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Moralischer Bankrott der Scheinheiligen

Die katholische Kirche und die sexuelle Gewalt gegen Kinder

Viele werden sie kennen: die mittelalterlichen Darstellungen von Höllenqualen. In allen Einzelheiten werden die grausigsten Folterungen mit Feuer und glühenden Zangen dargestellt. Und sehr oft begegnen uns dort ansonsten tabuisierte nackte Leiber – sexuelle Gewalt in allen Varianten gehört unbedingt dazu, wenn deutlich werden soll, was den Christenmenschen erwartet, falls er auf Erden kein „gottgefälliges“ Leben führt. Für ungezählte Kinder, die von ihren Eltern in die „Obhut unserer Mutter Kirche“ gegeben wurden, um eben dieses gottgefällige Leben zu erlernen, wurde daraus eine Hölle auf Erden. Mit Erniedrigung, sadistischer Quälerei, Prügeln – und eben mit sexueller Gewalt in erschreckend großen Ausmaßen wurden oft lebenslängliche Traumatisierungen ausgelöst. Wie eine Eiterblase bricht nun auf, was jahrzehntelang vielen bekannt war, aber immer wieder als „Einzelfall“ abgetan, vertuscht und verschleiert werden konnte. Hunderttausende Gläubige sind zutiefst empört über diese Vorgänge und fordern die rückhaltlose Aufklärung und Verfolgung der Verbrechen. Und die Kirchenoberen?

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