1. Mai

Rote Karte gegen den Vertreter des Rechtsrucks der Regierung

In Duisburg organisierte das Internationalistische Bündnis gemeinsam mit anderen kämpferischen Kräften eine Auftaktkundgebung vor der anschließenden 1. Mai-Demonstration. Die Kundgebung brachte eine große Vielfalt zum Ausdruck: von Migranten, die sich besonders gegen Leiharbeit einsetzten; der Umweltgewerkschaft; einem Flüchtling aus Syrien; Stahlarbeitern und Kolleginnen und Kollegen aus Pflege und Krankenhäusern.

Von Korrespondenz

Aufgerufen wurde gegen den Aufmarsch faschistischer Kräfte am nächsten Samstag und zur Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf, der REBELL warb für das antifaschistische und antiimperialistische rebellische Musikfestival an Pfingsten. Angesichts der weltweit wachsenden Kriegsgefahr war ein wichtiges Thema, dass die  Arbeiterbewegung verstärkt Verantwortung für die gesamte gesellschaftliche Entwicklung übernehmen muss. Der Vertreter der MLPD trat für den echen Sozialismus als Perspektive ein.

 

Begleitet wurde die Kundgebung von der Trommelgruppe des Bauwagenplatzes. Bei der insgesamt geringeren Teilnehmerzahl der Demonstration war auffällig die kämpferische Beteiligung der Gewerkschaftsjugend, die sich insbesondere für Übernahme und gegen Leiharbeit einsetzte. Neben der Gewerkschaftsjugend war es vor allem der kämpferische Block um das Internationalistische Bündnis, der lautstark mit Parolen, Liedern und Trommeln für Stimmung sorgte.

 

Skandalös dagegen das Auftreten der Duisburger Polizei, die sämtliche Fahnen und Transparente der kurdischen Migrantenorganisation Nav-Dem beschlagnahmte. Beim Einmarsch am Kundgebungsort im Landschaftspark Nord wurde dagegen mit kurzen Ansprachen protestiert. Das traf auf viel Zustimmung der Umstehenden.

 

Hauptredner der DGB-Kundgebung war NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Er war auffällig bemüht, die wenigen sozialen Zugeständnisse der GroKo herauszustellen und das hohe Lied der Mitbestimmung zu singen. Zu seinem Auftritt hatte die Montagsdemo „rote Karten“ verteilt, die u.a. seine
Sanktionspolitik gegen jugendliche Hartz-IV-Empfänger anprangerten. Viele kritisierten, dass überhaupt ein Vertreter des Rechtsrucks der Regierung auf der gewerkschaftlichen Kundgebung die Hautrede hält.

 

Ein wichtiger Erfolg am Kundgebungsort war, dass das Internationalistische Bündnis selbstbewusst und mit spürbar gewachsenem Zusammenhalt seinen Info-Stand durchführte.