17. Februar

17. Februar

40. Jahrestag des Überfalls Chinas auf Vietnam.

Gestern vor 40 Jahren, am 17. Februar 1979, griff die chinesische Armee an 26 Stellen der etwa 1347 Kilometer langen Grenze den Nachbarstaat Vietnam an.

Korrespondenz aus Ingolstadt

China begründete dies als einen Gegenangriff und als Reaktion auf vietnamesische Provokationen. Nach den dreiwöchigen Gefechten behaupteten beide Seiten, den Krieg gewonnen zu haben. Eine Schätzung geht von rund 26.000 Toten und 37.000 Verwundeten auf chinesischer und 30.000 Toten und 32.000 Verwundeten auf vietnamesischer Seite aus. Die Sowjetunion unterstützte Vietnam.

 

In ihrer Ausgabe vom 16. Februar 2019, dem Tag der Proteste gegen die Münchner Kriegstreiberkonferenz, schreibt die Süddeutsche Zeitung über diesen chinesischen Überfall: "China widerlegte damit die Behauptung der marxistisch-leninistischen Ideologie, dass Krieg  eine Folge von Kapitalismus und Imperialismus sei – und sich kommunistische Staaten nie bekämpfen würden. Nun schaute die erstaunte Welt auf einen 'marxistisch-leninistischen Krieg'."

 

Tatsächlich war die Sowjetunion schon lange eine sozialimperialistische Supermacht, und China war unter Deng Xiaoping mit der Restauration des Kapitalismus ebenfalls eine sozialimperialistische Macht geworden. Nur vor diesem Hintergrund, dem Konkurrenzkampf zweier sozialimperialistischer Staaten um Macht- und Einflussgebiete, kann der Krieg verstanden werden, der vor 40 Jahren vom Zaun gebrochen wurde.

 

In der Broschüre "China aktuell 7" vom Mai 1981 schrieb die Zentrale Leitung des Kommunistischen Arbeiterbunds Deutschlands, der Vorläuferorganisation der MLPD: „Die chinesischen Sozialimperialisten werden wie alle Imperialisten nicht davor zurückschrecken, zumindest den Versuch zu machen, ihre aggressiven Ziele auf dem Rücken der Proletarier und der unterdrückten Völker der ganzen Welt zu verwirklichen.“ (Seite 42)

 

Dies bestätigt sich heute eindrücklich. Entgegen der Propaganda des modernen Antikommunismus war auch dieser Krieg eine Bestätigung der grundlegenden Aussage der MLPD: „Kriege und Kriegsgefahr wird es geben, solange der Imperialismus besteht.“ (Programm der MLPD, Seite 27)   

 

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