Themar

Antifaschistischer Protest und Empörung über Angriffe gegen MLPD

Tassilo Timm (MLPD) und Dominik Golenia (Eisenacher Aufbruch) besuchten im Auftrag des Internationalistischen Bündnisses das Bündnis für Demokratie und Weltoffenheit Kloster Veßra. Es befindet sich fieberhaft in den Vorbereitungen zum Protest gegen das erneut genehmigte faschistische Konzert in Themar.

Korrespondenz aus Eisenach

Samstag morgen: eine Wiese hinter einer Tankstelle neben dem möglichen Veranstaltungsgelände in Themar. Herzlich ist die Begrüßung.

 

Während wir die Bedingungen vor Ort beraten, treffen immer mehr Themaraner und Leute aus der Umgebung ein, um die geschmiedeten Pläne in die Tat umzusetzen. Immer begleitet von einem 3Sat-Kamerateam, haben wir uns auch gleich praktisch mit an die Arbeit gemacht. Mit Zaunpfählen wird das Gelände abgeriegelt, auf dem das Faschistenkonzert stattfinden soll.

Helle Aufregung über Polizeiattacken gegen Rebellisches Musikfestival

Auch Klaus Dimler (VVN) packte kräftig mit an und konnte den Aktivisten und der Presse viel über das Wirken seines Vaters Kurt Dimler beim Widerstandskampf im Lager Buchenwald berichten.


Das beste neben der Arbeit war ein reger Erfahrungsaustausch zum antifaschistischen Kampf. Unser Auftritt mit dem Flugblatt zu den Polizeiattacken gegen das Rebellische Musikfestival und deren Schirmherren traf immer wieder auf helle Aufregung, obwohl es vielen schon bekannt war. Die fortschrittlichen, linken Kräfte werden massiv bekämpft, aber die Verfahren gegen die Verbrechen auf dem letzten Faschistenkonzert hier in Themar werden bagatellisiert und verschleppt.

Faschisten werden keine Ruhe finden

Ganz anders die Polizistin vor Ort. Freundlich, aufgeschlossen und im herzlichen Dialog mit allen Anwesenden, achtete sie darauf, ob nicht vielleicht doch irgendwo Provokateure auftauchen.


Auf unsere Frage hin, was gemacht wird, wenn das Konzert bei so viel Gegenwind nicht in Themar, sondern in einem der benachbarten Orte stattfinden würde, hatten die Antifaschisten eine klare Antwort: „Wenn die es woanders machen, packen wir halt unseren Sack und machen den Protest dort.“ So viel Courage muss alle Unterstützung erfahren. Deshalb sind alle aufgerufen, am 8./9. Juni nach Themar zu kommen. Keinen Fußbreit für Faschisten!