1. Mai

1. Mai

Chemnitz hat eine so große Mai-Demo seit langem nicht erlebt

In Chemnitz konnten die heftigen Proteste durchsetzen, dass der DGB seinen traditionellen Platz Neumarkt erhielt.¹

Korrespondenz

Die AfD wurde um die Ecke auf den Platz vor dem alten Rathaus gelegt. An der Mai-Demo vom Karl-Marx-Monument zum Neumarkt beteiligten sich 1.100 bis 1.200 Menschen, eine so große Mai-Demo hat Chemnitz seit langem nicht mehr erlebt. Ungewöhnlich hoch war die Beteiligung von Jugendlichen. Am anschließenden Maifest des DGB sollen 2.400 Besucher gewesen sein.

Bei der AfD waren trotz Bundes-Spitzenprominenz so etwa 150 bis später 220 Leute. Ihre Reden wurden von lauten Protesten der Antifaschistinnen und Antifaschisten begleitet. Die AfD hetzt auf ihrer Facebook-Seite besonders gegen das gemeinsame Auftreten von CDU bis MLPD. Der Stand der MLPD auf dem Maifest war gut besucht; ab und zu Nieselregen störte nicht viel. Jugendliche deckten sich mit REBELL-Stickern ein. Die Gespräche waren intensiv. Der Verkauf von marxistisch-leninistischer Literatur und die Spenden für Sticker und Materialen waren höher als in den Vorjahren.

Neben den DGB-Gewerkschaften und Parteien beteiligte sich erstmals die Umweltgewerkschaft mit einem eigenen Stand. Am Nachmittag ging die Auseinandersetzung mit einem Straßenfest der faschistischen „Pro Chemnitz“-Partei weiter: ca. 150 Teilnehmer - und den Protesten dagegen, ebenfalls 150 Teilnehmer, vielleicht etwas mehr. Ein Journalist der lokalen Freien Presse wurde von Faschisten angegriffen und die Polizei unterstützte diese dabei auch noch. Später entschuldigte sie sich dafür.