Anschlag

Anschlag

Mörder von Walter Lübcke (CDU) vermutlich Neofaschist

Der ermordete Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) war seit Jahren Opfer von faschistischer Hetze und faschistischen Morddrohungen, die ungestraft blieben. Ausgangspunkt war, dass er 2015 bei einer Ansprache sagte, er sei stolz auf die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer und setze sich für christliche Werte ein. Wem dies nicht passe, der könne Deutschland ja verlassen. Am 2. Juni 2019 wurde Walter Lübcke ermordet. Jetzt hat der Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernommen. Der Tatverdächtige operierte im Umfeld der faschistischen NPD, hat ein ellenlanges Vorstrafenregister und stieß über seinen Youtube-Kanal wüsteste Drohungen aus. 476 Faschisten liefen Ende 2018 laut Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linkspartei trotz Haftbefehl gegen sie frei herum. Jeder vierte von ihnen wird wegen Gewaltdelikten gesucht. Gegen diese staatliche Duldung und Verharmlosung faschistischer Umtriebe ist entschiedener Protest angesagt.