Jörg Weidemann 2018 – Arbeiterbewegung vor wichtigen Veränderungen

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Jörg Weidemann

Jörg Weidemann spricht Klartext

2018 – Arbeiterbewegung vor wichtigen Veränderungen

Thyssenkrupp, Siemens, Air Berlin, Bombardier, General Electric – immer länger wird die Liste geplanter Umstrukturierungen mit weitreichenden Folgen für die Belegschaften. Gleichzeitig beleben sich gewerkschaftliche Kämpfe und selbständige Initiativen in den Belegschaften – nicht nur in Deutschland. Ölarbeiter in Nigeria, öffentlicher Dienst in der Schweiz, Kumpel in Kasachstan … Seit Monaten sind die bürgerlichen Parteien nicht in der Lage, eine Bundesregierung zu bilden. Ein Grund, der nicht gleich auf der Hand liegt: Die Arbeiterinnen und Arbeiter sitzen mit am Verhandlungstisch! Aber welchen Weg soll die Arbeiterbewegung 2018 gehen?

Zähneknirschend die Konkurrenzfähigkeit des eigenen Konzernes stärken, wie die Co-Manager predigen? Die Marxisten-Leninisten sagen: Nein! Denn dieser Konkurrenzkampf wird immer auf dem Rücken der Arbeiterinnen und Arbeiter ausgetragen. Sich ärgern, wenn Leiharbeiter gekündigt werden, während die Belegschaft der Arbeit kaum mehr Herr wird? Froh sein, wenn die Stammbelegschaft diesmal noch nicht direkt von Entlassungen betroffen ist? Die Marxisten-Leninisten sagen: Nein! Denn es ist eine der vorwärtsweisenden Initiativen, was gerade in einigen VW-Werken abläuft: Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter kämpfen für ihre Festanstellungen – und eine wachsende Zahl Festangestellter unterstützt das. Dafür argumentieren die Betriebsgruppen der MLPD seit Jahren.

Sich vom vagen Versprechen über „zehn Jahre Sicherheit“ wie bei einer Fusion von Tata und thyssenkrupp einlullen lassen? Die Marxisten-Leninisten sagen: Nein! Alle Erfahrung der Belegschaften zeigt: Kapitalisten nehmen Zugeständnisse der Arbeiter gerne mit. An Vereinbarungen halten sie sich deshalb noch lange nicht. Was wurde bei der Opel/PSA-Fusion alles versprochen? Nächstes Jahr steht dort Kurzarbeit, Abbau von Leiharbeitern und Arbeitsplätzen an. Der Erhalt des Opel-Werks in Bochum über zehn Jahre war erkämpft und nicht mit Zugeständnissen erkauft. Sicherheit gibt es für die Arbeiterklasse im Kapitalismus niemals.

2018 – Arbeiterbewegung vor wichtigen Veränderungen Jörg Weidemann, Mitglied des Zentralkomitee der MLPD

Oder gar mit der AfD liebäugeln, die alles Übel dieser Welt den Flüchtlingen in die Schuhe schiebt? Als ob Flüchtlinge den Stilllegungsbeschluss für Siemens Görlitz gefällt hätten. Die Marxisten-Leninisten sagen Nein! Denn die Geschichte lehrt: AfD-Politik spaltet die Arbeiterklasse und betreibt das Geschäft der Konzernherren. Als Wegbereiterin des Faschismus steht sie auch für die finsterste Diktatur gegen die Arbeiterklasse.

Hände weg von der MLPD – das hört man immer wieder – aus der bürgerlichen Politik, aus den Konzernetagen und auch aus manchem Betriebsratsbüro! Das geht bis zu Mobbing und Unterdrückung. Warum eigentlich? Weil die Marxisten-Leninisten nicht nur Nein, sondern auch Ja sagen! Ja, zum gemeinsamen Kampf über Länder- und Branchengrenzen hinweg. Ja, zu einer Zukunft im echten Sozialismus – ohne kapitalistische Unterdrückung und Ausbeutung.

2018 kann ein Jahr der Entscheidung werden: Sich frei zu machen von Betriebsphilosophien, antikommunistischen Vorbehalten und Unterlegenheitsgefühl. Die MLPD wird alles tun, diesen Weg der Klassenselbständigkeit zu stärken. Proletarier aller Länder, vereinigt euch – das muss wieder viel stärker zur Kernkompetenz der Arbeiterinnen und Arbeiter werden.

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