Pflegekräfte

Nullnummer von Gesundheitsminister Jens Spahn

8000 zusätzliche Pflegekräfte hat die neue CDU/CSU/SPD-Regierung versprochen. Das sind gerade mal eine halbe Zusatzkraft pro Pflegeheim.

Von gp

Nicht mehr als ein Tropfen auf einem heißen Stein. Insgesamt fehlen nach Angaben des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes mindesten 100 000 Pflegekräfte in Deutschland.

 

Der neue Gesundheitsminister Jens Spahn hat groß angekündigt, mit Pflegerinnen und Pflegern aus dem Ausland schnell Abhilfe schaffen zu wollen. Damit streue Spahn der Bevölkerung Sand in die Augen, kritisiert Eugen Brysch von der Deutschen Stiftung Patientenschutz. Spahn müsse wissen, “dass alle bisherigen Programme zur Anwerbung ausländischer Pflegekräfte gescheitert sind".

 

In Deutschland in einem Pflegeberuf zu arbeiten ist abschreckend. Schlechte Bezahlung, kaum Fortbildung und Beratung in medizinisch-pflegerischen Fragen und der hohe Arbeitsdruck führten dazu, dass gut ausgebildete Menschen lieber in der Schweiz, Großbritannien oder Skandinavien arbeiteten.  Die schlechten Arbeitsbedingungen sorgten auch dafür, dass deutsche Pflegekräfte verstärkt ins Ausland abwandern. Es ist im Interesse der in der Pflege beschäftigten und der zu pflegenden Menschen, dass Bezahlung und Arbeitsbedingungen erheblich verbessert werden.

 

Das wird um so besser gelingen, je mehr in der Pflege Beschäftigte sich in ver.di organisieren und ihre Forderungen auch von anderen Gewerkschaften und den breiten Massen unterstützt werden. Auf Lautsprecher Jens Spahn zu setzen, wird vergebens sein!