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Streit um Schulreform

51 Prozent der Mütter und Väter von Schulkindern halten das deutsche Schulsystem nach einer aktuellen Bertelsmann-Umfrage für „ungerecht“. Gerade 24 Prozent von Arbeiterkindern nehmen ein Studium auf. In mehreren Wellen protestierten seit Mitte 2009 Schüler und Studenten in den „Bildungsstreik“-Aktionen gegen Studiengebühren, verkürzte Gymnasialschulzeit und für Forderungen wie „von der KiTa bis zur Uni – einheitlich + kostenlos“. Besonders an vielen Hauptschulen wird die Lernsituation immer kritischer. Es ist offensichtlich, dass die allgemeine Krisenhaftigkeit des Imperialismus auch das Bildungswesen voll erfasst hat. Die Diskussion über eine notwendige „Schulreform“ belebt sich wieder. Ins Visier rückt dabei das hergebrachte sogenannte „3-gliedrige Schulsystem“ (Hauptschule; Realschule; Gymnasium) – und dabei ein wichtiges Anliegen der Arbeiterbewegung, das in den bürgerlichen Medien lange als angeblich „völlig überholte“ Forderung abgetan wurde.

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