geschrieben.

Monika Gärtner-Engel, Stadtverordnete für AUF Gelsenkirchen
Vorgehen gegen Linke, Marxisten-Leninisten und Internationalisten?
Monika Gärtner-Engel (rf-foto)

Sehr geehrte Damen und Herren!

 

Fassungslos habe ich davon gehört, dass Sie dem Internationalistischen Bündnis, dem auch die MLPD angehört, die Feier zum Gedenken an die Ermordung Ernst Thälmanns untersagen wollen. Falls dies tatsächlich zutrifft, möchte ich entschieden dagegen protestieren. Ich selbst bin seit 20 Jahren Stadtverordnete in Gelsenkirchen, stets stadtbekannt antifaschistisch tätig und demzufolge auch Opfer zahlreicher Morddrohungen, Beleidigungen, Verunglimpfungen und Bedrohungen durch die neofaschistische Szene. Dagegen hat jetzt die Staatsanwaltschaft Essen in einem umfangreichen Zehn-Punkte-Katalog Klage erhoben.

Internationaler Charakter des illegalen Lagerkomitees hat weltweiten Vorbildcharakter

Es kann doch wohl nicht wahr sein, dass eine der berühmtesten und eindrucksvollsten antifaschistischen Gedenkstätten einen Paradigmenwechsel vornimmt, und repressiv gegen Linke und Marxisten-Leninisten sowie Internationalisten vorgeht. In Buchenwald ist gerade der internationale Charakter des illegalen Lagerkomitees weltweit bekannt geworden, berührt bis heute und hat einen weltweiten Vorbildcharakter.

Beschädigen Sie nicht das Ansehen der Gedenkstätte

Ich möchte Sie eindringlich bitten, Ihre unfassbare Entscheidung schnell zurückzunehmen - nicht zuletzt, um das Ansehen der Gedenkstätte und des Stiftungsrats keinen Schaden nehmen zu lassen.

 

Mit freundlichen Grüßen