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Aufgewühlte Stimmung bei Betriebsversammlung

Nach der Ankündigung von VW-Chef Herbert Diess, 7000 Arbeitsplätze in Wolfsburg zu vernichten, war die Belegschaftsversammlung bei VW so gut besucht wie lange nicht

Korrespondenz aus Wolfsburg

20.000 in und gut 10.000 Kolleginnen und Kollegen vor der Halle waren zu der Belegschaftsversammlung am 20. März gekommen. Etwa 30 Rednerinnen und Redner, gut viermal so viele wie sonst - manche zum ersten Mal, auch ganze Gruppen traten gemeinsam auf. Aus vielen Bereichen, die sonst kaum in Erscheinung traten, sprachen Kolleginnen und Kollegen und machten ihren Unmut über die z.T. unmögliche Arbeitssituation und den Personalmangel Luft. Sehr deutlich wurde, dass alle vom „Zukunftspakt“, vom massiven Abbau der Arbeitsplätze und den Folgen betroffen sind.

Große Unruhe und kleinere Proteste

Ständiges Verleihen unter den Linien, unbezahlte Schließtage, Gerüchte über Kurzarbeit vor Ostern, die Forderung, weitere 7000 Stellen zu vernichten, sorgten bereits im Vorfeld für große Unruhe und kleinere Proteste. Was wird mit dem Werk Wolfsburg, wenn die künftige „Leittechnik“ die E-Mobilität ist und diese kaum in Wolfsburg angesiedelt ist? Das alte Werk kann man nur schwer modernisieren. Golf und Tiguan kann man auch woanders bauen – alles Fragen, die die Sorgen der Menschen nicht nur im Werk, auch in der Region zum Ausdruck bringen.

 

Die Sprecherin der Jugend- und Auszubildenden-Vertretung brachte mit einer gemeinsamen Aktion der IG-Metall-Vertrauensleute die große Empörung zum Ausdruck, weil kurz zuvor die Anzahl der Ausbildungsplätze von Ferdinand Porsche, einem Hauptaktionär, in Frage gestellt wurde ...

 

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