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Streikende in Stuttgart sind Herren des Flughafens

Die von der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di zum Streik aufgerufenen Beschäftigten der Sicherheitsdienste haben den Airport seit heute morgen um 3 Uhr faktisch lahmgelegt.

Korrespondenz aus Stuttgart / ffz
Streikende in Stuttgart sind Herren des Flughafens
Impression vom Streik in der Abflughalle des Stuttgarter Flughafens (rf-foto)

Dazu schreibt eine Korrespondentin: „Der Streik von ver.di zeigt Wirkung. Im Stuttgarter Flughafen läuft gar nichts mehr. Stolz und guter Stimmung stehen die Kolleginnen und Kollegen mit Warnwesten, Fahnen und Trillerpfeifen in der Abflughalle. Heute sind sie die Herren des Flughafens!“

 

Auch an den Flughäfen Düsseldorf und Köln-Bonn laufen heute ganztägig Warnstreiks des Sicherheitspersonals. Rund 110.000 Passagiere sind betroffen. In Köln hat es schon kurz nach Streikbeginn um Mitternacht Chaos an den Kontrolltoren gegeben, durch die die Lastwagen die Fracht auf das Flughafengelände bringen. Rückstaus bis zur Autobahn waren die Folge. Nachts ist der Flughafen Köln-Bonn besonders als Drehkreuz für die Frachtflieger von DHL, UPS und Fedex wichtig. Ihre Piloten und Ladungen müssen ebenfalls durch die Sicherheitschecks. ver.di fordert für die 23.000 Kontrolleure eine bundesweit einheitliche Bezahlung von 20 Euro pro Stunde.

 

Hintergrund des Warnstreiks ist die Hinhaltetaktik des Bundesverbands der Luftsicherheitsunternehmen (BDSW Landesgruppe Baden-Württemberg). Dieser bietet bisher lediglich eine Erhöhung von 1,8 bis zwei Prozent pro Jahr bei zweijähriger Laufzeit an und zeigte sich zu keinem neuen Verhandlungstermin mit ver.di bereit.