Rassismus beim Fußball

Mitspieler bekunden Solidarität

Mit einer prompten Reaktion auf rassistische Zwischenrufe beim Fußballspiel der Kreisliga A Ost Hochrhein (Landkreis Lörrach) zwischen dem FC Weizen und dem SC Lauchringen hat die Mannschaft des SC Lauchringen am letzten Wochenende geantwortet:

Korrespondenz aus Stuttgart

Aus Protest und Solidarität mit ihrem weinenden Mitspieler Kebba Mamadou aus Ghana haben sie den Platz verlassen und sind geschlossen in die Kabine gegangen.

Spieler verließen aus Solidarität den Platz

Beim Stand von 4:1 für den FC Weizen bekam Mamadou den Ball an der Seitenlinie und wurde dabei von einigen Zuschauern rassistisch beschimpft, so dass er weinend zur Bank und in die Kabine ging. Der Schiedsrichter wollte das Spiel kurz vor Schluss - unter diesen Umständen - noch unbedingt zu Ende bringen. Die Spieler des SC Lauchringen weigerten sich aber hartnäckig, weiterzuspielen! Nach weiteren Anpöbeleien aus dem Publikum beim Gang in die Kabine fuhr die Mannschaft ungeduscht nach Hause!

 

Die Fußballer des FC Weizen haben sich „vollkommen korrekt verhalten“, so der Trainer des SC Lauchringen. Während der Auseinandersetzung mit dem Schiedsrichter hatte sich der rechte Wortführer der drei maßgeblichen rassistischen Schreihälse feige aus dem Staub gemacht.¹

 

Bisher ist nicht bekannt, ob der verantwortliche Südbadische Fußballverband als Unterorganisation des DFB irgendwelche - eventuell strafrechtliche - Konsequenzen daraus gezogen hat. Die Fußballspieler von Lauchringen sind mit gutem Beispiel vorangegangen. Auf dem Fußballplatz oder anderswo, überall, wo solche faschistoiden Elemente auftreten, gilt es, ihnen mutig entgegenzutreten. Wehret den Anfängen!