Antikommunismus

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Veranstaltung zum 8. Mai und Eklat in Sonneberg

Klaus Dimler, bekannter thüringer Antifaschist, berichtet über einen antikommunistischen Eklat ihm gegenüber am Antikriegstag, 8. Mai, in Sonneberg:

Korrespondenz
Veranstaltung zum 8. Mai und Eklat in Sonneberg
Klaus Dimler (rf-foto)

„Nachdem mir bereits im vorigen Jahr die Vorbereitungsgruppe aus Linkspartei und VVN für die 8. Mai-Feier an der antifaschistischen Gedenkstätte der KZ-Außenstelle Sonneberg die Mitarbeit und einen Redebeitrag verweigert hatten, ist es in diesem Jahr zum Eklat gekommen.

Ausreden und Ausflüchte

Bereits im Februar hatte ich im Kreisverband der Linkspartei darum gebeten, dass so etwas im Interesse des geeinten Kampfes um den Schwur von Buchenwald nicht wieder passieren darf. In immer kürzeren Abständen erinnerte ich an die zugesagte Gesprächsbereitschaft. Ausreden und Ausflüchte ließen die gemeinsame Vorbereitungszeit immer enger werden. Immerhin hatten wir ja nach meiner Rückkehr in den Landkreis Sonneberg 2016 und 2017 die Veranstaltung gemeinsam getragen.

 

Am 1. Mai, in dessen Rahmen mich der DGB vorbehaltlos sprechen ließ, sprachen meine Genossen noch einmal mit dem Kreisverbands-Vorsitzenden und besonders mit dem mich, beziehungsweise uns hassenden Trio, das für die Verweigerung verantwortlich ist. Als ablehnende Gründe gaben sie unter anderem meinen Austritt, die Broschüre über meinen Vater (siehe Rote Fahne News) und angebliche nicht-überparteiliche antifaschistische Tätigkeit an.

Zwei Veranstaltungen

Wir führten daher am 8. Mai eine eigenständige, würdige, mit vielen historischen Dokumenten belegte Veranstaltung durch. Dort ließen wir zu Ehren der Anti-Hitler-Koalition und besonders der Roten Armee die Veranstaltung mit deren Hymne zum Großen Vaterländischen Krieg¹ ausklingen.

 

Unmittelbar danach kamen die ersten Vertreter der "anderen" Veranstaltung. Etwa ein Drittel davon begrüßten uns in Unwissenheit der Spaltung freundlich, bestaunten unsere Dokumente und äußerten Unverständnis über die Spaltung und über den Angriff auf meine Person. Besonders heftig ging der Linkspartei-Kreisvorstand auf den Pressesprecher des MLPD-Landesverbands Thüringen, Andreas Eifler, aus Truckenthal los.

 

Erfreulicherweise war der Redakteur des Freien Wortes meiner kurzfristigen Einladung gefolgt. Interessiert nahm er bei uns teil und ging danach auch zur "anderen" Veranstaltung. Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Eklat weiterentwickeln wird.“