Berlin

"Noch ein weiteres Jahrhundert wird es nicht dauern ..."

Für mich ist noch ein Thema ganz wichtig: Die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen.

Korrespondenz aus Berlin

"Gehaltsunterschiede offenlegen“ - das Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit wurde in der Berliner Zeitung zu Recht als "zahnloser Tiger" bezeichnet. Aber die Lohnunterschiede sind eine Schande. Es gibt gute Beispiele, wie Frauen dagegen kämpfen und vor Gericht gehen.

 

Seit dem 1. Januar 2018 ist in Island als einzigem Land gesetzlich geregelt, dass Männer und Frauen für gleiche Arbeit auch die gleiche Bezahlung bekommen. Prima!

 

Eine BBS-Korrespondentin hatte vor ungefähr zwei Jahren, als sie erfuhr, dass ihre Kollegen mehr Gehalt erhalten, gleiches Gehalt eingefordert. Eine Erhöhung von 50000 Dollar lehnte sie ab, weil dies dann noch nicht dem Gehalt von Männern entsprach. Als man ihr dies verweigerte, kündigte sie ihre Stellung.

 

Am 18. Dezember 2018 berichtete die Berliner Zeitung von der Journalistin Frau Birte Meier, die gegen ihren Arbeitgeber, das ZDF, klagt wegen ungleicher Bezahlung. Hoffe es gibt noch mehr so mutige Beispiele heute und in Zukunft.

 

Nach der Revolution 1919 wurde in manchen Betrieben gleicher Lohn für Frauen und Männer eingeführt. In meinen 50 Arbeitsjahren war ein erfolgreicher Kampf gegen die „Leichtlohngruppen“, die dann gestrichen wurden.

 

Der Kampf um angemessene Eingruppierung von sogenannten Frauenarbeitsplätzen wie die von Erzieherinnen war weniger erfolgreich und muss unbedingt weitergeführt werden.

 

Also liebe Kolleginnen und Kollegen, geben wir die Hoffnung nicht auf: Es sind ja erst 100 Jahre her, noch ein weiteres Jahrhundert wird es nicht dauern, der Kampf geht erfolgreich weiter.

 

Ein gesundes und kämpferisches Jahr 2019 - mit herzlichen und couragierten Grüßen!