Bochum

Gegen die Erpressung des PSA/Opel-Vorstands

Aktuell versucht der Vorstand des Automonopols PSA/Opel, die Belegschaften in den Werken zu erpressen. Dazu erklärt Steffen Reichelt, IG-Metall-Mitglied im Betriebsrat bei Opel Bochum von der Liste OFFENSIV:

Von OFFENSIV

"Am 8. Mai fand eine weitere Sitzung der Einigungsstelle statt, mit deren Hilfe der PSA/Opel-Vorstand seine Angriffe aus dem Plan PACE gegen die Konzernbelegschaft durchsetzen will.

Gerade wir in Bochum wissen doch, dass ein solcher Verzicht niemals Arbeitsplätze rettet

Steffen Reichelt

Im Vorfeld hatte der Vorstand nun auch speziell die Belegschaft des europäischen Zentrallagers in Bochum zu erpressen versucht: Nur wenn wir einem Ausstieg aus dem Flächentarifvertrag Metall&Elektro zustimmen würden, könnte der Vorstand den Fortbestand des Lagers garantieren. Der Wechsel in einen Logistik-Tarif würde aber jede Kollegin und jeden Kollegen mehrere Hundert Euro Lohn im Monat kosten.

 

Gerade wir in Bochum wissen doch, dass ein solcher Verzicht niemals Arbeitsplätze rettet, sondern nur die nächste Erpressung vorbereitet. Dementsprechend groß ist auch die klare Haltung der Belegschaft gegen jeden Verzicht.

 

Trotz großspuriger Ankündigungen - auch in den Medien - konnte sich der Vorstand bei der jetzigen Lohnerhöhung nicht durchsetzen und musste die vollen 4,3 Prozent auszahlen. Ein ganz wichtiger Erfolg, der zeigt, dass wir uns durchsetzen können. Die Einigungsstelle am Dienstag ergab übrigens nichts neues, und man vertagte sich auf den 28./29. Mai!"