Türkei

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Erneute Repressionen gegen Grup Yorum

Im November 2016 wurden bei einer Razzia im Kulturzentrum Idil in Istanbul sieben Mitglieder von Grup Yorum verhaftet.

Korrespondenz aus Augsburg
Erneute Repressionen gegen Grup Yorum
Grup Yorum bei ihrem Auftritt auf dem 19. Internationalen Pfingstjugendtreffen (rf-foto)

Jetzt ist bei einer Polizeirazzia am 14. Juni in den offiziellen Räumlichkeiten der linken Wochenzeitschrift Yürüyüş in Istanbul neben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Publikation ein weiteres Mitglied von Grup Yorum, Ali Aracı, festgenommen worden.

Grup Yorum: Ali Araci festgenommen

Diese Verhaftungen reihen sich einerseits in die repressive Situation in der Türkei und andererseits in die lange Reihe der Repression gegen Grup Yorum ein.

 

In der über 30-jährigen Geschichte der Gruppe gab es Dutzende Festnahmen, Konzertverbote, Ausreise- bzw. Einreiseverbote gegen ihre Mitglieder und insgesamt über 500 Verfahren, die gegen Grup Yorum oder deren Mitglieder eröffnet wurden. Dies hat aber nicht zur Auflösung, sondern im Gegenteil zur Verstärkung der Aktivitäten geführt.

Das Künstlerkollektiv schrieb dazu:

"Unsere Institution wurde innerhalb von zwei Jahren neunmal gestürmt. Unsere Konzerte wurden verboten, wir wurden verhaftet. Es wurde Kopfgeld auf unsere Verhaftung ausgesetzt, aber trotz alledem produzierten wir weiter und widersetzten uns den Angriffen. Wir haben stets einen Preis dafür gezahlt, Kunst auf Seiten des Volkes zu machen und wir sind bereit, diesen Preis weiter zu zahlen..."

 

ES LEBE GRUP YORUM! HOCH DIE INTERNATIONALE SOLIDARITÄT!