Friedensnobelpreis

Nadia Murad – eine mutige Kämpferin gegen sexuelle Gewalt

Infolge der Veröffentlichung des Artikels über den diesjährigen Friedensnobelpreisträger Dr. Denis Mukwege am gestrigen, 9. Oktober auf "Rote Fahne News"¹ erreichten die Redaktion berechtigte Kritiken, dass damit eine einseitige Berichterstattung erfolgte.

Von ffz

Mukwege bekommt den Preis gemeinsam mit der ezidischen Aktivistin gegen Gewalt an Frauen, Nadia Murad, die wir deshalb an diese Stelle vorstellen wollen.

 

Nadia Murad ist eine mutige und starke Frau. Am 3. August 2014 überfielen die faschistischen Mörderbanden des so genannten Islamischen Staats (IS) ihr Heimatdorf Kocho im irakischen Sindschar. Nadia Murad gehört der Glaubensgemeinschaft der Eziden an und wurde von den IS-Faschisten als Sklavin verkauft, mehrfach vergewaltigt und gefoltert. 18 ihrer Familienmitglieder fanden bei dem vom IS begangenen Völkermord in Sindschar den Tod.

PKK-Guerilla befreite Sindschar

Während die Guerillas der PKK den IS wieder aus dem Sindschar vertrieben, gelang ihr die Flucht nach Mossul (Irak) und schließlich nach Deutschland. Heute lebst sie anonym in Baden-Württemberg und wurde ein Vorbild und Symbol für den mutigen Frauenwiderstand.

Ihr Schicksal soll nicht das Schicksal anderer Frauen sein

Sie machte und macht die Kriegsgräuel des IS an wehrlosen Frauen öffentlich und trug so zur Aufklärung über diese Verbrechen bei. Sie kämpft rastlos für die Anerkennung des Völkermords an den Eziden als solchen. Besonders setzt sie sich für die Befreiung der mindestens 1.700 Ezidinnen ein, die immer noch unter Bedingungen der Sklaverei in der Gewalt der IS-Mörder sind. Dafür tritt sie öffentlich auf und wirbt um Unterstützung.  Sie setzt alles daran, dass ihr Schicksal nicht das Schicksal anderer Frauen wird und kämpft für die Ächtung und das Verbot von Gewalt an Frauen als Kriegswaffe.