Efrîn

Efrîn

Verbrechen an der Menschlichkeit bestimmen Alltag

Zur aktuellen Situation im vom faschistischen türkischen Erdoğan-Regime besetzten Kanton Efrîn (Demokratische Föderation Nord- und Ostsyrien/Rojava) schreibt die kurdische Nachrichtenagentur "ANF" (Auszüge):

Von ANF
Verbrechen an der Menschlichkeit bestimmen Alltag
Rauch steht über Efrîn (foto: ANF)

Entführungen, Morde, Vergewaltigungen und Raubzüge sind zum Teil des traurigen Alltags in Efrîn geworden. Die türkischen Besatzer und ihre islamistischen Partner machen sich täglich für Verbrechen an der Menschlichkeit verantwortlich.

 

Einst galt Efrîn als sicherer Hafen inmitten eines brutal geführten syrischen Bürgerkriegs. Hunderttausende Menschen aus Aleppo und anderen Orten Syriens fanden hier Zuflucht. Seit mittlerweile 15 Monaten ist allerdings alles anders. Seit die türkische Armee die Region im Nordwesten Syriens besetzt hält, sind systematische Verbrechen an der Bevölkerung in Efrîn Teil des Alltags. Die Verbrechen an der Menschlichkeit werden jeden Tag vor den Augen der Weltöffentlichkeit begangen. Doch die internationale Staatengemeinschaft hüllt sich in Schweigen. Die Nachrichtenagentur ANHA hat einige der Verbrechen der letzten Tage aus Efrîn dokumentiert:

 

Willkürliche Ermordungen von Zivilisten passieren regelmäßig. Zuletzt wurden Ebdulrehman Şêx Ehmed (36) und Henan Hisên (34) ohne Vorwarnung durch Mitglieder der türkischen Armee ermordet. Sie fuhren von Dorf zu Dorf, um Obst und Gemüse zu verkaufen.

 

Entführungen und das Erpressen von Lösegeldern ist gängige Praxis der islamistischen Partner der Türkei ... Über den Verbleib der genannten Entführungsopfer gibt es keinerlei Informationen ...

 

Die Zerstörung der Natur ist eine weitere Begleiterscheinung der Besatzung Efrîns. In den Bezirken Raco und Bilbilê wurden jüngst Waldbrände entfacht. Auch Brandstiftungen in Olivenhainen passieren regelmäßig. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Dorfes Kêlîbo in der Nähe des Bezirks Mabeta berichten, dass ihre Gärten und Olivenhaine von den Besatzern niedergebrannt worden sind ...