Verhaftung

VW-Leiharbeiter in China brauchen kämpferische Solidarität

Seit über einem Jahr dauert der Protest chinesischer Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter in dem Automobilwerk FAW-VW Automotive Co. Ltd. in Changchun im Nordosten Chinas gegen die jahrelange ungleiche Bezahlung gegenüber der Stammbelegschaft.

Von gp

Gegen ihren Protest ging die Polizei vor und verhaftete drei Sprecher der Leiharbeiter. Einer ihrer Vertreter, Fu Tianbo, ist seither in Haft - ihm soll in Kürze der Prozess wegen „Verstoß gegen das Versammlungsrecht“ gemacht werden.

 

Am 15. Juli schrieben die Leiharbeiter einen Offenen Brief an den VW-Vorstand, den Welt- und Europa-Betriebsrat mit der Bitte zur Unterstützung ihrer Forderungen.

Bitte um Unterstützung abgewimmelt

Jetzt haben Bernd Osterloh und Frank Patta im Namen des Weltbetriebsrats den Kolleginnen und Kollegen geantwortet: Der Weltbetriebsrat könne die Vorwürfe aus China nicht verifizieren. "Dennoch möchten wir Ihnen nahelegen, für den Fall einer abweichenden Bewertung der Situation durch Sie - etwa aufgrund anderweitiger Erkenntnisse - Ihr Anliegen über das eigens bei Volkswagen für solche Fälle eingerichtete 'Hinweisgebersystem' vorzubringen bzw. - der chinesischen Gesetzeslage entsprechend - bei den hierfür zuständigen Stellen in China zu artikulieren."¹

 

Damit wimmelt der Weltbetriebsrat die Kolleginnen und Kollegen ab und verweigert die notwendige und selbstverständliche Organisierung der Solidarität. Dies ist ein Schlag ins Gesicht jedes Gewerkschaftsmitglieds.

Gewerkschaftliche Solidarität - jetzt erst recht

Die Organisierung der gewerkschaftlichen Solidarität mit den Leiharbeiterinnen und Leiharbeitern bei FAW-VW in Changchun muss zu einem festen Bestandteil des Kampf zur Übernahme der Leiharbeiter in den VW Betrieben werden!