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Bundespräsident Horst Köhler geht von Bord


In einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz verkündete Bundespräsident Horst Köhler (CDU) am 31. Mai seinen sofortigen Rücktritt. Abgesehen von der gesundheitsbedingten Amtsaufgabe Heinrich Lübkes 1969 geschieht ein solcher Rücktritt das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik.
Zutiefst gekränkt und sichtbar betroffen begründete er diesen Schritt mit „mangelndem Respekt“ seinem Amt gegenüber. Getroffen hatte ihn vor allem die heftige Kritik an zu offenherzigen Aussagen über die internationalen Militäreinsätze der Bundeswehr.  In einem Interview mit dem „Deutschlandradio“ plauderte er am 22. Mai unter anderem aus, „dass im Zweifel, im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig ist, um unsere Interessen zu wahren, zum Beispiel freie Handelswege, zum Beispiel ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auch auf unsere Chancen zurückschlagen …“.

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