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Fridays for Future: System-Debatten vom Feinsten in Duisburg

In Duisburg ging es heute heiß her. Man hätte erwartet, dass Yannik Redweik, einer der selbst ernannten Führer vom Orga-Team, als erstes zur Sache spricht, zu den Gründen der Demo insbesondere.

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Stattdessen begrüßte er die rund 250 Fridays-for-Future- Demonstrantinnen und -Demonstranten gleich mit den Worten: "Hallo Herzlich Willkommen zu Fridays for Future - schön dass ihr alle da seid. Die MLPD ist heute auch wieder da und ich stelle klar, dass wir nicht Seite an Seite mit der MLPD demonstrieren. Nehmt am besten keine Flugblätter oder zerreißt sie ... !"

 

Unser Einspruch war: "Lasst euch keine Denkverbote auferlegen. Macht euch euer eigenes Bild - wir lassen uns nicht spalten!"

Keine Kapitalismuskritik?

Diese Hetze blieb jedoch nicht ohne Wirkung: Einige seiner Unterstützer zerissen gar das Flugblatt. Doch etliche wurden neugierig und der Aufmacher "Lest das verbotene Flugblatt ...!" forderte die Jugend heraus.


Einer der Hetzer ließ in einer Diskussion die Katze aus dem Sack: "Kapitalismuskritik hat hier nichts zu suchen. Es geht um die Umwelt! Und die Schüler haben mit Kapitalismuskritik nichts am Hut."

Schilder sprachen andere Sprache

Nun, die Schilder der Masse der Demonstranten sprachen hier schon mal eine andere Sprache und auch in den Diskussionen war man sich sehr schnell einig, die Hauptverursacher - die Kapitalisten ins Visier zu nehmen. Wir vertraten, dass die Umwelt vor der ganzen kapitalistischen Profitwirtschaft gerettet und dazu der Sozialismus erkämpft werden muss.

Noch einiges zu klären

Eine ganze Reihe von Jugendlichen möchten weiter mit uns in Diskussion bleiben. Am Schluss hatten wir eine Diskussion mit dem Vorsitzenden der Jugend Union in Duisburg. Er wollte wissen, wie wir uns das mit dem Kommunismus vorstellen. Unsere ernste und fundierte Antwort, einschließlich der Kritik an den Spaltungsversuchen, hat ihn doch beeindruckt. Wir arbeiten mit allen zusammen, die diesen Planeten retten möchten - aber auf Augenhöhe.


Die Power, die Kreativität und auch die Überzeugung der Fridays-for-Future-Demonstrations war wieder sehr beschwingend und belegte eindrücklich - die Jugend ist die Zukunft! Dazu gibt es noch einiges zu klären.