Solidarität

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Türkisches Militär bereitet Überfall auf die Stadt Efrîn vor

Am 20. Januar überfiel das türkische Militär den Kanton Efrîn in der Demokratischen Föderation Nordsyrien (Rojava).

Von hodo
Türkisches Militär bereitet Überfall auf die Stadt Efrîn vor
Die Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) mit den Volks- und Frauenverteidigungseinheiten (YPG/YPJ) als Kern kämpfen seit 51 Tagen gegen die faschistischen Invasoren (foto: ANF)

Da die imperialistischen Mächte USA, Russland, Iran usw. in der jetzigen Phase des Krieges Syrien unter sich aufteilen wollen, haben sie auf verschiedene Art und Weise der Türkei die völkerrechtswidrige Aggression ermöglicht. Die deutsche Regierung lieferte die bei dem Angriff eingesetzten Leopard-2-Panzer und leistet logistische Hilfe, unter anderem mit Phantom-Aufklärungsflugzeugen der Luftwaffe.

Neues Transparent von ICOR und MLPD
Neues Transparent von ICOR und MLPD
„Freunde der ICOR Hamburg“ haben ein Transparent mit der Losung »Efrîn wird leben!« für den Einsatz zum ICOR-Aktionstag am 21. März erstellt. Interessenten können das Transparent bis morgen, Dienstag Abend, über die E-Mail-Adresse ist.brandt@online.de oder Mobil 0152 289 586 44 bestellen. Es kostet 103 Euro.

Die Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) und die an ihnen beteiligten kurdischen Volks- und Frauenverteidigungseinheiten YPG und YPJ leisten seit 51 Tagen heldenhaften Widerstand gegen die militärtechnisch überlegene türkische Armee. Bewaffnete Einheiten der SDF aus anderen Teilen Syriens eilen ihnen zur Hilfe. Zehntausende protestieren in ganz Rojava und Efrîn selbst auf den Straßen und stellen sich der völkerrechtswidrigen Aggression entgegen. Weltweit protestieren in den letzten Tagen Hunderttausende, darunter auch in neun Städten Südkurdistans (Nordirak).

Türkisches Militär setzt berüchtigte Spezialtruppen ein

Das türkische Militär steht mittlerweile unmittelbar vor Efrîn und setzt laut dem Nachrichtendienst Al-Monitor auch Spezialtruppen ein, um "Häuser zu durchsuchen". Diese Einheiten sind durch brutalstes Vorgehen bekannt. Sie haben vor zwei Jahren die historische Altstadt von Diyarbakir in Schutt und Asche gelegt, ebenso fast die ganze Stadt Nusaybin. Sie waren für die „Umsiedlung“ - also Vertreibung - von 300.000 bis 400.000 Menschen verantwortlich. Jetzt droht einer halben Million Menschen in Efrîn der Massenmord.

Kein Wort des Protests aus Berlin

Alles kein Grund für die deutsche Regierung, in irgendeiner Weise zu protestieren. Während über Assads Bombenterror in Ost-Ghouta bei Damaskus Krokodilstränen vergossen werden, kein Wort der Kritik zur Aggression der Türkei. Im Gegenteil!

 

Staatliche Behördern gehen immer repressiver gegen die seit Wochen anhaltenden Proteste und Solidaritätsaktionen mit Efrîn vor: Verbot von Fahnen, Demonstrationen, sogar der diesjährigen bundesweiten Newrozfeier, Razzien gegen kurdische Einrichtungen, Durchsuchung der Geschäftsräume des Mesopotamien-Verlags in Neuss. Das alles direkt nach dem Besuch des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu in Berlin.

 

Wenn die Bundesregierung in ihren Stellungnahmen zum Vorgehen der Türkei den Charakter als Angriffskrieg ausblendet, jetzt aber Meldungen lanciert, kurdische Organisationen würden "Anschläge" in Deutschland vorbereiten und bei Demonstrationen würden Kurden die Polizei "angreifen", stellt das die Realität vollständig auf den Kopf.

Auf zum Aktionstag "Efrîn wird leben"

Die Entwicklung in Efrîn zeigt: Jede Hoffnung auf eine imperialistische Regierung ist zum Scheitern verurteilt. Wie bei der Verteidigung von Kobanê kommt es entscheidend darauf an, den gemeinsamen Kampf der kurdischen Bewegung mit der weltweiten Arbeiter- und revolutionären Bewegung höherzuentwickeln und eine breite Front des antifaschistischen sowie antiimperialistischen Kampfs zu schaffen.

 

Dafür steht insbesondere der Solidaritätspakt der revolutionären Weltorganisation ICOR mit dem kurdischen Freiheitskampf. Die ICOR ruft gemeinsam mit dem IPLS (Internationaler Bund des Kampfes der Völker) dazu auf, am 21. März, dem Tag des Newroz-Festes, einen weltweiten Aktionstag „Efrîn wird leben!“ durchzuführen. Die MLPD beteiligt sich aktiv an der Organisierung dezentraler Kundgebungen, Demonstrationen und Feste.

Thema bei den Montagsdemonstrationen

Und die Koordinierungsgruppe der Bundesweiten Montagsdemo erklärt: "Wir werden bundesweit bei den heutigen Montagsdemonstrationen den Protest gegen die völkerrechtswidrigen Angriffe des faschistischen türkischen Regimes und die Solidarität mit dem Widerstand in Efrîn zum Thema machen."

 

Türkei raus aus Rojava! Alle Imperialisten raus aus Syrien!

Der Kampf um Demokratie und Freiheit in Efrîn ist auch unser Kampf!

Schluss mit Waffenlieferungen und militärischer Unterstützung der Türkei!

Es lebe der proletarische Internationalismus!

Für Frieden, Freiheit, Sozialismus!