Frankfurt am Main

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Selbständiger Streik bei Lufthansa Catering

Wenige Wochen, nachdem die Lufthansa den Verkauf ihrer Tochter-Gesellschaft LSG Sky Chefs angekündigt hat, hat die Belegschaft am Frankfurter Flughafen einen selbständigen Streik um die Erhaltung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen begonnen. Das er folgte wenige Tage nach einer turbulenten Betriebsversammlung.

Landesleitung Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland der MLPD

Streik hat begonnen

Eine Abteilung der für Bordverpflegung verantwortlichen LSG Sky Chefs und Mitglieder des Bereichs Transport sind aktuell im selbständigen Streik. Als Folge werden Lufthansa-Maschinen nicht, oder nur unzureichend beladen. Die Fluggäste bekommen nur eingeschränkt Essen und Getränke an Bord serviert, was selbst Lufthansa in der Öffentlichkeit zugeben muss. Allerdings versucht das Management diese Streikfolgen mit "Personalengpässen" zu begründen.Die Streikenden wollen den Streik fortführen.

 

Lufthansa will sich auf das Kern-Fluggeschäft konzentrieren ohne Rücksicht auf die Kolleginnen und Kollegen. Der mutige Kampf der Belegschaft richtet sich auch gegen weitere Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen. Ihm gehört die uneingeschränkte Solidarität und Unterstützung aller Belegschaften. Es dürfen nicht Tausende Arbeitsplätze den Luthansa-Höchstprofiten geopfert werden. LSG beschäftigt in Europa 9000 Mitarbeiter. Weltweit liefern derzeit 35.000 Beschäftigte jährlich rund 700 Millionen Mahlzeiten aus.

Massive Arbeitsplatzvernichtung bei verschiedenen Konzernen

Lufthansa steht mit der Ankündigung von Konzernumbau und Arbeitsplatzvernichtung nicht allein. Autokonzerne kündigen diese ebenfalls an und zuletzt machte die Deutsche Bank mit der Vernichtung Zehntausender Arbeitsplätze Schlagzeilen. Deshalb sind Presse und bürgerliche Politiker eifrig dabei, diesen selbständigen Streik zu verdecken.

Lufthansa versucht abzuwiegeln

Man spricht von einem „kleinen inoffiziellen Streik“ der LSG. Gleichzeitig wird gedroht, dass es „keinen Streikgrund gibt“, der vom Gesetz gedeckt ist. Es handele sich beim Unternehmensverkauf um eine „freie unternehmerische Entscheidung“. Hieraus spricht die Angst, dass sich andere Belegschaften daran ein Beispiel nehmen, dass sich Solidarität entwickelt und dass die Forderung nach einem „vollständigen und allseitigen gesetzlichen Streikrecht“ gestellt wird.

 

Diese Belegschaft hat hat genau den richtigen Zeitpunkt gewählt, bevor die Produktion nach Tschechien ausgelagert wird, was bereits anläuft. Das Konzept, die Belegschaft bis dahin ruhig zu halten, ist nicht aufgegangen. Sie braucht jetzt Solidaritätserklärungen und Unterstützung in ihrem Kampf.

 
Solidaritätserklärungen können an redaktion@rf-news.de und revjugendbund@gmail.com geschickt werden.