Metalltarifrunde

Ärger bei Daimler in Bremen über Tarifabschluss

In der Metalltarifrunde im Bezirk Küste gab es für die Daimler-Beschäftigten eine ergänzende Forderung nach Angleichung der Schichtzulagen an die Schichtzulagen bei Daimler in Baden-Württemberg.

Von gp

Die Daimler-Beschäftigten im Norden bekommen nämlich bei Nachtschicht nur 12,5 Prozent des Brutto-Stundenlohnes als Schichtzuschlag, während es in Baden-Württemberg 30 Prozent sind (siehe Rote Fahne News vom 12. Juli 2017).

Bereits weiterer Streik in Vorbereitung

Ein Korrespondent aus Bremen schreibt: „Nachdem in Baden-Württemberg der Tarifvertrag abgeschlossen war, hat der IG Metall-Bezirksleiter Küste angedroht, ohne das Thema Schichtzulagen keinen Tarifvertrag zu unterschreiben. Daraufhin wurde ein weiterer Streik am 7. Februar in der Nachtschicht vorbereitet. Infolge hat der Daimler-Vorstand gedroht, gar nicht über Schichtzulagen zu reden, wenn gestreikt wird. Die Vertrauenskörperleitung hat in Absprache mit dem Ortsvorstand und der Bezirksleitung der IG Metall den Streik abgeblasen.

 

Der Tarifvertrag wurde am Freitag dann ohne Schichtzulagen unterschrieben. Es gibt wohl eine Zusage des Daimler-Vorstandes, über Zulagen zu reden, es soll ein Ergänzungstarifvertrag unterschrieben werden, das ganze soll 'kostenneutral' sein. Die Verhandlungen sollen geheim stattfinden und der Betriebsrats- Vorsitzende will auf der Betriebsversammlung am 15. März Ergebnisse verkünden, zwei Wochen nach der Betriebsratswahl.“

Kolleginnen und Kollegen zurecht sauer

Darüber sind die Kolleginnen und Kollegen zurecht sauer und es herrscht eine „aufgewühlte Stimmung“. Von der „kostenneutralen“ Umsetzung fühlen sich die Kolleginnen und Kollegen zu Recht verarscht: So soll die Erhöhung der Nachtschichtzulage durch die Kürzung der Zuschläge am Samstag erreicht werden! Der Korrespondent berichtet, dass es eine breite Stimmung in der Belegschaft gibt, für die Forderung zu streiken.