Argumente zu FFF

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Greta Thunberg – Kapitalismuskritikerin

In der "Fridays for Future"-Jugendbewegung (FFF) gibt es eine Diskussion, ob Kapitalismuskritik Bestandteil der Bewegung ist.

Korrespondenz
Greta Thunberg – Kapitalismuskritikerin
Greta Thunberg (foto: stephane_p unter CC BY-NC-ND 2.0)

"Selbstverständlich ist Kapitalismuskritik Teil der Bewegung", sagen die meisten. Aber ausgehend vor allem von Funktionären der Grünen-Jugend wird das teilweise vehement abgelehnt.

 

Letztere sollten sich mit ihrem Plädoyer für den Kapitalismus vielleicht mal an Greta Thunberg wenden. Sie wird in einem neu erschienen Buch ihrer Eltern bezüglich einer Aussage des schwedischen Ministerpräsidenten im Fernsehen wie folgt zitiert:

Um den Planeten zu retten, müssen wir den Kampf gegen sie und ihre Firmen und ihr Geld aufnehmen

Greta Thunberg

„Er lügt! Er sagt, wir Menschen wären diejenigen, die es uns eingebrockt haben, aber das ist nicht wahr. Ich bin ein Mensch und ich habe uns nichts eingebrockt, Beata (Gretas Schwester) hat uns auch nichts eingebrockt und du oder Papa auch nicht. ... Er sagt das nur, damit wir so weitermachen wie immer, denn wenn wir alle schuld sind, ist niemand schuld.

 

Aber irgendjemand muss schuld sein, also stimmt es nicht, was er sagt. Es gibt doch nur ein paar Hundert Firmen, die für den gesamten CO2-Ausstoß stehen. Und es gibt nur sehr wenige extrem reiche Männer, die Tausende Milliarden dadurch verdient haben, den ganzen Planeten zu zerstören, obwohl ihnen die Risiken bekannt waren. … Um den Planeten zu retten, müssen wir den Kampf gegen sie und ihre Firmen und ihr Geld aufnehmen und sie zur Verantwortung ziehen.“

Diskussion über revolutionäre Konsequenz gehört genauso dazu

Wer den Kapitalismus nicht kritisieren will und aus FFF eine Begleitbewegung für das Pariser Klimaabkommen und andere Regierungsmaßnahmen wie eine CO2-Steuer machen will, steht also offensichtlich im Widerspruch zu Greta Thunberg. Eine andere Frage ist, ob und wie der Kapitalismus auf revolutionärem Weg zu überwinden ist.

 

Für diesen Weg stehen in der FFF-Bewegung vor allem MLPD und REBELL und führen darüber solidarisch die Auseinandersetzung mit anderen Teilnehmern. Denn diese ist genauso notwendig für einen gesellschaftsverändernden Charakter der Umweltbewegung wie Kapitalismuskritik überhaupt.