Automobilindustrie

"Transformation" bei Bosch?

Zur so genannten Transformation bei Bosch schreibt die Kollegenzeitung von und für Kollegen im Bosch-Konzern, Leiharbeiter und Zuliefererfirmen "Hochdruck&Zündstoff":

Aus Kollegenzeitung "Hochdruck & Zündstoff"

Der Bosch-Konzern verklärt den Umbau zu einem Internet- und Autozuliefererkonzern als Transformation zu einem besseren Konzern. Es soll ein fundamentaler, dauerhafter Wandel sein, und von dem schmutzigen Geschäft mit dem Diesel und der schleichenden Arbeitsplatzvernichtung ablenken. Denn wohin die Autokonzerne und Bosch "transformieren", ist in Wirklichkeit der Ausbau des Autoverkehrs mit Verbrennungs- und Elektromotoren. Zur Arbeitsplatzvernichtung durch die Neuorganisation der internationalen Produktion kommt dann noch die Strukturkrise der Umstellung auf E-Mobilität dazu.

 

Die "Transformation" von Bosch bei der sozialen Lage ist ein Angriff auf gewerkschaftliche Rechte und die Organisiertheit der Arbeiter weltweit. Bosch will dauerhaft Befristungen, Leiharbeit, Ausgliederungen und spalterische Standortverträge.

 

Die Vertrauenskrise der Autokonzerne vertieft sich. VW, Daimler, BMW, Ford, Opel, alle benutzen illegale Software für Abschalteinrichtungen, die von Bosch entwickelt wurde. Sie setzen ihren Betrug auch bei Euro-6-Dieseln fort. Es gibt weiter Abschalteinrichtungen, ungenügend beschichtete Katalysatoren, zu kleine AdBlue-Tanks. Erst seit September 2018 werden Euro-6d-Diesel in großer Serie produziert, die die Grenzwerte einhalten. Das Autokartell lehnt die Produkthaftung ab und schiebt Nachrüstungen den Autokäufern zu - mit Abschlagszahlungen ohne Haftung. Und sie stricken sich noch ein Konjunkturprogramm mit Steuermitteln zum Neukauf von Autos.

 

Im Gegensatz dazu ist ... der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs zum Nulltarif, Güterverkehr auf der Schiene bei schnellstmöglicher Umstellung auf erneuerbare Energien nötig ...