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Erneuter Putschversuch – Solidarität mit den Arbeitern und breiten Massen in Venezuela!

Seit den Morgenstunden des 30. April wurde in Venezuela erneut ein Putschversuch gegen die Maduro-Regierung gestartet. Angeführt von Juan Guaidó, dem reaktionären Vorsitzenden der Nationalversammlung, der sich Anfang Januar selbst zum Präsidenten Venezuelas ernannte.

Von hs
Erneuter Putschversuch – Solidarität mit den Arbeitern und breiten Massen in Venezuela!
Caracas, Hauptstadt Venezuelas, vom Osten her gesehen (Foto: gemeinfrei)

Die MLPD protestiert entschieden dagegen, dass anscheinend damit der im Januar begonnene und vom US-Imperialismus gesteuerte und mit ihm abgestimmte Versuch zur Machtübernahme der Ultrareaktionäre zur Entscheidung gebracht werden soll. Mobilisiert wird zum morgigen 1. Mai für einen "Marsch auf Caracas". Erklärtes Ziel sind derzeit Massenansammlungen vor den wichtigen Militärbasen, um wesentliche Teile der venezolanischen Armee auf seine Seite zu ziehen. Nach seinen eigenen Aussagen hat sich Guaidó angeblich mit dem Chef des Generalstabs getroffen, was die Regierung Maduro jedoch verneint und sich auf die Unterstützung der Militärs beruft.

 

Zuvor wurde Lepoldo López auf Erwirken von Juan Guaidó aus seinem Hausarrest „befreit“. López ist Gründer der ultrareaktionären Partei Voluntad Popular, der auch Juan Guaidó angehört. Er sitzt seit der Anführung eines Putschversuches mit mehreren Toten seit 2014 in Haft.

 

Die Bewegung GAYONES – Proletarische Stimme aus Venezuela berichtet heute Mittag: „Elemente des rechten Pro-Yankee-Flügels, haben eine Aktion in der Nähe eines Flughafens von Caracas eingeleitet, um gewalttätige Reaktionen zu erzeugen, die die imperialistische Aggression gegen unser venezolanisches Volk verstärken.

 

Diese neue Provokation hat nicht die Unterstützung von Militärgarnisonen oder Volksmobilisierungen, nur die faschistische Volkspartei Voluntad Popular und ihre Führer rücken in diesem Abenteuer so weit vor, indem sie versuchen, andere Bereiche auf ihre Seite zu ziehen, die noch nicht entschieden sind.

 

Das klare Ziel dieser Aktion besteht darin, eine Antwort zu finden, die eine gewalttätige Intervention des imperialistischen Blocks der USA und der EU rechtfertigt. Das venezolanische Volk ist in der Lage, sein Recht auf Selbstbestimmung zu verteidigen und seine Probleme allein zu lösen … Wir lehnen die unverhohlene imperialistische Einmischung in Venezuela und in ganz Lateinamerika und der Karibik ab, gegen die sich das venezolanische Volk heute und immer wehrt und kämpft, wobei wir auf die Solidarität und Unterstützung der wahren Revolutionäre der Welt zählen.“

 

Diese Entwicklung verschärft die Auseinandersetzung und den Konkurrenzkampf der imperialistischen Einflussnahme auf das Land mit den größten Erdölvorkommen und beschwört nicht zuletzt einen neuen Kriegsbrandherd auf der Welt herauf.

 

Der Hauptaggressor dabei ist der US-Imperialismus. Er richtet sich sowohl gegen imperialistische Konkurrenten wie China und Russland, vor allem aber gegen die ungebrochene antiimperialistische Grundhaltung und den Hass gegen den US-Imperialismus unter den venezolanischen Arbeitern und der breiten Masse der Bevölkerung.

 

Einseitig wird in den bürgerlichen Medien darauf orientiert, was Teile des Militärs in dieser Situation unternehmen. Die zentrale Frage ist jedoch die Mobilisierung der Massen gegen den Putschversuch. Für morgen sind große Massenmobilisierungen angekündigt - sowohl der Maduro-Regierung als auch der Putschisten. Die revolutionäre Weltorganisation ICOR (Internationale Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen) schreibt in einer Solidaritäts-Resolution vom 6. März 2019: „Nur die Einheit und der Mut des venezolanischen Volkes mit seinen tiefen antiimperialistischen geschichtlichen Wurzeln in internationaler Einheit und Solidarität, kann dem US-Imperialismus eine neue Niederlage bereiten. Es liegt an der linken revolutionären Bewegung, die kollektive Moral wieder aufzubauen, mit einem Programm, dass es ermöglicht, die Volkskämpfe zu vereinheitlichen, auf den sozialistischen Horizont ausrichtet und das ganze werktätige Volk zu seinem Aufbau und seiner Verteidigung ausrichtet.“


Am 1. Mai, dem internationalen Kampftag der Arbeiterklasse gilt es daher, breit für die Solidarität mit den Arbeitern und breiten Massen in Venezuela in seiner Verteidigung des Rechts auf Selbstbestimmung einzutreten!

 

Mobilisieren wir für weltweite Solidaritätsaktivitäten am 16. Mai! Für diesen Tag ruft die ICOR Amerika, die sich im April in Lima/Peru traf, alle ICOR-Parteien weltweit und alle Freunde des venezoelanischen Volkes  zu Aktionen auf. Nutzen wir den 1. Mai dazu, gleich Absprachen vor Ort und Vereinbarungen zu treffen. Das ist auch eine Grundlage, bei einem direkten militärischen Einmarsch an dem Tag X sofort Proteste zu organisieren. 

 

Gegen die US-amerikanische Subversion und Interventionsbestrebungen!

 

Hände weg von Venezuela!

 

Gegen jede imperialistische Einmischung und Abhängigkeit!

 

Hoch die internationale Solidarität!

 

Es gibt große Schritte vorwärts bei den gemeinsamen Initiativen von ICOR und ILPS für den Aufbau einer weltweiten antiimperialistischen Einheitsfront.

Unterstützt den Aufbau einer internationalen antifaschistischen und antiimperialistischen Einheitsfront!

 

Für Demokratie, Freiheit und echten Sozialismus!

 

Unterstützt den Aufbau starker, tatsächlich revolutionärer, marxistisch-leninistischer Parteien und der gemeinsamen Vorbereitung der internationalen Revolution in der ICOR!

 

Hier geht es zur Erklärung der MLPD zu Venezuela vom 19. März 2019

 

Hier geht es  zur Erklärung der ICOR zu Venezuela vom 6. März 2019!