Tarifverhandlungen

Bisher kein Ergebnis bei VW

Parallel zu den Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie verhandelt die IG Metall einen Haustarifvertrag für VW - und zwar nur für die rund 122.000 Beschäftigten des VW-Konzerns in den sechs westdeutschen Werken (Wolfsburg, Braunschweig, Salzgitter, Kassel, Hannover und Emden).

Von gp
Bisher kein Ergebnis bei VW
Das VW-Werk in Kassel (foto: BICYCLE (CC BY-SA 3.0))

Der Haustarif ist ein Anachronismus und löst die VW-Beschäftigten, eine kampfstarke Truppe, aus der gemeinsamen Metalltarifrunde heraus.

Haustarifvertrag hält Spaltung aufrecht

Er hält auch die Spaltung der VW-Beschäftigten in Ost- und Westdeutschland aufrecht! Denn der Haustarif gilt nicht für die rund 9.000 Beschäftigten bei „Volkswagen Sachsen GmbH“ mit den Werken in Zwickau, Dresden und Chemnitz. Der Haustarif war und ist Bestandteil der Ideologie der „VW-Familie“ zur Zersetzung des Klassenbewusstseins.

 

Es gab verschiedene Aktionen der Beschäftigten gegen die Kündigung der Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter, sowie gegen die Überausbeutung in der Produktion. Die Forderungen der IG Metall für VW sind nicht dieselben, wie in der Metalltarifrunde. Zwar werden auch 6 Prozent mehr Lohn/Gehalt gefordert; es fehlt aber die Forderung nach der individuellen Arbeitszeitverkürzung und für die freien Tage vor der Prüfung für die Azubis. Stattdessen fordert die IG Metall für die VW-Beschäftigten eine Verbesserung der Altersversorgung und eine Verpflichtung von VW zur Einstellung von Auszubildenden. Zur Herstellung der Gewerkschafts- und Arbeitereinheit wird es Zeit, dass diese Spaltung überwunden wird!

VW sitzt auf 70 Milliarden Euro Gewinnrücklage

Am 11. Januar fand die zweite Verhandlungsrunde statt – sie endete ohne Ergebnis. VW bot eine Einmalzahlung von 200 Euro und ab Mai für zwölf Monate 2 Prozent. Außerdem fordert VW provokativ eine „Arbeitszeitverlängerung“ als „Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherung“. Genau andersrum wird ein Schuh daraus: statt Arbeitsplatzvernichtung und Kündigung der Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich! Das Geld dafür haben die Beschäftigten längst erarbeitet – VW sitzt auf einer Gewinnrücklage von 70 Milliarden Euro!