Efrîn-Solidarität

Türkische Armee zahlt Blutzoll – Solidaritätsdemo in Köln verboten

Die türkische Armee zahlte an diesem Wochenende ihren bisher höchsten Blutzoll in Efrîn.

Von ffz
Türkische Armee zahlt Blutzoll – Solidaritätsdemo in Köln verboten
YPG-Kommandant Manî Egîd (foto: ANF)

Bei einen Hubschrauber-Abschuss durch die Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) und verschiedenen militärischen Abwehraktionen der Volks- und Frauenverteidigungseinheiten (YPG/YPJ) sowie der SDF kamen allein zwölf türkische Soldaten ums Leben.

Widerstand in ganz Efrîn

Zum schweren Vorankommen des zweitgrößten Nato-Landheers erklärt YPG-Kommandant Manî Egîd gegenüber ANF: „Zu Beginn hieß es, die Türkei werde Efrîn innerhalb von drei Stunden einnehmen. Aus den drei Stunden wurden drei Tage und dann eine Woche. Heute ist jedoch der 23. Tag des Widerstands. In ganz Efrîn wird Widerstand geleistet.“

 

Die Solidaritätsdemos gehen unterdessen deutschlandweit weiter. Sie richten sich auch gegen die klammheimliche Unterstützung der Bundesregierung, die zu Erdogans Krieg weiter schweigt. Aus Nürnberg erreichte Rote Fahne News folgende Kurzkorrespondenz: „Am heutigen Samstag, 10. Februar, fand eine Demonstration vom Bündnis 'Frieden in Kurdistan – Efrin' in Nürnberg statt. Gestartet sind wir bei den Nürnberger Nachrichten, weil diese über unsere letzten Aktionen nicht berichteten. Wir waren etwa 250 bis 300 Menschen.“

Polizei versucht Solidarität einzukesseln

Empörend ist das Verhalten der Kölner Stadtspitze und der Polizei, die die Demonstration für Efrîn in der Stadt mit der Begründung „Karneval“ abgesagt hatte. Nachdem die Demonstrantinnen und Demonstranten das akzeptiert hatten und friedlich in Duisburg demonstrieren wollten, wurden sie dort von der Polizei eingekesselt und teilweise geschlagen. Das Demokratische Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland NAV-DEM protestiert ausdrücklich gegen diesen brutalen Polizeieinsatz.