Siemens

7000 Unterschriften für den Erhalt der Arbeitsplätze gesammelt

Zum Neujahrsempfang 2018 hatte die Initiative "siemensbleibtinplagwitz" alle Unterstützer und Unterstützerinnen am 9. Januar in die Schaubühne Lindenfels in Plagwitz Leipzig eingeladen.

Korrespondenz aus Leipzig
7000 Unterschriften für den Erhalt der Arbeitsplätze gesammelt
Warnstreik für die Forderungen in der Tarifrunde und für den Erhalt der Arbeitsplätze (foto: siemensbleibtinplagwitz)

In kurzer Zeit waren über 7000 Unterschriften für den Erhalt der Arbeitsplätze gesammelt worden. Der ganze Stadtteil Plagwitz solidarisiert sich gegen die Vernichtung der 270 Arbeitsplätze.

 

Produziert werden Turbinen, dabei rund 20 Prozent für die Kraftwerksparte. Die Auftragsbücher seien voll, berichtet der Betriebsrats-Vorsitzende. Groß ist die Empörung über die menschenfeindliche Politik des Siemenskonzerns. Es wurde mit Stolz berichtet, wie es die kleine Belegschaft mit Hilfe der IG Metall und zahlreicher Unterstützer aus Kultur und Politik geschafft hat, eine große Sympathie für ihren Kampf zu erreichen.

 

Neben dem Feiern mit Artistik, dem Denkmalchor, einer Band aus Kollegen und Freunden, Essen und Trinken gab es viele Diskussionen, wie es nun weitergeht. Von der IG Metall-Führung wird ein "alternatives Unternehmenskonzept" zur Verhandlung mit dem Siemenskonzern als "Lösung" präsentiert.

 

Dass die Kollegen eine gute Arbeit machen, das ist gar nicht die Frage, argumentierten die Unterstützer von der MLPD mit Kollegen. Der Siemenskonzern bestimmt, was und wie produziert wird und dabei ist der Maßstab, wie sie weltweit zur Nr. 1 werden. Was dazu hinderlich ist, wird aus dem Weg geräumt.

 

Gegenüber dem Argument, dass es zum Kapitalismus eine klare Alternative gibt, den echten Sozialismus, gab es eine große Offenheit. Dass konzernweit gekämpft werden muss und gemeinsam mit den Kollegen in der Tarifrunde, wird sehr begrüßt. Über den Weg und das Ziel des Kampfs gab es nachdenkliche und freundschaftliche Gespräche. Faltblätter der MLPD zur Stärkung der Betriebsgruppen und Exemplare des Rote Fahne Magazins wechselten den Besitzer.