Veranstaltung zum Bergarbeiterstreik

"Größte Bedeutung für die aktuellen politischen Auseinandersetzungen"

Die Arbeiterbewegung ist das Rückgrat des Kampfs gegen die Rechtsentwicklung der Regierungen; die Arbeiterklasse ist die führende Kraft im Kampf gegen bürgerlichen Staat, Monopole und für eine sozialistische Gesellschaft. Die MLPD legt deshalb gerade in den heutigen bewegten Zeiten größtes Gewicht auf diese einzigartige Arbeiterveranstaltung.

Von as
"Größte Bedeutung für die aktuellen politischen Auseinandersetzungen"

Bürgerliche Politiker und Medien stimmen einen Abgesang auf den Streinkohlebergbau an. Die ruhrgebietsweite Montagsdemo am 17. September und besonders die Veranstaltung von Kumpel für Auf "Der große Bergarbeiterstreik 1997“ am kommenden Samstag in Gelsenkirchen setzen dagegen einen Pflock: Die revolutionäre kämpferische Tradition der Bergarbeiterbewegung ist unauslöschlich. In der Geschichte war sie die Avantgarde der Arbeiterbewegung.

Viele begrüßen die Veranstaltung

Überall im Ruhrgebiet sind Aktivisten unterwegs und laden zur Veranstaltung ein. Mit Straßenumzügen wird für die Veranstaltung geworben. Eine Korrespondentin berichtet: "In Essen-Katernberg ziehen wir bei bestem Wetter von Haus zu Haus. Viele sind in den Gärten und begrüßen die Veranstaltung. 'So ein Streik ist eine ganz wichtige Erfahrung, das muss lebendig bleiben.' Dass der Kultursaal in der Horster Mitte nicht genutzt werden darf, empört: 'Denen passt eure Haltung nicht. Das ist doch wieder typisch Stadt!' Dass bei der Revue wirklich Arbeiter zu Wort kommen, ist was Besonderes. 'Nicht die Betriebsräte, die nur nach ihren Pöstchen gucken'. Mit Lautsprecher, Plakaten und vielen Zeitungen und Einladungen geht es noch weiter!

Zechenstilllegung und -flutung steht massiv in der Kritik

In einer Pressemitteilung des Veranstalters „Kumpel für AUF“ hieß es gestern: „In der breiten Mobilisierung treffen wir auf viel Zustimmung, dass die Stilllegung der letzten beiden Kohlezechen durch RAG und Regierung nicht zu akzeptieren ist. Auch die Flutung der Zechen, die die Gefahr der Vergiftung unseres Grundwassers heraufbeschwört, steht massiv in der Kritik.“

"Einzigartige Veranstaltung"

Die Gelsenkirchener Stadtteilzeitung „Familienpost“ spricht von einer „einzigartigen Veranstaltung“: „Trotz Geschichtsrückblick fällt doch eines sofort ins Auge: es fehlt etwas! Die vielen Kämpfe der Bergarbeiter, ohne die schon viel früher die Zechen stillgelegt worden wären. Von besonderer Bedeutung ist der große Bergarbeiterstreik im März 1997, der von den Kumpel der Zeche Hugo/Gelsenkirchen ausging.“

Absage an Abgesang

Schon die Vorbereitung der Veranstaltung ist eine einzige Absage an Abgesang und weinerliche Klagen: Kumpel und ihre Familien graben ihre Erinnerungen an diese heißen Tage im Ruhrgebiet aus. Jugendliche erfahren bei Interviews mit diesen Zeitzeugen, was es heißt „Alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will.“ Kollegen aus anderen Branchen ziehen Lehren, wie man siegreich gegen die Vernichtung von Arbeitsplätzen und gegen arbeiterfeindliche Regierungen kämpfen kann.

Nicht einmal eine Ausnahmegenehmigung für den Kultursaal!

Eine solche Stärkung des Selbstbewusstseins passt der Gelsenkirchener Stadtverwaltung (und wer auch immer „dahinter steht“) offensichtlich nicht. Sie untersagt die Nutzung des vorgesehenen Veranstaltungsortes und will nicht einmal eine Ausnahmegenehmigung für diese Veranstaltung am 6.10. im Kultursaal der „Horster Mitte“ erteilen.

 

Die Bergarbeiterinitiative „Kumpel für AUF“ hat am 28.9. umgehend Protest erhoben: „Wir sind wie viele Familien im Ruhrgebiet empört über die Absage der Nutzungserlaubnis des Horster Mitte-Saals. Und das mit fadenscheiniger Begründung von fehlendem Brandschutz! Die Ablehnung durch die Stadt Gelsenkirchen ist eindeutig politisch motiviert. So liegt ein 30-seitiges Brandschutzgutachten vor.

 

Kann es sein, dass es von der Stadtverwaltung unerwünscht ist, wenn die Bergleute in der Revue (im Hauptprogramm der Veranstaltung) selbst zu Wort kommen? Wenn sie berichten, wie sie beim großen Bergarbeiterstreik 1997 die Autobahnen besetzt, die Bannmeile gestürmt, die Tore besetzt haben? Sollen die tollen Filmsequenzen aus dem Streik 1997, kleine Powerpoint-Vorträge zur Geschichte der Bergarbeiterbewegung, Lieder, Musikbeiträge und szenische Darstellungen der Bevölkerung und vor allem der Jugend im Ruhrgebiet möglichst vorenthalten werden?

 

Die Veranstaltung hat größte Bedeutung für die aktuellen politischen Auseinandersetzungen. Sie gibt Selbstbewusstsein gegen alle Unkenrufe, dass ‚man eh nichts ändern könne‘.“

Bergarbeiter stehen für die Zukunft!

Mit der Schließung des Steinkohlebergbaus in Deutschland werden nicht nur Förderstätten eines wertvollen Rohstoffes aus Profitsucht aufgegeben, sondern es soll auch die Bergarbeiterbewegung als besonders kämpferischer Teil der Arbeiterbewegung beerdigt werden.

 

Die Veranstaltung am nächsten Samstag wird aber die Fackel der kämpferischen und revolutionären Tradition der Bergarbeiter weitertragen. In Deutschland kämpfen Bergarbeiter weiter wie die Kumpel von Rathscheck/Eifel, die gerade gegen die Schließung ihres Schieferbergwerks kämpfen.

 

Und weltweit kommen gerade aus der Bewegung von 22 Millionen Bergarbeiter die kämpferischen Impulse für Massenbewegungen wie dieser Tage von Kumpel der Goldmine OceanaGold Waihi auf der Nordinsel Neuseelands oder denen der Eisenerzminen des Stahlkonzerns ArcelorMittal in Liberia. Vor einigen Wochen sind Hunderte Bergarbeiter aus so gut wie allen Zechen des Landes vor das ukrainische Parlament gezogen.

 

Das aktuelle Rote Fahne Magazin 20/2018 lässt diese Rolle der Bergarbeiter lebendig werden und trifft den Nagel auf den Kopf: „Bergarbeiter stehen für die Zukunft!“

Noch viele Möglichkeiten zur Mitwirkung!

Die Veranstaltung heute in einer Woche, am Samstag, dem 6. Oktober 2018, ab 16 Uhr Vorprogramm mit Bergmannsliedern, Ausstellungen, Infoständen, Ruhrpott-Leckereien und vieles mehr und ab 19 Uhr mit großer Revue zum Bergarbeiterstreik und anschließendem Tanz findet in Gelsenkirchen-Horst, Schmalhorststraße 1a statt.

 

Weitere Zeitzeugen, Unterstützerinnen und Unterstützer mit Dokumenten und Bergbau-Utensilien, Helfer beim Aufbau der Veranstaltung, an den Verpflegungsständen etc. melden sich bitte bei Kumpel für AUF, GE, Schmalhorststr. 1 c (kumpel-@gmx.de)

 

Hier steht der Programm- und Einladungs-Flyer mit allen Infos zur Verfügung