Karlsruhe

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Willkommen in Deutschland!

Gestern wurde Yolande Fleur Mfouapon herzlich in Karlsruhe willkommen geheißen. Der Internationale Kampftag zur Befreiung der Frau war eine wunderbar passende Gelegenheit für Frauen des Frauenverband Courage, für die MLPD, den Jugendverband Rebell und auch die Kinderorganisation Rotfüchse, sie kennenzulernen und sich mit ihr zu verbinden.

Rebell Karlsruhe

Die Frau von Alassa Mfouapon hat auf ihrer Flucht aus dem Kamerun die menschenverachtenden Auswirkungen des kapitalistischen Weltsystems mehrfach am eigenen Leib erfahren müssen, hat sogar ihren Sohn verloren. Umso größer die Freude, mit ihr gemeinsam den Internationalen Frauentag feiern zu können. Das ist internationale Solidarität!

Das Versprechen der Rotfüchse

Auch die Rotfüchse aus Karlsruhe und Heilbronn waren gespannt, Fleur kennenzulernen. „Schön, dass du hier bist und wieder mit Alassa zusammen sein kannst!“ Gemeinsam mit dem Jugendverband Rebell gaben sie im Namen aller Rotfüchse ihr das Versprechen, für ihr Bleiberecht in Deutschland zu kämpfen, genauso wie sie jetzt schon für Alassa kämpfen.

 

„Vor fast einem Jahr haben die Rotfuchsgruppen in ganz Deutschland und der Jugendverband Rebell deinen Mann Alassa kennen gelernt, und haben viel von seinem Leben und seinem Kampf erfahren. Wir helfen, die Solidarität mit ihm zu organisieren. Wir haben auch erfahren, dass euer kleiner Sohn Juan Darel verstorben ist, im Mittelmeer ertrunken. Das macht uns sehr traurig und wütend. Wir wissen, dass er das Schicksal mit zigtausend anderen Menschen teilt. Wir wollen mit euch gemeinsam gegen die Fluchtursachen kämpfen, die der Kapitalismus mit sich bringt, wie Krieg, Verfolgung, Hunger, Umweltzerstörung.“

 

Die Rotfüchse überreichten Fleur zwei Rosen zum Frauentag, eine für sie, eine für ihren Sohn. „Wir vergessen ihn nicht!“, versprachen sie. Außerdem schenken sie ihr eine Willkommens-Collage, die sie am Tag zuvor gebastelt haben. Die Rotfüchse und die Rebellen haben außerdem noch Lieder für sie gesungen - „All we want is freedom“ und das Rotfuchslied.

 

Fleur bedankte sich sichtlich gerührt bei den Kindern. Sie freut sich sehr, hier sein zu können und will auch bleiben. Viel zu lang sei sie von ihrem Mann Alassa getrennt gewesen. Gemeinsam guckten sie sich die Bilder auf dem Plakat näher an, die Rotfüchse erzählten von ihrem Kindercamp im Sommer und vom Unterschriftensammeln für Alassa.

 

Nachdem das Ehepaar Mfouapon schon gegangen war, verkauften die Rotfüchse Rosen um die Wette, in zwei Teams aufgeteilt. Insgesamt haben sie innerhalb kurzer Zeit zusammen fast 50 € eingenommen. Ein erfolgreicher und bewegender Tag für die Rotfüchse!