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Herta Müller: Nobelpreis für Antikommunismus

Die Preisgelder, heißt es im Testament von Alfred Nobel (verfasst 1895), seien für jene, die „der Menschheit den größten Nutzen erwiesen haben“. Ein Fünftel – heute umgerechnet rund eine Million ­Euro – für „den, der in der Literatur das vorzüglichste Werk idealistischer Prägung geschaffen hat“. Bei der ersten Wahl 1901 gehörte Leo Tolstoi, zweifellos einer der größten Schriftsteller, zu den ­Favoriten. Er bekam den Nobelpreis nicht, weil er gegen Zaren und Kirche wetterte. Im Sinne Nobels war diese Entscheidung wahrscheinlich nicht, denn dieser war antiklerikal eingestellt.

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