Berlin

Polizeiübergriffe gegen LLL-Demonstranten

Nach der Beendigung der LLL-Demonstration kam es zu Polizeiübergriffen und Festnahmen im Bereich des S-Bahnhofes Friedrichsfelde-Ost.

Augenzeugenbericht
Polizeiübergriffe gegen LLL-Demonstranten
(rf-foto)

Auf dem Weg vom Vorplatz der Gedenkstätte linksseitig der Gleisanlage wurde eine Gruppe von kurdischen Jugendlichen durch die Polizei angegriffen, worauf diese in Richtung Friedrichsfeld-Ost auf den dortigen Weg der Kleingartenanlage flohen. Sechs oder sieben Polizisten rannten hinterher.

 

Wenige Sekunden später kamen zwei Polizeifahrzeuge mit sehr hoher Geschwindigkeit mit Geheul und Blaulicht angebrettert und gefährdeten unbeteiligte Passanten. Einer der kurdischen Jugendlichen muss gestolpert oder mir einem Schlag niedergestreckt worden sein. Er litt zuerst sichtlich an Atemnot und hielt sich am Boden liegend den Brustkorb fest.

 

Er wurde von drei Polizisten festgenommen, darunter ein Zivilpolizist welcher mich des Platzes verwies. Auf Höhe der Brücke am S-Bahnhof stellte die Polizei einen Teil der Gruppe und nahm sie fest. Drei junge Frauen und zwei Männer wurden dann mit dem Rücken zur Wand eines Supermarktes gestellt.

 

Ein weiterer Festgenommener wurde im Polizeigefangenentransporter vernommen. Ich bekam noch mit, wie er gefragt wurde, wo "der mit der blauen Jacke ist".

 

Weiterhin wurde durch den vermutlichen Einsatzleiter, einem weiteren Polizisten in Zivil, Personenbeschreibungen von Gesuchten durchgegeben. Weiteres Fotografieren wurde mir mit Platzverweis verboten.