Coburg

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Fridays for Future: Bürgermeister sieht rot

600 Schülerinnen und Schüler demonstrierten am Freitag, 8. Februar, zum ersten Mal in der Coburger Innenstadt im Rahmen der europaweiten Aktion „Fridays for Future“ gegen die Vernichtung ihrer natürlichen Lebensgrundlagen und für ihre Zukunft.

Korrespondenz aus Coburg
Fridays for Future: Bürgermeister sieht rot
Coburg (foto: Mike aus dem Bayerwald (CC BY-SA 2.0.de))

Die Schülerinnen und Schüler hatten ein „offenes Mikrofon“ eine demokratische Errungenschaft, wie sie in den Montagsdemos bereits seit Jahren praktiziert wird. Das offene Mikrofon wurde auch ganz toll genutzt unter anderem von den Jugendlichen selbst, dem Oberbürgermeister, dem Klimaschutzbeauftragten der Stadt Coburg und einer Vertreterin der MLPD. Auch wir von der MLPD nahmen dort unser demokratisches Recht wahr Flugblätter zu verteilen und intensiv mit den Schülern zu diskutieren.

 

Wir verteilten dort ein Flugblatt unseres Jugendverbandes REBELL, in dem begrüßt wurde, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Zukunft in die eigenen Hand nehmen.

OB rastet aus

Das alles brachte Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) auf die Palme. Statt die Umweltverbrecher und die Konzerne ins Visier zu nehmen nahm er sich die MLPD vor. In einer öffentlichen Erklärung warf er uns „Instrumentalisierung“ vor und Missbrauch der hehren Ziele der Schülerinnen und Schüler. Als Kronzeugen benannte er dafür ausgerechnet den Inlandsgeheimdienst „Verfassungsschutz“.

Wer sind die Heuchler ?

OB Tessmer wirft uns Heuchelei vor. War es nicht seine Partei, die SPD, die jahrzehntelang die verbrecherische Atompolitik forciert hat? War es nicht seine Partei, die in der Landesregierung von NRW gemeinsam mit den Grünen der Ausweitung des Braunkohletagesbaus im Hambacher Wald zugestimmt hat?

 

In einem kann sich Herr Tessmer sicher sein. Dieses plumpe antikommunistische Spaltungsmanöver werden wir nicht unbeantwortet lassen. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler wollen mitarbeiten bei der Vorbereitung des 19. Internationale Pfingstjugendtreffens und haben sich dazu in die Listen eingetragen. Viele wollen es sich noch überlegen. Noch in dieser Woche wollen wir dazu auch in Coburg eine Vorbereitungsgruppe gründen.