Antifaschismus

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Faschistische Attacken und professionelle Mordanschläge gegen MLPD-Mitglieder

Die Stadt Gelsenkirchen hat als Arbeiterstadt – wie viele andere Städte im Ruhrgebiet auch - eine lange antifaschistische und auch revolutionäre Tradition.

Von Zentralkomitee der MLPD / ffz
Faschistische Attacken und professionelle Mordanschläge gegen MLPD-Mitglieder
Am 1. Mai 2015 wurde in Gelsenkirchen "Kein Fußbreit den Faschisten!" von einem breiten Bündnis durchgesetzt und ein NPD-Einmarsch nach Gelsenkirchen verhindert - MLPD und REBELL aktiv dabei (rf-foto)

Gerade im Bergbau, der die Region stark geprägt hat, war unter Tage, wo jeder für das Leben des anderen Verantwortung übernehmen musste, kein Platz für Rassismus, Antisemitismus oder faschistisches Gedankengut. Migration hat seit den Anfängen der Industrialisierung des Ruhrgebiets die Kultur der Region mitbeeinflusst.

 

Das Zusammenleben von Menschen verschiedenster Herkunft, vor allem aber die Prägung durch die revolutionäre Arbeiterbewegung mit ihrem internationalistischem Geist machte und macht es Ultrareaktionären, Faschisten und Rassisten bis heute schwer in der „Stadt der Tausend Feuer“ irgendwie an Einfluss zu gewinnen. So bekommen die Neofaschisten der NPD seit Jahrzehnten hier kein Bein auf den Boden.

Anna Bartholomé und Wolfgang Göller (rf-fotos)
Anna Bartholomé und Wolfgang Göller (rf-fotos)

In Kürze

  • In der Arbeiterstadt Gelsenkirchen versuchen sich faschistische Einzelpersonen und "Die Rechte" im Windschatten der Seehofer-Hetze zu etablieren
  • Dabei schrecken sie vor Mordanschlägen auf Vertreter der MLPD als konsequent antifaschistischer Kraft nicht zurück
  • Verbot aller faschistischen Organisationen und ihrer Propaganda - strenge Verfolgung der Verantwortlichen für die Anschläge!

Mit der Rechtsentwicklung der Bundesregierung und der bürgerlichen Parteien soll auch dies zurückgedrängt werden. „Terrorismus“-Hetze und systematische Stimmungsmache gegen Flüchtlinge sind die Begleitmusik zu massiver Beschneidung bürgerlich-demokratischer Rechte und Freiheiten, zu Kriminalisierung und Hetze von und gegen linke und fortschrittliche Menschen und vor allem Marxisten-Leninisten.

 

Diese Entwicklung ermuntert auch ultrareaktionäre, faschistoide und offen faschistische Kräfte. So versucht nun auch die faschistische Partei "Die Rechte", in Gelsenkirchen Fuß zu fassen.

MLPD: Konsequent antifaschistische Kraft

Die MLPD ist eine konsequent antifaschistische Kraft. Sie schreibt dazu: „Den Neofaschisten ist es in Deutschland nicht gelungen, eine nennenswerte Massenbasis aufzubauen. Kein Auftreten der Neofaschisten ohne dass sich nicht eine Vielzahl von Menschen mutig dagegen stellt. Insbesondere die Jugend steht links! Das zeigen die erfolgreichen antifaschistischen Blockaden gegen europaweite Aufmärsche der Faschisten in Köln oder Dresden. Unter der Losung ‚Keinen Fußbreit den Faschisten!‘ ist die MLPD ein Aktivposten im antifaschistischen Kampf.“ Offensichtlich wird sie deshalb jetzt verstärkt von den Faschisten ins Visier genommen.

Aktuelle Pressemitteilung

In einer aktuellen Pressemitteilung schreibt das Zentralkomitee der MLPD: „Seit Mitte Dezember häufen sich faschistische Attacken, die sich gezielt gegen die MLPD richten. Ganz offensichtlich rückt sie als konsequent antifaschistische Kraft verstärkt in den Fokus dieser Kräfte. Am 17. Dezember wurde die Privatadresse von Monika Gärtner-Engel, der Internationalismusverantwortlichen im Zentralkomitee der MLPD, im Internet veröffentlicht. Der Urheber, Jörg Reger aus Marl, ist ein bekannter Faschist und vorbestraft im Zusammenhang mit Kinderpornografie. Er verband seine Veröffentlichung mit eindeutigen Aufforderungen zu nächtlichen Besuchen. Im Zusammenhang mit früheren Posts von ihm ist dies eine erneute Morddrohung.

Mordanschläge auf zwei bekannte MLPD-Mitglieder

Am 27. Dezember bzw. 5. Januar wurden Mordanschläge auf zwei bekannte Mitglieder der MLPD, Anna Bartholomé und Wolfgang Göller, in Gelsenkirchen bzw. Marl verübt. Professionell wurden jeweils ihre Autoreifen auf der Innenseite so aufgeschlitzt, dass dies nicht unmittelbar sichtbar ist. Sie sollten erst beim Fahren mit höherer Geschwindigkeit oder in Kurven platzen – um größtmöglichen Schaden bis zum Tod anzurichten.

 

Vorausgegangen waren Schmierereien an der Parteizentrale der MLPD in Gelsenkirchen, einschlägige Aufkleber und ähnliches. Außerdem gab es Ausspähungsversuche des ebenfalls bekannten Faschisten Henry Schwind vor dem Büro der MLPD Gelsenkirchen

 

Am 29. Dezember startete eine Handvoll Faschisten der faschistischen Neonazi-Gruppierung 'Die Rechte' eine Provokation vor der Parteizentrale der MLPD. Für einige Augenblicke entrollten sie Transparente, filmten sich dabei und suchten schnell wieder das Weite.

Wir nehmen diese Häufung an feigen Maßnahmen und die neue Qualität mit offensichtlich von ‚fachkundiger‘ Hand verübten Mordanschlägen sehr ernst

Gabi Fechtner, Vorsitzende der MLPD

'Wir nehmen diese Häufung an feigen Maßnahmen und die neue Qualität mit offensichtlich von ‚fachkundiger‘ Hand verübten Mordanschlägen sehr ernst', so die Parteivorsitzende der MLPD, Gabi Fechtner. 'Sie sind auch Ergebnis eines immensen Spielraums, der diesen vielfach vorbestraften und bekannten Faschisten von staatlicher Seite gewährt wird. Jörg Reger ist seit langem bekannt, veröffentlicht Texte mit eindeutigem Inhalt (‚bis es keinen Feind mehr gibt‘). Aber er ist immer noch auf freiem Fuß.“

 

Besonders dieser Fakt, dass der Staatsschutz Leute wie Reger weiter frei herumlaufen lässt, obwohl er aktuell nur auf Bewährung aus dem Gefängnis heraus ist, und eigentlich sofort wieder inhaftiert werden könnte, ist ein Skandal.

Für das Verbot aller faschistischen Organisationen

Weiter schreibt das Zentralkomitee: „Wir fordern unsere Freunde und Genossen sowie die Bevölkerung und demokratische Öffentlichkeit zu verstärkter Wachsamkeit und Protest auf. Verbot aller faschistischen Organisationen! Wir fordern die umgehende Inhaftierung von Jörg Reger und strengste Verfolgung der hier verübten Attacken und Anschläge.“